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Die neuen randlosen Smartphones – besser nur mit Case und Versicherung


In 2017 gibt es einen ganz klaren Trend: die Smartphone*-Hersteller setzen auf ein neues Design-Konzept, das auf deutlich kleinere Rändern und größere Displays setzt. Durch den Verzicht auf dicke Rändern bleibt damit mehr Platz für den Bildschirm: die Geräte werden also nicht wirklich größer, bieten aber trotzdem mehr Displayfläche.

Dieser Trend freut aber nicht nur die Kunden, auch andere Branchen (wie Versicherungen und die Hersteller von Schutzhüllen) profitieren von dieser neuen Entwicklung. Hintergrund ist dabei, dass Bildschirme mit zunehmender Größe immer anfälliger für Brüche werden und wenn dazu noch der stabilisierende Rahmen immer kleiner wird, steigt die Gefahr, dass Display* bei Stürzen zu Bruch gehen und splittern.

Dies ist nicht nur eine theoretische Gefahr, sondern zeigt sich ganz konkret auch in den Test. So hat sich die Stiftung Warentest gleich drei neue iPhone X* (mit weitgehend randlosen Design und lediglich einer kleinen Aussparung an der oberen Seite) vorgenommen und auch nicht davor zurück gescheut, diese Modelle gleich wieder zu zerstören. Bei den Falltest kamen dabei gleich alle drei Modelle zu Schaden – die Experten bescheinigten den Modellen daher, dass sie die zerbrechlichsten iPhone bisher wären.

Die Tester der Stiftung Warentest schreiben dazu im Original:

Wie alle Handys durch­lief das neue iPhone X* auch eine Fall­prüfung – und scheiterte: Bei einem von drei Exemplaren war nach dem Test in der Fall­trommel die gläserne Rück­wand zertrümmert, bei den beiden anderen war das Display* defekt und zeigte Streifen. Damit ist das neue Luxusmodell das zer­brech­lichste iPhone aller Zeiten: Seine Vorgänger- und Schwestermodelle haben den Fall­test bisher bestanden. Anbieter Apple wird wissen, warum er für sein neues Flaggschiff auch passende Schutz­hüllen anbietet – eine Silikonhülle für 45 Euro und ein schickes Leder-Case für 109 Euro.

Aber nicht nur Apple bekam von der Stiftung Warentest solche schlechte Noten, weil die Modelle zu leicht zu bruchengingen. Auch Samsung* musste für die Topmodelle Abwertungen in Kauf nehmen. Sowohl beim Galaxy S8* als auch beim Note 8 bemängelten die Tester, dass die Geräte bereits nach wenigen Stürzen Beschädigungen aufwiesen und insgesamt deutlich anfälliger waren, als man es von anderen Handys gewohnt war.

Die Tester empfehlen Handyhüllen

Das Fazit aus diesen Ergebnissen ist klar: die Stiftung Warentest empfiehlt sowohl für das Galaxy S8*, das Note 8 als auch für das neue iPhone X* passende Schutzhüllen. Diese können zwar auch keine Garantie übernehmen, das gar nichts beschädigt wird, sie erhöhen dabei aber in jedem Fall die Chance, dass man die Modelle ohne Schaden weiter benutzen kann.

Die Auswahl an Hüllen ist dabei groß und gerade für die Topmodelle gibt es fast nichts, was es nicht gibt. So gibt es preislich eher sehr günstige Silikon-Überzüge, die teilweise durchsichtig sind und damit das Design des jeweiligen Smartphones kaum verändern oder auch Hüllen, die man selbst gestalten kann und die dann dem Gerät einen individuellen Touch verpassen.

Beim Schutzfaktor kann man sich an der Hülle selbst orientieren: je stärker das Material ist und je dicker die Hülle, desto höher ist in der Regel die Schutzwirkung. Allerdings wird damit natürlich auch das Aussehen der Modelle verändern – für einen umfassende Hülle muss man daher in Kauf nehmen, dass man vom originalen Design der Smartphones nicht mehr viel sieht.

Lohnt sich immer mehr: Versicherungen für das Handy

Ein weiterer Punkt, den man nicht unterschätzen sollte: größere Displays sind in der Regel auch deutlich teurer und schlagen bei einer Reparatur mit höheren Kosten zu Buche. So kostet beim Apple der Tausch des Displays (wenn wirklich nur das Display* defekt ist) immerhin 312 Euro und ist damit mehr als 100 Euro teurer als die Display Reparatur beim iPhone 8*. Sollten noch mehr Komponenten beschädigt sein, steigen die Kosten für die Reparatur sogar auch 611,10 Euro an.

Um die teuren Geräte abzusichern, greifen daher immer mehr Nutzer zu Versicherungen, mit denen sich Schäden und Reparaturen ersetzen lassen. Noch gibt es keine zahlen dazu, aber man kann davon ausgehen, dass in 2017 die Zahlen bei den Abschlüssen durch die vielen neuen Topmodelle deutlich nach oben gegangen ist. Dazu trägt natürlich auch bei, dass viele Modelle teurer geworden sind. So kostet das Galaxy Note 8 mittlerweile 999 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) und das iPhone X hat in der billigsten Version mit 1149 Euro sogar die Preisgrenze von 1.000 Euro nach oben durchbrochen. Daher möchten viele Verbraucher gerne ihre teuren Geräte absichern.

Der Trend zu immer größeren Displays und kleineren Rändern hat also durchaus auch Auswirkungen auf anderen Bereiche und nicht nur auf die Handyhersteller an sich. Man könnte sagen, dass die randlosen Geräte die Kunden zwingen, für Zubehör und Absicherung noch mehr Geld auszugeben. Allerdings haben natürlich auch früher schon Nutzer zu Handyhüllen und auch zu Versicherungen gegriffen – ganz neu ist dieser Trend also nicht. Durch die neue Form der Handys und Smartphones gibt es für diese Bereiche nun nur nochmal einen Push und das dürfte noch deutlicher ausfallen, wenn die Hersteller dieses Design auch in die günstigeren Preisbereiche übernehmen.

Der Falltest der Stiftung Warentest im Video

 



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