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Fritzbox – das sagen die LEDs über den Zustand und Internet-Verbindung aus


Fritzbox – das sagen die LEDs über den Zustand und Internet-Verbindung aus – Wenn das Internet oder Festnetztelefon nicht mehr geht, weil der Router Probleme bereitet, ist das sehr ärgerlich. Man wird in seiner Aktivität, sei es nur im Internet surfen oder am PC Arbeiten, unterbrochen. Meist sind die Router jedoch so programmiert, dass ein Eingreifen des Besitzers möglich und auch vorgesehen ist. Man muss nur wissen, was einem die fünf LEDs mitteilen wollen, und wo sich die benötigten Analysetools in den Menüs befinden. Dieser Artikel erklärt einige Problemlösungen für die Fritzbox-Modelle von AVM. Die Standardmodelle, auf die der Text sich bezieht, sind 7390 und 7490. Einige der Tipps lassen sich jedoch auch auf andere Router-Modelle übertragen.

Power-LED

Blinkt zum Beispiel die Power-LED ist dies ganz normal, sollten sie die Fritzbox eben erst ans Stromnetz angeschlossen haben. Auch bei einem Neustart braucht der Router einige Minuten, bis die Verbindung wieder hergestellt ist. Sollte dieser Vorgang jedoch länger als 10 Minuten dauern, weißt dies auf ein Problem hin. Die Fritzbox kann keine DSL-Verbindung herstellen. Ist dies der Fall, erscheint im Ereignisprotokoll unter „System -> Ereignisse“ eine Meldung. Diese teilt dem Nutzer mit, dass DSL nicht antwortet (Keine DSL-Synchronisierung). Es gibt nun verschiedene Gründe für die fehlgeschlagene Verbindung. Meistens ist die Ursache ganz simpel und es liegt an einem lockeren Kabel. Überprüfen Sie also alle Kabel und achten sie dabei auch auf Knicke oder andere Beschädigungen. Haben sie alle Kabel nach gesteckt und eventuell defekte ausgetauscht, sollte das Problem in 90 Prozent der Fälle behoben sein.

Wenn nicht, liegt das Problem vielleicht bei Ihrem Internetanbieter. Um diese Ursache zu überprüfen recherchieren Sie im Internet oder rufen den Kundenservice an. Erscheint die beschriebene Meldung im Ereignisprotokoll häufiger, dann weißt das auf vermehrte Verbindungsabbrüche hin. Manchmal ist die Lösung hierfür, dass das Netzwerkkabel zwischen  Router und TAE-Buchse defekt ist und ausgetauscht werden sollte. Häufiger ist jedoch die Verbindung zum Provider das Problem. Die Verbindungsstrecke zwischen der Vermittlungsstelle Ihres Anbieters und Ihrem Anschluss ist dann zu lang. Sie können versuchen die Stabilität Ihres Routers zu verbessern. Dies geht meist aber mit einer Einschränkung der Geschwindigkeit einher. Um diese Einstellung zu tätigen befolgen Sie die folgenden Schritte. Gehen Sie „Internet -> DSL-Informationen -> Störsicherheit“. Unter diesem Menüpunkt finden Sie unter „Empfangsrichtung“ Regler. Setzen Sie den Regler neben „Angestrebte Störabstandsmarge“ eine Stufe nach links in Richtung „Maximale Stabilität“. Am Ende klicken Sie auf das Feld „Übernehmen“, um die neue Einstellung zu speichern. Nun sollte der Router weniger Störanfällig sein. Ob diese Lösung eine dauerhafte Lösung ist müssen Sie dann entscheiden.

Internet-, Festnetz-oder WLAN-LED

Die LEDs für Internet und Festnetz sind meistens aus. Sie leuchten dauerhaft, wenn ein Gespräch geführt wird. Blinkende LEDs weisen auf den Eingang eines Fax, E-Mail oder einer Nachricht auf der Mailbox* hin.

Die LED für das WLAN leuchtet dauerhaft, wenn das WLAN aktiv ist und funktioniert. Blinkt die LED dauerhaft, dann wurde die WLAN-Funktion deaktiviert und der Router hat diese Funktion quasi vergessen. Um dem Router wieder auf die Sprünge zu helfen, gehen Sie im Menü auf „Internet -> Zugangsdaten“. Dort können Sie Ihre Daten neu eingeben und mit „Übernehmen“ bestätigen. Die WLAN-Funktion sollte nun wieder aktiviert werden.

Info-LED

Die letzte LED ist die einzige die rot blinken kann. Ist dies der Fall, hat ein Update nicht funktioniert. Die Fehlermeldung erhalten Sie auf der Übersichtsseite der Fritzbox-Software, wenn diese noch erreichbar ist. Erstmal ziehen Sie den Stecker und stecken ihn nach einigen Sekunden wieder neu ein. Während die Fritzbox neu bootet, löschen Sie den Cache Ihres Browsers. Vielleicht können Sie nun schon wieder auf die Software der Fritzbox zugreifen. Wenn nicht müssen Sie die Software über eine andere Internetverbindung neu installieren. Rufen sie über diese Internetverbindung die Internetseite ftp://ftp.avm.de/fritz.box auf. Dort gibt es einen Ordner für Ihr Fritzbox-Modell.A us diesem laden Sie die Wiederherstellungssoftware herunter. Dann die Fritzbox über ein LAN-Kabel mit dem Computer verbinden und alle anderen Kabel ziehen. Nun starten Sie die Wiederherstellung der Software.

Außerdem kann bei dieser LED selbst eingestellt werden, wofür sie steht. Lediglich vier Ursachen für grünes blinken lassen sich nicht verändern:

  • Es findet gerade ein Systemupdate statt.

  • Die Sicherheitseinstellungen des WLAN werden auf einen USB-WLAN-Stick übertragen.

  • Ein DECT-Telefon wird mit der Box verbunden.

  • Ein Smart-Home-Gerät wird mit der Box verbunden.

Weitere Funktionen, was eine blickende Info-LED bedeuten soll, können Sie dann in der Fritzbox-Software einstellen. Gehen Sie auf „System -> Tasten und LEDs“. Unter „Frei wählbar“ sind eine ganze menge Optionen aufgelistet, die sie einstellen können. Zum Beispiel, dass eine neue Nachricht auf Ihrem Anrufbeantworter ist. Sie können aber auch bestimmen, was es bedeutet, wenn diese LED dauerhaft leuchtet. Eine Möglichkeit wäre, dass die LED eine funktionierende Internetverbindung anzeigt.

Ereignismeldungen auswerten

Das Ereignisprotokoll unter „System -> Ereignisse“ kann hilfreiche Informationen über Ihre Fritzbox preisgeben. Man muss nur wissen, was die einzelnen Meldungen bedeuten. Hier steht zum Beispiel Ihre IP-Adresse. Die heutigen IPv6-Adressen bestehen aus zwei Teilen. Dem Präfix und dem zweiten Teil, dieser gibt die Netzwerkschnittstelle Ihres Geräts an. Die Meldung „Freigabe für Port 8089 auf X.X.X.X (fritz.box) entfernt“ ist nicht so leicht zu verstehen, wie einige andere Meldungen. Der Port 8089 dient der Wartung der Software. Haben Sie die Fritzbox also von Ihrem Internetanbieter bekommen, kann er über diesen Zugang ein Update auf dem Router installieren. Diese Meldung erscheint, nachdem die Fritzbox die Internetverbindung unterbrochen hat. Dies kommt meistens nachts vor und hängt mit der täglich durchgeführten Zwangstrennung durch den Internetanbieter zusammen.

DSL-Informationen analysieren

Wenn die Internetverbindung nicht funktioniert, wie sie sollte, hilft es den zustand der DSL-Verbindung zu überprüfen. Dafür brauchen Sie unter „Internet -> DSL-Informationen -> DSL“ die beiden Werte in der Zeile „Störabstandsmarge“. Diese Marge ist ein Puffer, um Verlust an Bandbreite auszugleichen. Schwankt dieser Wert über den Tag hinweg also stark, weißt das auf Störeinflüsse hin. Überprüfen können Sie die Marge unter „Statistik“ und die Grafik „Störabstandsmarge Empfangsrichtung (dB)“. Eine stabile Verbindung sollte mindestens zwischen 7 dB und 10 dB aufweisen. Je höher desto besser. bei einer niedrigen Marge können Sie selbst aber nur wenig tun. Zum einen achten Sie darauf, dass Verbindungskabel von TAE-Dose zur Fritzbox nicht aufgerollt wird. Dies beeinträchtigt besonders bei alten Kabeln die Verbindung. Zum anderen legen sie das Kabel, am besten nicht parallel zu einer Stromleitung. Es sollte ein Abstand von 10 Zentimetern zwischen Stromleitung und Kabel sein. Ein Anruf beim Anbieter bringt meistens nicht viel. Diese drosseln eher die Geschwindigkeit, um für Stabilität zu sorgen.



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