LG G6

LG G6 – LG setzt Akkus zum Test in Flammen


Die Probleme mit den brennenden Akkus beim Galaxy Note 7 haben nicht nur bei Samsung* Veränderungen bei der Qualitätssicherung ausgelöst. Auch andere Anbieter haben aus den Fehlern von Samsung* gelernt und wollen mit neuen Prüfungen und Tests vermeiden, dass bei ihnen auch so ein Imageschaden eintritt und man sogar ganze Modellreihen wieder zurück ziehen muss.

LG hat jetzt Einblick gegeben, wie man die Modelle allgemeine und die Akkus im Speziellen testet. Das Unternehmen schreibt dazu:

Das LG Akkutestlabor führt Prüfungen durch, die wesentlich strikter sind, als es die internationalen Standards erfordern. Nicht nur wendet LG dabei geringere Toleranzen an und legt die Tests härter aus als in den Standards festgelegt; die Temperaturen in den Hitzetests liegen beispielsweise 15 Prozent höher als vorgeschrieben. Die Techniker führen auch Tests durch, die in den internationalen Standards überhaupt nicht vorgesehen sind. So hat das Team auch den Akku für das LG G6 20 exklusiven Prüfungen unterzogen.

Bereits während Entwurf und Entwicklung widmet LG der Produktsicherheit besonderes Augenmerk. So werden die Akkus in einer spezialisierten Abteilung bereits in dieser frühen Phase auf Herz und Nieren geprüft. Unter anderem rücken die LG-Techniker den Akkus mit Stößen, spitzen Gegenständen, Gewichten, Druck, großer Hitze, Flammen sowie kontinuierlichen Ladungen und Entladungen zu Leibe.

In den Schlagtests platzieren die Spezialisten von LG eine 15,8 mm dicke Eisenstange auf dem Akku und lassen ein 9,1 kg schweres Gewicht auf diese fallen, um festzustellen, ob der Akku explodiert oder sich entzündet. Gemäß internationalen Standards soll die Eisenstange lediglich in der Mitte des Akkus platziert werden. LG hingegen führt den Test an mehreren Stellen durch, um potenzielle Risiken weiter zu minimieren. Eine Prüfung mit eindringenden Gegenständen ist in den internationalen Standards überhaupt nicht vorgesehen. LGs Techniker hingegen rammen einen spitzen Nagel in das Zentrum des Akkus, um zu sehen, ob dieser explodiert oder sich entzündet.

Interessant ist vor allem der Brandtest für die Akkus. Dabei werden die Energiespeicher willentlich in Brand gesetzt und dann beobachtet, wie die Akkus darauf reagieren. LG schreibt im Original:

LG hat sogar eine spezialisierte Abteilung eingerichtet, in der Mitarbeiter Akkus entzünden, um so das Verhalten im Brandfall unter Sicherheitsaspekten zu beurteilen. So stellen sie sicher, dass die entstandenen Trümmerteile sich nicht großflächig verteilen und den Brand auf diese Weise weiter ausbreiten. Ein Akku besteht diesen Test nur, wenn die Trümmerteile sich nicht über einen bestimmten Umkreis hinaus verteilen.

Anders als Samsung* hat LG aber dazu noch keine Werbung geschaltet, in der die Qualitätssicherung nochmal näher beleuchtet wird. Die Videos dazu wären aber sicher sehr interessant.



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