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Lenovo – faltbare Tablets im Video


Faltbare Handys und Tablets sind schon seit einigen Jahren im Gespräch, aber bisher gibt es noch keinen wirklich sinnvollen und nutzbaren Ansatz auf dem Markt, der dieses Konzept tatsächlich umgesetzt hätte. Lenovo hat nun auf der Lenovo Tech World ein Gerät gezeigt, dass zumindest im Tablet Bereich den faltbaren Ansatz in der Praxis auch wirklich umsetzt und dabei auch nutzbar ist.

Im Video dazu stellt ein Mitarbeiter das Gerät vor und zeigt, wie man es falten kann und welche Möglichkeiten dadurch entstehen. Beispielsweise sind die Modelle gefaltet nicht viel größer als ein aktuelles Smartphone* – man könnte so den Unterschied zwischen Smartphone* und Technik recht einfach verschwinden lassen. Interessant ist auch der Ansatz für Fotos, bei dem ein Teil des Bildschirms als LED Blitz bzw. zur Aufhellung genommen wird.

Das faltbare Lenovo Tablet im Video

Man sieht sehr gut, welche Möglichkeiten diese Technik bietet und warum die Hersteller nach wie vor forschen, um als erste ein solches Modell auf den Markt zu bringen. Allerdings ist die schlechte Nachricht, dass auch dieses Gerät nur ein Prototyp ist, der allerdings bereits sehr weiter fortgeschritten zu sein scheint. Von der Massenfertigung ist aber wohl auch Lenovo noch sehr weit entfernt, denn einen Termin oder Preise (oder auch einfach nur einen Zeitplan) gibt es für dieses Gerät noch nicht.

Dazu sieht man im Startbildschirm, dass die Ränder der Modelle im gebogenen Zustand doch noch etwas merkwürdig aussehen. Es scheint, als hätte Lenovo hier an den Seiten lediglich eine Folie verbaut, die beim Biegen Falten schlägt. Das wirkt noch nicht sehr praxis- und großserientauglich.

Von daher dürfte es wohl auch bei Lenovo noch etwas dauern, bis man faltbare Geräte auf den Markt bringen kann und möglicherweise wird auch dieses Unternehmen fest stellen, dass die technischen Voraussetzungen und Hürden doch noch relativ hoch sind.

Samsung arbeitet auch an faltbaren Displays

Andere Hersteller sind hier aber auch noch nicht viel weiter. So will Samsung* beispielsweise erst im dritten Quartal einen eigenen Prototypen mit faltbarer Technik auf den Markt bringen. Bisher gibt es auch schon einige Gerüchte, wie die neuen Modelle (möglicherweise unter dem Namen Samsung* Galaxy X) aufgebaut sein könnten. Das Unternehmen soll dabei an zwei Modellen arbeiten, die beide in diese Richtung gehen und das Thema faltbare Modelle wieder aufgreifen. Allerdings hat das Unternehmen dabei die Strategie geändert:

  • das erste Modell soll noch nicht direkt faltbar sein ,sondern nur mit zwei Displays an Vorder- und Rückseite ausgestattet sein. Dieses Gerät soll zuerst auf den Markt gebracht werden (ETnews schreibt hier von 2017 als Marktstart) und ein Testlauf dafür sein, wie diese Lösung mit zwei Display* bei den Nutzern ankommt.
  • Falls das Echo auf dieses Gerät gut ausfallen sollte, hat Samsung* ein weitere Modell mit zwei Bildschirmen in Vorbereitung. Dieses Gerät ist dann wirklich faltbar und der hintere Bildschirm lässt sich so umklappen, das ein sehr großer Bildschirm auf der Front entsteht. Angeblich wird dieses Gerät gerade unter dem Arbeitsnamen „Project Valley“ entwickelt.

Samsung faltet also nicht direkt das Display*, sondern nutzt eine zwei Display*-Technik, die sich falten lässt. Damit umgeht man die technischen Schwierigkeiten, die das Falten und Biegen eines Displays mit sich bringen würde. Das hört sich deutlich marktreifer an als die bisherigen Konzepte in diesem Bereich. Dazu wurde bisher immer von Displays ausgegangen, die im Geräte liegen und die man erst sieht, wenn man die Geräte aufklappt. Nun sieht es so aus, als wären die Displays außen angebracht und man bekommt durch das Klappen nur ein doppelt so großes Display*.



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