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Gigaset GS160 – das neue Gigaset Smartphone im Test

Gigaset GS160 – das neue Gigaset Smartphone* im Test – Gigaset brachte 2015 gleich drei Modelle auf den Markt, in 2016 hat man sich etwas umorientiert und mit dem Gigaset GS160 nur ein einziges neues Modell gestartet, dass sich dazu auch im Preisbereich vom um die 150 Euro einordnet – also mehrere hundert Euro preiswerter ist als die aktuellen Modelle. Statt wie bisher bei der oberen Mittelklasse ist das Gigaset 150 damit eher ein Gerät für Einsteiger.

Gigaset selbst schreibt zu den Ansprüchen, die man mit dem Gigaset 150 umsetzen will:

Perfekte Kombination von komfortabler Handhabung und großartiger Technik: das neue Einsteiger-Smartphone* Gigaset GS160. Es bietet Top-Performance bei gleichzeitig intuitiver Bedienung. Darüber hinaus Ausstattungsmerkmale und Funktionen, die man sonst nur von Oberklasse-Smartphones kennt, zum Beispiel den Fingerprint-Sensor, eine 4G LTE-Datenverbindung, hervorragende Sprachqualität, innovative Smart-Touch-Funktionen und nicht zuletzt einen austauschbaren Akku.

Das sind große Worte – ob das kleine Handy diese Ansprüche auch wirklich erfüllen kann, haben wir nachfolgend getestet. Das Gerät ist dabei bereits seit vor Weihnachten im täglichen Gebrauch – das ist zwar kein Langzeittest, erlaubt aber durchaus einen Blick auf die Stärken und Schwächen des Gerätes.

Design und Handling

Wie in diesem Preisbereich üblich, setzt auch Gigaset beim GS160 auf ein Gehäuse aus Kunststoff. Die Rückseite ist dabei abnehmbar und besteht ebenfalls aus Kunststoff. Das Gerät ist vergleichsweise leicht und liegt relativ gut in der Hand. Die abgerundeten Kanten sorgen insgesamt für einen handlichen Eindruck – man hat nie das Gefühl, das Gerät würde gleich aus der Hand rutschen.

Allerdings fühlt sich das Gehäuse natürlich auch nach Plastik an – mit den teureren Geräten mit Metallbody kann das GS160 haptisch nicht konkurrieren. Insgesamt wirkt das Gehäuse aber stabil und solide.

Das Display beim GS160

Gigaset hat ein 5 Zoll Display* verbaut, das mit einer HD Auflösung von 1280 x 720 Pixeln kommt. Das reicht für den normalen Betrieb und ist in diesem Preisbereich Standard. Grund zur Klage gibt es beim Bildschirm aber nicht: das Display* stellt die Farben gut dar und auch die Helligkeit ist angemessen. Die Darstellung lässt sich auch aus ungünstigem Blickwinkel noch gut erkennen. Insgesamt hat Gigaset damit ein gutes Display* in dieser Preisklasse verbaut – bei der Konkurrenz findet man oft schlechtere Bildschirme.

Prozessor und Speicher

Für die Leistung sorgt im Gigaset GS160 der Quad-Core Prozessor MT6737 von Mediatek mit 1,3 GHz. Dazu gibt es 1GB RAM. Beim normalen Arbeiten gibt es keine Probleme. Android* läuft auf dem Smartphone* flüssig und auch die Apps öffnen sich relativ schnell und ohne größere Verzögerung. Allerdings machen sich die 1GB RAM bemerkbar – das ist doch mittlerweile recht wenig, vor allem, weil Android* sehr großzügig mit Speicher umgeht. Viele offene Apps machen das Gerät daher langsam. Wer sich nicht angewöhnt hat, Apps zu schließen, wird hier also recht schnell einen Unterschied bei den Geschwindigkeiten bemerken.

Der interne Speicher bietet 16GB und ist damit an sich recht gut dimensioniert. Allerdings stehen durch das Betriebssystem nur etwas mehr als 10GB zur Verfügung, der Rest ist bereits vorbelegt. Wer Musik und Fotos nutzen will, sollte daher auf jedem Fall zu einer microSD Simkarte greifen – mit dieser kann der interne Speicher um bis zu 128GB erweitert werden.

Die Highlights und Besonderheiten des GS160

Neben den bereits angesprochenen Leistungsmerkmalen bietet das neuen Gigaset Modell auch noch einige Merkmale, die man so in dieser Kombinationen nicht immer bei Geräten für 150 Euro findet.

  • Fingerabdruck-Sensor: Auf der Rückseite der Geräte ist ein Fingerabdruck-Sensor integriert, der bis zu 5 verschiedene Abdrücke speichern kann und daher die Möglichkeit gibt, das Gerät auch mit mehreren Personen zu nutzen. Im Test funktionierte das auch ohne Probleme. Der Sensor reagiert schnell und akkurat. In diesem Bereich bemerkt man den Preisunterschied zu teureren Geräten mit Fingerabdruck-Sensor auf jeden Fall nicht.
  • Dual-Sim: es gibt dabei zwei separate Simkarten Slots und noch einen zusätzlichen Slot für microSD Karten, so dass man im Endeffekt drei Erweiterungen nebeneinander nutzen kann. Das GS160 nutzt dabei Micro-SIM Karten. Wer bereits eine Nano-Simkarte hat, kann diese über einen beiliegenden Adapter nutzen. Allerdings gab es zumindest bei uns in der Packung nur einen Adapter – für zwei Nanosimkarten braucht man also noch einen zusätzlichen Adapter.
  • Gestensteuerung: integriert ist eine Gestensteuerung für bis zu 8 anpassbare Gesten auf dem Display, mit denen man frei definierbare Funktionen auslösen kann. Dazu gibt es auch eine standardisierte Funktion für Screenshots*, den man mit drei Fingern auslösen kann – zusätzlich zu den normalen Screenshot* Funktionen, die Android* ohnehin bereits mit bringt. Dazu kann man die Kamera auf Wunsch auch per Lächeln auslösen. Auch das klappte im Test ohne größere Probleme. Allerdings sind das Funktionen, die man wahrscheinlich eher selten nutzt.
  • LTE ist mit an Bord – In diese Preisklasse ist der Zugang zum LTE Netz nicht selbstverständlich. Bei GS160 sind 4G Verbindungen aber kein Problem und damit kann man mit diesem Modell auch schnell in den neuen Tarifen surfen.

Die Kamera im GS160

Die Kamera im Gigaset bietet 13MP und 5MP als Auflösung und damit an sich recht gute Werte. Allerdings reicht die Qualität der Aufnahmen dann doch nicht an die Erwartungen heran, die Bilder haben ein starkes Rauschen und bei schwachem Licht sind kaum gute Aufnahmen möglich. Für schnelle Aufnahmen reicht das durchaus, wer höhere Ansprüche an eine Kamera hat, sollte lieber zu anderen Modellen greifen.

Unser Fazit zum GS160

Insgesamt gesehen hat Gigaset mit dem neuen GS160 ein solides Modell im unteren Preisbereich vorgestellt, dass sich vor allem durch den Fingerabdruck-Sensor von der Konkurrenz abhebt. Für 150 Euro findet man kaum andere Modelle, die dieses Feature bieten. Für den praktischen Einsatz wäre es aber durchaus wünschenswert gewesen, dass man etwas mehr in RAM investiert. Die 1GB sind im täglichen Einsatz doch recht wenig und man merkt immer wieder, wenn die Geräte beim Öffnen von Apps länger brauchen, dass man hier wieder die Grenze überschritten hat. Im Test hätten wir gerne auf den Fingerabdruck-Sensor verzichtet, wenn dafür etwas mehr RAM an Bord gewesen wäre.



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