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Alcatel: modulares Smartphones soll vorgestellt werden


Beim tech2 hat man ein neues Gerücht in Umlauf gebracht, das den französischen Smartphone* Hersteller Alcatel betrifft. Das Unternehmen ist in erster Linie bekannt für preiswerte Modelle, zukünftig scheint man sich aber auch an technische Innovationen wagen zu wollen. So soll Alcatel – so zumindest tech2 – auf dem Mobile World Congress 2017 in Barcelona gleich 5 neuen Smartphones vorstellen, von denen eines auch einen modularen Ansatz nutzen soll.

Dabei setzt das Unternehmen auf eine austauschbare Rückseite. Man kann diese abnehmen und stattdessen verschiedene andere Module als Rückseite nutzen.  So soll es beispielsweise eine Art Synthesizer geben, der mit LED versehen ist, die im Takt der Musik des Geräts pulsieren oder Farben anzeigen. Darüber hinaus kann man sich auch sehr gut vorstellen, dass auf diese Weise eine bessere Kamera oder auch ein leistungsstarker Akku mit dem Gerät gekoppelt werden kann. Leider gibt es bis auf die LED-Rückseite noch keine weiteren Hinweise, was Alcatel in diesem Bereich vorbereitet oder welche Drittanbieter bereits gewonnen wurden, um weitere Module für die Geräte zu bauen.

Auch bei der allgemeinen Technik der Geräte gibt es bisher wenige Details. Angeblich soll ein Octa-Core-Prozessor von Mediatek für die Leistung sorgen, weitere Angaben zum RAM und dem internen Speicher gibt es leider nicht. Die Kamera wird wohl mit 13MP auflösen, auch hier fehlen weitere Infos zur Ausstattung.

Laut Tech2 sollen die Geräte im Bereich der Mittelklasse angesiedelt sein und für um die 320 Euro auf den Markt kommen. Das wäre sehr preiswert für ein modulares Gerät und deutlich billiger als die bisherigen Versuche von LG.

Wollen die Kunden wirklich modulare Geräte?

Allerdings bewegt sich Alcatel damit auch in einem Bereich, in dem Anbieter wie LG und Lenovo bereits Niederlagen einstecken mußte. Das LG G5 war eine finanziell gesehen eine Enttäuschung für das Unternehmen. Im Vergleich verkaufte sich das Galaxy S7 mit einem klassischen Design wesentlich besser als das G5 von LG, obwohl man hier auf einen modularen Ansatz gesetzt hatte. LG hat daraus bereits die Konsequenzen gezogen und bringt den Nachfolger – das LG G6 – in diesem Jahr wohl ohne modulares Design auf den Markt.

Alcatel wird es also nicht einfach haben, die Kunden von diesem Ansatz zu überzeugen. Da man aber 5 Modelle bringt und nur eines modular aufgebaut sein soll, scheint bereits jetzt klar, dass das Unternehmen in diesem Bereich auf Sicherheit geht und Alternativen anbieten kann, falls das neue Gerät enttäuscht. Der Erfolg wird wohl in erster Linie davon abhängen, welche zusätzlichen Module das Unternehmen anbieten kann. Ein LED Lichtspiel hört sich an der Stelle noch nicht sehr überzeugend an. Da muss Alcatel schon noch etwas mehr bieten, damit die Leute wirklich davon überzeugt sind, dass die Geräte einen Vorteil haben und sich nicht nur auf dem Papier gut anhören.

Dazu gibt es leider auch noch keine offizielle Bestätigung von Alcatel zu dem neuen Gerät. Diese Infos sind also in erster Linie Gerüchte von tech2 und es kann durchaus sein, dass sich noch etwas ändert – oder das es die Geräte gar nicht gibt. Bevor Alcatel sich dazu geäußert hat, sollte man sich aus diesem Grund noch nicht zu sehr freuen.

 



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