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Stiftung Warentest – viel Kritik an kleinen TV-Geräten


Stiftung Warentest – viel Kritik an kleinen TV-Geräten – Die deutsche Verbraucherorganisation untersuchte für die Februar-Ausgabe 2017 zwölf kleinere Fernseher nach deren aktueller Prüfmethode. Die TV-Geräte hatten eine Bildschirmdiagonale zwischen 56 und 81 cm, dies entspricht 22 bis 32 Zoll. Es wurden Einsteiger und Mittelklasse-Modelle der Hersteller Samsung*, Sony, Grundig, Hisense, Philips, Technisat und Panasonoic getestet.

Das Testurteil

Das Fazit der Stiftung Warentest ist ernüchternd:

Gute Geräte gibt es im aktuellen Testfeld nicht. Der Samsung* UE32K5179 für 270 Euro ist noch am passabelsten, aber nicht für Antennen-Nutzer geeignet. Das beste Bild bietet der Sony KDL-32RD435 für 310 Euro. Wer einen guten Fernseher haben will, muss einen größeren wählen etwa Samsungs UE43KS7590 für 1.170 Euro oder den Panasonic TX-40DSW504 für 510 Euro. 

Der Testbericht urteilt süffisant, dass die kleinen Fernseher lediglich geeignet sind für „Stummfilme ohne rasante Szenen“. Sobald man ein Fußballspiel, ein Hollywood-Blockbuster oder ein Konzertmitschnitt wiedergeben will, haben die kleinen Geräte große Mühe Bild und Ton ansprechend zu präsentieren. In dem Test erhielten vier Produkte bezüglich der Tonqualität die Bewertung mangelhaft, fünf Modelle kamen auf die Note ausreichend und die verbliebenen drei TV-Geräte [Samsung* UE32K5179; Samsung UE32K4109 und Grundig 32 GFB 5622] wurden (immerhin) mit befriedigend beurteilt. Zur Unterstreichung des Urteils ein weitere Auszug aus dem Testbericht:

Der Klang der zwölf Fernseher ist mitunter eine Tortur für die Ohren. Am härtesten trifft es die Nutzer des Philips 22PFS4031: Er klingt dünn, verzerrt und blechern. Ähnlich ist die Situation bei den Geräten mit mangelhaften Ton: den zwei Technisat-Modellen [Anm. d. Red.; Techniline Pro 32 und Techniline Pro 22]  und dem Philips 32PFS4131.

Wie kann man trotzdem die Soundqualität verbessern?

Neben den mehrheitlich negativen Testurteilen, verweist die Stiftung Warentest auf Möglichkeiten die Soundqualität zu verbessern. Jedoch sind diese mit weiteren Kosten verbunden. Die verschiedenen Varianten werden im folgenden kurz dargestellt:

  1. Abhilfe bei schlechter Tonqualität können beispielsweise externe Audiogeräte schaffen, so kann die HiFi- oder Heimkinooanlage per HDMI-, Klinken- oder Cinch-Kabel angeschlossen werden.
  2. Des weiteren besteht die Möglichkeit kabelgebundene Kopfhörer zu nutzen, jedoch besteht dort aufgrund des langen Kabels Stolpergefahr.
  3. Ebenso ist es möglich via Bluetooth einen entsprechenden Lautsprecher oder Kopfhörer anzuschließen.
  4. Zu guter Letzt kann man auch Soundbars oder Soundplates anschließen, um den Hörgenuss zu verbessern.

Die ersten beiden Varianten sind mehr oder weniger selbsterklärend, die letzten beiden Vorgehensweisen sind womöglich noch relativ unbekannt, dementsprechend werden diese in den nachfolgenden Abschnitten kurz erläutert.

Soundbars und Soundplates

Sowohl Soundplates als auch Soundbars sorgen für einen besseren Klang. Es sind jeweils breite und flache Aktivlautsprecher. Soundplates liegen häufig unter dem Fernseher, demzufolge kann man dies nicht für an die Wand montierte TV-Geräte nutzen. In diesem Fall muss man auf Soundbars zurückgreifen, diese verfügen zusätzlich zum Hauptlautsprecher oft auch noch über ein Bassbox. Die Bars sind quasi Balken oder Riegel, die man vor den Fernseher stellt oder unter den Fernseher an die Wand hängen kann.Die Plates sehen aus wie so ein Blu-ray-Spieler und da stellt man den Fernseher drauf. Diese Devices sind unter anderem mit Bluetooth und/oder USB mit dem TV-Gerät verbunden. Jedoch sind gute Modelle erst ab 200 Euro aufwärts erhältlich und somit teilweise teurer als der Fernseher selbst. Dementsprechend lohnt sich die Anschaffung nur, wenn es aus Platzgründen wirklich nur ein kleineres TV-Gerät in Frage kommt.

Wie verbindet man den Fernseher mit Bluetooth-Geräten?

Vor dem Kauf eines Bluetooth Lautsprecher oder Kopfhörer sollte man möglichst auf die Eigenschaft „low latency“ achten, diese sorgt für lippensynchronen Ton. Die meisten Fernseher haben einen Kopfhörerausgang. In diesem Fall kauft man einen Bluetooth-Sender, sozusagen ein Adapter der Fernseher mit Bluetooth verbindet. Diese Sender kosten zwischen 20 bis 35 Euro. Der Adapter wird entweder mit Strom aus der Steckdose oder über eine USB-Buchse versorgt. Den Bluetooth-Sender und den Kopfhöreranschluss des TV-Gerätes verbindet man per Audiokabel („Klinke“). Dann aktiviert man bei eingeschalteten Fernseher den „Pairing“-Modus des Adapters. Anschließend schaltet man die Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher ein und versetzt auch diesen in den „Pairing“-Modus. Die genaue Vorgehensweise entnimmt man den jeweiligen Gebrauchsanleitungen. Nach einigen Sekunden verbinden sich Sender und Empfänger, so dass der Ton des Fernsehers nun über das Bluetooth-Gerät läuft.



  1. nortel

    Ich verstehe Ihren Test leider nicht so ganz. Unser 7 Jahre alter Toshiba hat gerade den Geist aufgegeben und ich interessierte mich genau für die beiden oben beschriebenen Technisat-Modelle. Ich suche ein langlebiges, in Deutschland hergestelltes Produkt und eigentlich sollte die Soundqualität dieser beiden Fernseher „top“ sein – ohne Soundbar. Was mache ich jetzt wenn alle Geräte so schlecht sind ??? Denn dafür dass die Qualität nicht stimmen soll, sind sie alle entscheidend zu teuer und eine Soundbar will ich nicht !!

    • Helmuth

      Kann die Kritik am Klang des Technisat nur schwer nachvollziehen. Den Philips hatte ich erst gewollt (kostete nur 1/3). Der Klang und das ruckelnde Bild haben mich abgeschreckt. Das Bild des Technistat Techniline Pro 22 ist wirklich super: Natürliche Hautfarben, kein Ruckeln bei horizontalen Schwenks. Gleichzeitig aufnehmen und sehen ist auch toll.


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