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O2 – kostenloses EU Roaming – Kunden müssen oft selbst aktiv werden


An sich sind die Roaming Gebühren innerhalb der EU bereits seit mehreren Wochen weggefallen. Bereits zum 15.06.2017 hatten die meisten Anbieter die Zusatzkosten entfernt und die entsprechenden EU Optionen und Flatrates beendet. Allerdings gibt es auch Ausnahmen und diese betreffen vor allem O2*. Wie die Verbraucherzentrale Sachen mitteilte, müssen O2* Kunden mit bereit sgebuchten Roaming-Optionen selbst aktiv werden und diese beenden.

„Kunden mit alternativen Roamingtarifen, die per Vertrag eine bestimmte Roamingoption festlegen, müssen bei O2* aktiv wechseln und werden nicht automatisch auf den regulierten EU-Roaming-Tarif umgestellt“, erklärt Stefanie Siegert von der Verbraucherzentrale Sachsen. Lediglich wenn man sich in einem regulierten Tarif befindet, wird man automatisch umgestellt.

„Es lohnt sich für jeden Mobilfunkkunden, die eigenen Tarifdetails zu checken und einen Blick in den Vertrag zu werfen. Denkbar ist auch, vorsorglich zum regulierten Tarif zu wechseln“, so Stefanie Siegert. Die Informationen dazu liefert O2 seinen Kunden dazu auf der Webseite. Wie andere Anbieter die Roaming-Verordnung auslegen, sei momentan noch nicht abzuschätzen. „Hier ist Vertrauen gut, aber Kontrolle besser. Vorsichtshalber sollte man deswegen beim Anbieter nachfragen, ob man automatisch umgestellt wurde“, rät die Rechtsexpertin.

Wer also einen O2 Tarif nutzt (betroffen sind eventuell auch die Angebote von O2 Discounter) sollte kontrollieren, welche Bestandteile vorhanden sind und ob man diese auch nach dem Wegfall der Roaminggebühren noch braucht. Damit kann man monatlich durchaus Geld sparen.

O2 selbst hatte diese Vorgehensweise bereits verklausuliert angekündigt und geschrieben, dass Kunden zukünftig die Möglichkeit haben, sich selbst zu entscheiden, was sie haben möchte. Im Beitrag zur Ankündigung der neuen Regelungen schreibt das Unternehmen:

Grundsätzlich können alle Kunden von Telefónica Deutschland ab dem 15. Juni 2017 das neue Roam-like-at-Home-Prinzip nutzen. Prepaid-Kunden werden rechtzeitig und automatisch auf diese Lösung umgestellt. Dies gilt auch für Postpaid-Kunden, die bereits zuvor einen Roaming-Tarif wie den „Roaming Basic“ genutzt haben, der seit 2007 den Vorgaben der EU entspricht. Alle anderen Postpaid-Kunden mit aktuell genutzten individuellen Roaming-Lösungen – zum Beispiel dem „EU Roaming Flat“-Paket – können sich entscheiden, ob sie auf Roam-like-at-home umstellen oder lieber ihr bisheriges alternatives Roaming-Tarifmodell beibehalten möchten.

Denn: Dies kann für Kunden von Vorteil sein, die einen Tarif mit speziellen Länderkonditionen in ihrem bisherigen Roaming-Tarifsystem zum Beispiel für Nordamerika nutzen oder sich häufig in der Schweiz aufhalten. Anders als die Nicht-EU-StaatenNorwegen, Island und Liechtenstein hat sich die Schweiz nicht der EU-Roaming-Verordnung angeschlossen. Bei Telefónica Deutschland zählt die Schweiz daher ab dem 15. Juni 2017 zur Weltzone 2.

 

 



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