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Anonym surfen mit dem Fiefox – so geht es


Immer wieder heißt es, dass man im Internet keine privaten Informationen über sich preisgeben soll, da die Gefahr besteht, dass andere auf die Daten zugreifen können. Doch das Nutzen privater Informationen lässt sich im Internet kaum verhindern. Schließlich sind große Faktoren der Internetnutzung das Schreiben von E-Mails, Online Banking und Online Shopping. Bei diesen Aktivitäten kommen Sie gar nicht drumherum, persönliche Daten wie Adressen und sogar Bankverbindungen anzugeben. Es gibt trotzdem einige Möglichkeiten sich vor Hackern und anderen Datensammlern zu schützen. Es ist wirklich empfehlenswert sich zu schützen, denn der Handel mit persönlichen Daten Dritter ist ein lukratives Geschäft und besonders für Werbezwecke sehr verbreitet. Wir nenne hier einige Möglichkeiten, wie Sie Ihren Firefox-Browser sicherer und anonymer machen können.

Anderer Server nutzen um die IP-Adresse zu verdecken

Zum einen haben Sie die Möglichkeit sogenannte Proxy-Server zu nutzen. Dieses Tool verschlüsselt den Datenverkehr und verdeckt Ihre IP-Adresse. Es gibt jedoch verschiedene Arten von Proxy-Servern, die mehr oder weniger gut sind. Manche Proxy-Server sind sehr transparent und verschlüsseln nur den Datenverkehr. Die IP-Adresse kommt trotzdem auf der Internetseite, die Sie besuchen, an und lässt sich relativ einfach ablesen. Die anonymen Proxy-Server verdecken Ihre eigentliche IP-Adresse. Sie surfen dann über die IP-Adresse des Proxy-Servers. manche Webseiten erkennen jedoch, wenn man mit Proxy-Server auf die Seite geht und sperren dann die Inhalte, um den Nutzer zum Abschalten des Proxys zu bewegen. Die Elite-Proxy-Server verstecken die eigentliche IP-Adresse, zeigen den Internetseiten aber auch nicht an, dass sie einen Proxy-Server nutzen. Mit dieser Variante des Proxy-Servers sind Sie im Internet am sichersten unterwegs. Ein mögliches Elite-Proxy-Tool ist „UltraSurf“. Dieser verschlüsselt die Daten in bestehenden Konversationen und verdeckt Ihre IP-Adresse. Sie müssen jedoch Vertrauen in diese Server und Tools mitbringen. Denn dadurch, dass der Server die Daten an Ihre eigentliche IP-Adresse weiterleitet, kennt er diese natürlich auch. Für dieses Toll sind sie also nicht anonym. Nutzen Sie solche Server also am besten nicht gerade für Online Banking, denn Sie können nie ganz sicher sein, wer hinter dem Surfer steht. Firefox selbst bietet auch Add-Ons an, die mit Proxy-Servern arbeiten. Diese sind zum Beispiel „Stealthy“ oder „ProxMate“. Vorteil dieser Server ist, dass man auch Webangebote außerhalb von Deutschland nutzen kann. Leider drosseln diese Add-Ons die Datengeschwindigkeit enorm.

Auch über VPN-Tools kann man seine IP-Adresse verschleiern lassen. Sie haben gegenüber den Proxy-Servern den Vorteil, dass Plug-Ins diese Verbindung nicht umgehen können. Damit sind Sie auch geschützt, wenn Sie sich über einen Hotspot einwählen. Und besonders beim Surfen über Hotspots ist Sicherheit und Anonymität wichtig, da man nie genau weiß, wem der Hotspot gehört. Ein mögliches Angebot ist hier „Hotspot Shield“. leider ist bei diesem Angebot wie bei vielen anderen auch Werbung enthalten. Für eine Version ohne Werbung fallen Kosten an.

Bei Proxy-Servern und VPN wird zwar Ihre IP-Adresse verschleiert, doch zwischen Ihnen und der besuchten Internetseite ist nur ein einziger Server. Sie sind also doch noch relativ gut zurück zu verfolgen. Etwas bessert wird das bei den Proxy-Kaskaden. Bei diesem Prinzip werden ganz viele Server zwischen geschaltet und an jedem werden die Daten neu verschlüsselt. Hier wären Optionen zum Beispiel „Tor-Browser-Paket“ oder „Torbutton“. Bei der ersten Version kann man sogar nachvollziehen über welche Server das Signal geht. leider wird hier die Surfgeschwindigkeit wieder sehr gedrosselt. Bei der zweiten Option lässt sich Tor in Firefox integrieren und ganz einfach aktivieren und deaktivieren. Eine Alternative zu Tor wäre „JonDoFox“. Doch auch diese Variante drosselt die Datengeschwindigkeit sehr.

Das Speichern von Daten verhindern

Doch nicht nur die IP-Adresse gibt Informationen über Sie preis. Auch die sogenannten Cookies können im Internet gefährlich werden. Firefox und auch andere Browser speichern Daten der von Webseiten auf Ihrem Computer. Leider geschieht dies ungefragt. Die Cookies sollen dann beim erneuten Besuchen der Internetseite den Zugriff vereinfachen und schneller machen. Leider werden diese Cookies auch missbraucht, da man über sie einen Verlauf Ihrer kompletten Internetnutzung bekommt. Besonders einfach fällt das natürlich, wenn Sie einen öffentlichen Computer nutzen. Es ist also hilfreich immer mal wieder die Cookies zu lösche, um nicht allzu viele Daten über sich zu sammeln. Gehen Sie dafür ins Firefox Menü oben rechts. Unter dem Menüpunkt „Chronik“ wählen Sie den Punkt „neuste Chronik löschen“ aus. Geben Sie den gewünschten Zeitraum an. Achten Sie darauf, dass Sie die Option „Alles“ auswählen. Sonst werden die Cookies nicht mit gelöscht. Man kann im Firefox Menü auch einstellen, dass die Chronik immer gelöscht wird, wenn Sie Firefox schließen. Dafür gehen Sie im Firefox Menü auf „Eigenschaft“, dann auf „Datenschutz“ und auf „Chronik“. Dort ändern Sie die Auswahl in „nach benutzerdefinierten Einstellungen anlegen“ und setzen einen Haken bei „Die Chronik löschen, wenn Firefox geschlossen wird“. Es gibt jedoch auch einige Add-Ons wie zum Beispiel „NoScript“, die verhindern, dass Cookies gespeichert werden.

Firefox verfügt außerdem noch über den Privatmodus. Öffnen Sie dafür das Firefox Menü und wählen Sie die Option „neues privates Fenster“ aus. oder nutzen Sie die Tastenkombination „Strg-Umschalt-P“.  Im Privatmodus speichert Firefox so wenig Daten wie möglich. Das heißt Verlaufsdaten und Cookies werden nun gar nicht erst gespeichert. Leider ist auch dieser Modus nicht komplett anonym. In Firefox installierte Add-Ons können manchmal noch Daten speichern genau so wie Windows. Dazu bleiben Spuren im Cache der Festplatte und im Arbeitsspeicher zurück, denn auf letztere greift Firefox auch im Privatmodus zu.

Außerdem übermittelt Firefox Daten an Mozilla. Auch diese Funktion kann man im Menü abschalten. gehen Sie auf „Einstellungen“ und „Datenschutz&Sicherheit“. Dort könne Sie die Datenübermittlung deaktivieren. Firefox lässt sich also mit einigen Veränderungen im Menü und eventuell einem zusätzlichen Server verhältnismäßig sicher und anonym machen.

 




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