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Note 7 – Samsung deaktiviert die Geräte endgültig


Das Rückruf-Programm für die Galaxy Note 7 Modelle ist im vollen Gange, scheint aber nicht ganz die erhoffte Wirkung zu erzielen. Zwar können alle Käufer ihre Note 7 wieder zurück geben und dafür auch das Geld zurück bekommen, allerdings scheinen nicht alle Kunden dem auch Folge zu leisten. Das könnte ein Problem werden, denn die Akkus der Geräte sind nach wie vor eine Gefahrenquelle und könnten in Brand geraten.

In den USA wird Samsung* bei der Rückruf-Aktion nun deutlicher. Man setzt nicht mehr allein darauf, die Geräte freiwillig zurück zu bekommen sondern geht einen Schritt weiter. Um die Geräte zurück zu bekommen, wird ab dem 15. September die Aufladung abgeschaltet. Die Geräte werden dann per Software-Update so modifiziert, dass sie sich nicht mehr aufladen. Bisher wurde die Aufladung auf 60 Prozent der Akkuladung beschränkt um Fehler zu vermeiden. Zukünftig wird der Wert auf 0 Prozent gesetzt, so dass die Geräte nicht mehr nutzbar sind, wenn der Akku einmal leer sein sollte.

Bereits jetzt gibt es eine Meldung, die jedesmal beim Starten der Geräte erscheint und die Nutzer daran erinnert, die Note 7 zurück zu geben. Ab 15. Dezember kommt nun die Akku-Entwertung hinzu. Das sollte die Kunden nochmal deutlich daran erinnern, die Geräte umzutauschen.

Umtauschprogramm läuft und wird auch beworben

Für den Umtausch der älteren Geräte hat Samsung* extra eine Webseite eingerichtet und schreibt dort zum Umtausch der Geräte:

In Deutschland bieten wir Galaxy Note7 Besitzern folgende zwei Möglichkeiten an:

  1.  Sie haben die Möglichkeit, Ihr Galaxy Note7 im Austausch gegen ein Galaxy S7 oder S7 edge zurückzugeben. Dabei wird die Preisdifferenz erstattet. Alternativ ist die Rückgabe des Galaxy Note7 gegen Rückzahlung des vollen Kaufpreises möglich.
  2.  Sie werden gebeten, sich zur Rückgabe des Galaxy Note7 direkt an den Einzelhändler oder Mobilfunkanbieter zu wenden, bei dem Sie Ihr Gerät erworben haben.
  3.  Sollten Sie Ihr Galaxy Note7 auf Samsung*.com erworben haben, werden wir Sie in Kürze per Mail informieren.

Bisher ist aber nicht bekannt, ob Samsung auch in Deutschland zu diesen drastischen Methoden greifen wird. Offensichtlich ist das vom Land abhängig und wohl auch davon, wie gut oder schlecht das Umtauschprogramm angenommen wird. Wenn ohnehin bereits fast alle Note 7 Modelle freiwillig zurück gegeben wurden, braucht man natürlich keine weiteren Maßnahmen ergreifen, um die Geräte vom Markt zu bekommen. So wurde bisher beispielsweise in Kanada nur die Verbindung der Geräte ins Netz getrennt. Offensichtlich war die Rückgabe-Quote dort hoch genug um zumindest vorerst auf Maßnahmen wie die Abschaltung der Akku-Aufladung zu vermeiden.

Für Deutschland hat Samsung bisher noch keine weiteren Maßanhmen eingeleitet. In den FAQ dazu empfiehlt das Unternehmen nur:

Grundsätzlich gilt: Nutzen Sie lhr Gerät nicht weiter, sichern Sie Ihre persönlichen Daten und schalten Sie es aus. Details zur Sicherung Ihrer Daten können Sie hier nachlesen.

Falls die Umtauschquoten aber in Deutschland auch nicht zufriedenstellend sein sollten, kann es durchaus sein, das Samsung auch hier nochmal weitere Maßnahmen ins Auge fast. Immerhin scheinen die Geräte bei Sammlern nach wie vor recht begehrt zu sein, es gab immerhin Auktionen auf Ebay, bei denen Note 7 Modelle für hohe Beträge vesteigert wurden. Die möchte man dann wahrscheinlich auch nicht zurück geben.



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