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Stiftung Warentest – Was leisten moderne Saugroboter?


Stiftung Warentest – Saugroboter eine Alternative? Die deutsche Verbraucherorganisation hat für die Februar-Ausgabe 2017 sechs Saugroboter getestet. Die Geräte wurden sowohl im Prüfraum, als auch von einer Redakteurin im Hausgebrauch getestet. Für die Bewertung gingen fünf Kategorien ein. Die Hauptkategorien sind Reinigen und Navigation, welche jeweils zu 30 Prozent in die Benotung eingehen. Die Rubriken Handhabung und Umwelteigenschaft repräsentieren jeweils 15 Prozent der Benotung. Die verbliebenen 10 Prozent, dienen dem Testurteil im Bereich Haltbarkeit. Die untersuchten Produkte sind von Vorwerk, iRobot, Neato, Samsung* und Miele.

Die Roboter im Alltagstest

Die Redakteurin testet die sechs Saugroboter zu Hause. Der Eindruck der Testerin war, dass die meisten Geräte ihr Parkett und den Teppich schmutzfrei hinterlassen habe, jedoch zeigen die Tests im Prüfraum teilweise ein anderes Ergebnis. Ferner war laut Prüferin der Geräuschpegel sehr hoch:

Auch ohne Messgerät hörbar ist das Dauergesurre der kleinen Kerle. Ich empfinde es als etwas unangenehm, egal ob beispielsweise Neato, Samsung* oder Vorwerk direkt neben mir saugen. Sie verrichten ihren Job zwar leiser als so manchen Staubsauger, surren dafür aber durchgängig. In Muße ein Buch zu lesen, ungestört fernsehen oder sich in Ruhe unterhalten ist daneben kaum möglich.

Hindernissen nähern sich die Roboter langsam berühren diese kurz oder drehen vorab. Jedoch erkannten nahezu alle Saugroboter das Kaminbesteck der Prüferin nicht und versuchten dieses zu verschieben. Die Navigation ist unterschiedlich, beispielsweise lassen sich der Miele Scout, der iRobot Roomba 980 und Samsung* Powerbot von ihren Kameras leiten und ziehen parallele Bahnen. Die Geräte von Neato und Vorwerk greifen auf Lasernavigation zurück, diese teilen das Wohnzimmer in Abschnitte ein und arbeiten diese nach und nach ab. Vier der sechs getesteten Produkte bieten zudem Grenzzieher an, somit kann man bestimmte Bereiche für die Roboter absperren. Das sind entweder Magnetbänder für den Boden oder batteriebetriebene Türme aus Kunststoff, welche mit Infrarotlicht unsichtbare Barrieren aufbauen.

Die Roboter im Prüfraum

Wie oben bereits erwähnt unterschieden sich teilweise die Ergebnisse im Prüfraum mit der subjektiven Empfindung der Testerin. Die jeweiligen Testgeräte wurden unter gleichen Bedingungen getestet, so wurden die Roboter auf Führungsschienen montiert um einen Vergleich zu haben, welche Roboter den meisten Staub aufnehmen:

Die Messungen zeigen: Selbst die besten Roboter können nicht mit einem guten Bodenstaubsauger konkurrieren. Ihnen fehlt es, bedingt durch ihre kleine Bauart, an Saugkraft.

Laut einer Statistik der Stiftung Warentest reinigt ein guter Bodenstaubsauger 95 Prozent des Staubes auf einen Hartboden und 78 Prozent auf einem Teppich. Der Testsieger Vorwerk Kobold VR200 kommt zumindest bei den Hartböden mit 92 Prozent nahe ran, aber auf Teppichböden sind die Unterschiede signifikant. Der Testverlierer Miele Scout RX 1 Red bewältigt lediglich 14 Prozent des Staubes auf Teppichen, der Testsieger schafft auch nur lediglich 47 Prozent. Im Labor wurde zudem exakt ermittelt, ob die Roboter einen Teil des aufgesaugten Staubes wieder auspusten. Das Ergebnis, die Roboter halten viel weniger zurück als ein guter Bodenstaubsauger. Zudem zeigten die Untersuchungen, dass die kamerabetriebenen Geräte Schwierigkeiten bei Dunkelheit hatten, hingegen machten den Robotern mit Lasernavigation die Lichtunterschiede wenig aus.

Testurteil

Von den sechs getesteten Robotern erlangte lediglich der Vorwerk Kobold VR200 für 725 Euro die Testnote gut, mit einer Bewertung von 2,2. Zwei Geräte wurden nur mit ausreichend beurteilt, die restlichen drei mit befriedigend. Erwähnenswert ist noch der iRobot Roomba 980 für 980 Euro, dieser wurde zwar nur mit befriedigend bewertet, aber bei einer Benotung mit  2,8 „schielt“ er zumindest in Richtung „gut“. Den Hauptunterschied in dem Testurteil macht die Kategorie Reinigen, ansonsten sind die Unterschiede nur marginal. Im Bereich Navigation wurden alle Geräte mit „gut“ bewertet. In den Rubriken Handhabung und Umwelteigenschaften erhielten alle Geräte mehrheitlich lediglich das Prädikat „befriedigend“. Hingegen konnten die Testprodukte in puncto Haltbarkeit überzeugen, alle sechs Roboter erhielten jeweils die Note 1,0. Dennoch sollte man sich den Kauf eine Saugroboters gut überlegen, das Fazit der Stiftung Warentest:

Unser Rat – Saugroboter können bei der täglichen Reinigung helfen, aber einen guten Bodenstaubsauger kann keiner der untersuchten Putzhelfer ersetzen. Die kleinen Autonomen habe stolze Preise: Sie kosten leicht das Dreifache eines guten Bodenstaubsaugers.

Der komplette Test kann in der aktuellen Ausgabe von Stiftung Warentest nachgelesen werden.



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