160812-Sicherheitsmechanismen

Handy gestohlen – Helfen Anti-Diebstahl-Apps?


Handy gestohlen – Helfen Anti-Diebstahl-Apps? Insbesondere in der Sommerzeit im Freibad oder am See lässt man sein Mobilfunkgerät oftmals unbeobachtet, beispielsweise während man im See badet. Diese Gelegenheit können Langfinger nutzen, um an das Smartphone* oder iPhone zu gelangen. Mit dieser Thematik hat sich die ZDF-Sendung „Volle Kanne“ beschäftigt, dort wurden drei Anti-Diebstahl-Apps getestet, zwei davon werden im nachfolgenden Artikel beschrieben.

Anti-Diebstahl-Apps

Es werden die kostenpflichtige Avast Anti-Theft und die kostenlose Prey Anti-Diebstahl genauer betrachtet.

Avast Anti-Theft

Die Kosten für die App betragen für iOS 9,99 Euro und 1,99 Euro monatlich oder 7,47 Euro jährlich für Android*-Geräte. Die App macht Fotos vom Dieb, kann das Handy orten, eine Sirene einschalten und eine Gesprächsaufnahme machen. Im Test funktionierten die Features bei Android*, bei iOS hingegen nicht direkt. Die App ließ sich nicht vom PC aus steuern, man musste zunächst über Avast einen Sperrcode einstellen, um die App zu starten. Die iOS Version ermöglicht zudem lediglich die Ortung des Gerätes und macht bei falscher PIN*-Eingabe ein Foto und schickt diese Daten an die hinterlegte E-Mailadresse.

Prey Anti-Diebstahl

Im Google Play Store wird die App folgendermaßen beworben:

Steuere dein Android*-Smartphone* oder Tablet aus der Ferne. Sobald du bei Prey eingeloggt bist, kannst du Folgendes tun:
– Die Position deiner Geräte auf einer Karte anzeigen lassen. Dies funktioniert sowohl per GPS als auch mit WLAN-basierter Ortung.
– Fotos mit einer der integrierten Kameras (auf Vorder- und Rückseite) machen.
– Deine Geräte gegen unbefugten Zugriff sperren.
– Einen lauten Alarm auslösen, selbst wenn dein Handy auf stumm geschaltet ist.
– Eine selbst festgelegte Warnmeldung auf dem Display* anzeigen lassen.
– Die Netzwerkinformationen des Netzwerks sammeln, mit dem dein Gerät verbunden ist (um herauszufinden, wo genau es sich befindet).

Somit erfüllt die kostenlose App die selben Funktionen wie die kostenpflichtige Avast-App. Es gibt natürlich noch weitere Anti-Diebstahl Apps, am besten im Store stöbern und anhand der Bewertungen und Beschreibungen eine passende App auswählen.

Vor- und Nachteile der Apps

Diese Apps funktionieren natürlich nur solange eine Verbindung besteht. Sobald der Dieb die App löscht, die SIM-Karte entfernt den Flugmodus aktiviert oder das Gerät ausschaltet, kann man nicht mehr vom einheimischen PC oder Laptop auf das Gerät zugreifen und Befehle geben. Von daher ist es unerlässlich sich vorher die IMEI-Nummer des Mobilfunkgerätes notiert zu haben, damit man das Handy sperren lassen kann. Somit kann der Dieb das Handy auch nicht mit einer anderen SIM-Karte nutzen. Es ist generell sinnvoll zunächst wenigstens das Handy sperren zu lassen, um mögliche Kosten – verursacht durch den Dieb – zu vermeiden. Mittlerweile sind die meisten iPhones und Smartphones mit einem Apple- beziehungsweise Google-Konto verknüpft, diese Verknüpfung lässt sich nicht aufheben. Das ist insofern hilfreich, dass man damit möglicherweise seine Daten vor Dritten schützen kann. Zudem erschwert man es dem Dieb, im besten Fall kann er oder sie das Handy gar nicht verwenden. Nichtsdestotrotz darf  stark bezweifelt werden, dass das der- oder diejenige das Handy dann zurückbringt. Dementsprechend sind die App-Namen wie „Anti-Diebstahl“-Schutz irreführend, denn einen wirklichen Schutz können diese natürlich nicht geben.



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