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Firefox Quantum – Inkognito Mode deutlich schneller als bei Chrome


Mozilla hat in der letzten Woche den neuen Firefox Quantum veröffentlicht und nun gibt es erste Ergebnisse, was die Geschwindigkeiten betrifft. Mozilla hat sich dabei mit der Organisation Disconnect zusammen getan und bei den 200 beliebtesten Nachrichten-Webseiten getestet, wie schnell wie Seiten geladen wurden. Der Test wurde dabei sowohl im normalen Modus als auch im Private-Modus durchgeführt und mit den Ergebnissen des Chrome* Browser unter der gleichen Anforderungen verglichen. Dabei zeigte sich vor allem im Privaten Modus ein deutlicher Geschwindigkeitsvorteil für den neuen Mozilla Firefox.

Der Private Modus von Firefox bietet dabei einen Tracking-Schutz, so dass bestimmte Elemente einer Webseite nicht mehr geladen werden, die eventuell eine Identifizierung des Nutzers möglich machen. Damit soll die Privatsphäre der Browsernutzer geschützt werden. Dies macht sich bei den Geschwindigkeiten bemerkbar, denn alle Elemente, die vom Browser abgelehnt werden, müssen natürlich auch nicht geladen werden und senken somit den Traffic. Das hat zur Folge, dass Firefox Quantum im Privaten Modus nur etwa 3,2 Sekunden für den Seitenaufbau braucht, während es im normalen Modus (mit allen Elementen) fast 4 Sekunden mehr sind. Chrome* bietet zwar auch einen Inkognito-Modus an, dieser blockt aber das Tracking nicht und daher ist dieser Modus beim Chrome* auch nicht schneller.

Das Unternehmen schreibt im Original dazu:

Über die 200 getesteten Webseiten hinweg liegt die durchschnittliche Seitenladezeit im Privaten Modus von Firefox Quantum bei 3,2 Sekunden, während Chromes Inkognitomodus durchschnittlich 7,7 Sekunden benötigte, um über die schnelle Gigabit-Verbindung eine Seite zu laden. Das heißt, dass Firefox Quantum im Privaten Modus durchschnittlich 2,4 Mal so schnell ist wie Chrome im Inkognitomodus. Der Vergleich der durchschnittlichen Ladezeiten in Chrome zeigt auf, dass der Inkognitomodus für sich genommen keine Vorteile für die Geschwindigkeit bringt. Tatsächlich ist es der Tracking-Schutz, der einen Unterschied macht – das lässt sich aus den Ergebnissen für Firefox Quantum ableiten.

Allerdings kann auch nicht ausgeschlossen werden, das einige Elemente einer Webseite durch den Tracking-Schutz gar nicht mehr geladen werden. Beispielsweise weist Mozilla darauf hin, das der Facebook Button eventuell nicht mehr angezeigt wird und auch andere Elemente sind unter Umständen verschwunden. Das kann im schlimmsten Fall zu Darstellungsproblemen mit der Webseite führen oder dazu, dass bestimmte Funktionen nicht mehr nutzbar sind. In solchen Fällen haben Nutzer dann nur die Wahl die Webseite erst gar nicht aufzurufen, oder aber das Tracking zuzulassen und die Seite im normalen Browser aufzurufen.

Die Ergebnisse im Überblick:

Allerdings sind diese Werte natürlich nur durchschnittliche Werte – die individuelle Ladezeit hängt sehr stark von der Seite und natürlich auch vom der genutzten Verbindung ab und kann daher auch nach oben (aber auch nach unten) abweichen. Bei Test wurde aber gerade im Bereich der Verbindung Gigabit Anschlüsse genutzt, es dürfte also gerade in Deutschland recht schwer werden, schnellere Verbindungen zu bekommen.




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