Smartphone defekt oder beschädigt – das sollte man unternehmen


Smartphone* defekt oder bschädigt – das sollte man unternehmen – Aktuell nutzen laut einer Umfrage (Anfang des Jahres) 54 Millionen der Deutschen im Alter ab 14 Jahren ein Smartphone*. Der Anteil sei im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte auf 78 Prozent gestiegen, teilte der Branchenverband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V.) mit. Somit haben sich die Zahlen seit 2012 mehr als verdoppelt. Das Smartphone* ist ein integraler Bestandteil unseres Alltagslebens. Laut Bitkom-Präsidiumsmitglied Hannes Ametsreiter, hat sich bisher keine andere Technologie so schnell verbreitet. Das Smartphone wird zwar weiterhin hauptsächlich zum telefonieren genutzt, jedoch folgen mit 90 Prozent bereits Foto- oder Videoaufnahmen. Auf den weiteren Rängen der Smartphone-Nutzung landen: das Befragen von Suchmaschinen (79 Prozent), Musik hören, Nachrichten lesen (jeweils 69 Prozent) und Nutzung sozialer Netzwerke (68 Prozent). Dementsprechend ist es ärgerlich, wenn das Smartphone defekt ist und man die entsprechende Funktion einige Zeit nicht nutzen kann.

Smartphone defekt was tun?

Ein kaputtes Smartphone kann jeden betreffen, sei es gerätebedingt oder selbst verschuldet. Der Artikel befasst sich zunächst mit den häufigsten Defekten am Smartphone. Anschließend wird auf die Unterscheidung zwischen Gewährleistung und Garantie eingegangen. Danach liegt das Augenmerk auf der Frage, ob sich eine Reparatur überhaupt lohnt. Abschließend werden noch einige Tipps und Hinweise zum Thema aufgeführt.

  1. Was sind die häufigsten Schäden?
  2. Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie
  3. Reparatur oder gleich neues Handy?
  4. Unsere Tipps bei Schäden von Handys

Was sind die häufigsten Schäden?

Insbesondere Versicherungsseiten und Verbraucherseiten listen die meisten Defekte bei Smartphones auf. Bei manchen erfolgt jedoch lediglich eine Aufzählung. Festzuhalten bleibt das ein Displaybruch zu den häufigsten Schäden zählt. Auf Platz 2 der Reparaturgründe landen meist Smartphones mit Wasserschäden. Außerdem sind Akkus anfällig für Defekte. Je nach Modelltyp gibt es darüber hinaus verschiedene Schwachstellen: Home-Buttons, Lautsprecher, Lade- oder Kopfhörerbuchse etc. Mittlerweile ist soviel Technik auf kleinen Raum verbaut, dass man als Laie die Reparaturen selten selbstständig durchführen kann. Letztlich hängt dies jedoch vom technischen Geschick, Fingerspitzengefühl und der Risikobereitschaft ab. Abhilfe bieten mitunter kleinere Repair-Cafés, aber auch dabei setzt man die Garantie und Gewährleistung aufs Spiel.

Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie

Häufig werden  beide Begriffe fälschlicherweise in einem Topf geworfen. Allerdings ist die Gewährleistung gesetzlich geregelt, wohingegen die Garantie eine freiwillige Zusatzleistung des Herstellers oder des Händlers ist.

Die Gewährleistung beträgt in der Regel zwei Jahre. Es besagt, dass die Ware – in unserem Fall das Smartphone – zum Kaufzeitpunkt einwandfrei sein muss. Innerhalb der ersten sechs Monate wird davon ausgegangen, dass der Defekt bereits vor dem Kauf bestand. In diesem Zeitraum muss der Händler nachweisen, dass das Mobilfunkgerät beim Verkauf keinen Mangel aufwies. Nach den sechs Monaten kehrt sich die Beweislast um. Dementsprechend muss dann der Verkäufer belegen, dass es den Fehler schon beim Verkaufszeitpunkt gab. Realistisch betrachtet ist es für beide Seiten schwer einen entsprechenden Beweis darzulegen. Zeigt das Handy keine offensichtlichen Spuren – wie ein Sturz oder ein Wasserschaden – so hat man als Käufer in den ersten sechs Monaten gute Erfolgsaussichten. Danach hält der Händler die besseren Karten in der Hand und man muss gegebenenfalls auf eine Kulanz oder eine mögliche Hersteller-Garantie hoffen.

Die Garantie wird vom Hersteller freiwillig gewährt. Dementsprechend legt auch dieser fest, wie lange die Laufzeit beträgt und welche Mängel im Rahmen der Garantie behoben werden. Sind die Kriterien erfüllt, so erfolgt eine Reparatur oder ein kostenloser Tausch. In beiden Fällen hat der Händler beziehungsweise Hersteller die Chance zur Nachbesserung, im Allgemeinen stehen diesem zwei Reparaturversuche zu. Falls das Smartphone anschließend immer noch defekt ist, kann man im Gewährleistungsfall das Geld zurückverlangen (Wandlung) oder man behält dennoch das Gerät und fordert einen Preisnachlass (Minderung). Alternativ besteht die Möglichkeit ein mangelfreies Ersatzgerät zu erhalten.

Reparatur oder gleich neues Handy?

Wie oben bereits ausgeführt ist für diese Entscheidung der Zeitpunkt des Defektes relevant, innerhalb der ersten sechs Monate empfiehlt es sich wenn möglich die Gewährleistung zu nutzen. Allerdings wird man auch dort zunächst einige Zeit auf das Smartphone verzichten müssen. Zunächst muss man das Gerät zum Hersteller zurücksenden und diesem eine angemessene Zeit (etwa zwei bis drei Wochen) zur Mängelbeseitigung einräumen. Auch im Falle, dass die Hersteller-Garantie noch gültig ist, sollte man den „offiziellen“ Weg gehen. Es lohnt sich aber auch, den Preis für eine Reparatur online zu prüfen. Oft findet man hier die preiswerteren Angebote.

Tritt der Defekt jedoch erst nach knapp zwei Jahre oder später auf, ist die Entscheidung schwieriger. Abhängig vom Schaden kann eine Reparatur mehrere hundert Euro kosten. Während eine defekte Kopfhörer- oder Ladebuchse ungefähr 50 bis 60 Euro kostet, kann ein reparabler Wasserschaden bis zu 400 Euro in Anspruch nehmen. Ein Displaybruch kann ebenfalls bis zu 300 Euro kosten und wird in der Regel nicht von dem Hersteller oder dem Händler übernommen, da die Garantie beziehungsweise Gewährleistung nicht greift. Am besten verlangt man vorher bei einer regionalen Werkstatt einen Kostenvoranschlag oder eine Diagnose, obgleich auch das bereits etwas Geld kostet. Anschließend kann man entscheiden, ob sich ein Reparatur lohnt. Der Kostenvoranschlag ist nur ein Richtwert, der definitive Rechnungsbetrag darf um bis zu 15 Prozent davon abweichen. Bei Kosten von mehreren hundert Euro lohnt sich wahrscheinlich vielmehr der Kauf eines neuen Smartphones.

In der eingangs erwähnten Umfrage gibt es auch Daten bezüglich dem Alter der genutzten Smartphones:

Nur zwölf Prozent haben ein Modell, das älter ist als zwei Jahre. Bei knapp einem Viertel ist das Smartphone ein bis zwei Jahre alt. 63 Prozent besitzen ein Modell, das nicht älter als ein Jahr ist.

Dementsprechend ist die Nutzungsdauer für Smartphones mehrheitlich unter zwei Jahren, so dass möglicherweise Schäden über die Garantie oder Gewährleistung abgedeckt sein können.

Zusammenfassung

Ob man diese „Wegwerfkultur“ gutheißen soll sei dahingestellt, zumal Smartphones aus selten Rohstoffen und Metallen bestehen, welche häufig in Kriegs- oder Bürgerkriegsregionen zu finden sind. Dementsprechend werden diese Konflikte indirekt durch Smartphone-Verkäufe verstärkt. Somit wäre es sinnvoller defekte Smartphones zu reparieren als gleich ein neues kaufen. Von eigenhändiger Reparatur ist dennoch abzuraten, denn die Gefahr ist groß, dass man dabei mehr Schaden anrichtet.

Repair-Cafés gibt es in jeder größeren Stadt, diese bieten die Möglichkeit das defekt Handy unter Anleitung* selbst zu reparieren oder reparieren zu lassen. Angesichts der Vielzahl günstiger („ältere“ Modelle) Smartphones ist es jedoch verständlich, anstatt einer teuren Fehlerbehebung gleich ein neues Smartphone zu kaufen. Allerdings sind die kostspieligen Reparaturen wie Displaybruch oder Wasserschaden meist direkt auf die Nutzer zurückzuführen. Dementsprechend wäre es hilfreich, wenn die Nutzer etwas sorgfältiger mit dem Smartphone umgehen würden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann für diese Fälle eine zusätzliche Handyversicherung abschließen. Das muss jeder selbst entscheiden, ob sich eine Versicherung lohnt. Auf der Homepage von CHIP wurden Handyversicherungen vergleichen, der Testsieger schlägt beispielsweise mit 2,99 Euro monatlich zu Buche.

Wer jedoch ein wenig Acht auf sein Smartphone gibt, der sollte mit den Garantie- und Gewährleistungsansprüchen auf der sicheren Seite sein. Im Schadensfall muss man gegebenenfalls sein Smartphone einige Tage in die Reparatur schicken. Bei allen Reparaturversuchen, sei es beim Händler, Hersteller oder Repair-Café ist es ratsam seine Daten zuvor per Backup zu sichern. Denn häufig wird bei der Reparatur das Smartphone auf Werkseinstellung zurückgesetzt, womit alle persönlichen Daten gelöscht werden.



Wichtig: Hilfe zu inhaltlichen Themen kann am einfachsten in unserem Hilfe-Bereich bekommen werden. Dort kann man schnell und einfach bei Problemen und Schwierigkeiten nachfragen und entweder die Redaktion oder auch fachkundige Nutzer beantworten die Frage. Dazu können dann auch andere Nutzer mit dem gleichen Problem die Lösung dazu lesen und müssen nicht mehr selbst eine Frage stellen.