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Verbraucherzentrale: Bundesnetzagentur soll Vodafone GigaPass verbieten


Die Bundesnetzagentur prüft derzeit einige neue Tarifoptionen von Vodafone*. Mit den sogenannten GigaPässen kann man bestimmte Apps ohne Datenverbrauch nutzen. Das entsprechende Volumen, was bei der Nutzung (beispielsweise Messaging oder Streaming) anfällt, wird nicht auf das monatliche Datenvolumen angerechnet. Die BNetzA prüft daher, ob diese Angebote rechtlich korrekt sind und die Bestimmungen im Bereich der Netzneutralität einhalten.

Für den Verbraucherzentrale Bundesverband ist dagegen die Bewertung bereits klar: die GigaPass Optionen benachteiligen kleine Unternehmen, denn sie  müssen die rechtlichen und technischen Vorgaben der Vodafone* GmbH einhalten. Auch nicht-kommerzielle Angebote und Initiativen leiden darunter. Darum sind die Angebote ein Verstoß gegen die Netzneutralität und müssen nach Ansicht des Bundesverbandes verboten werden.

Im Original heißt es:

Die Tarifoption „Vodafone* GigaPass“ der Vodafone GmbH ist aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) nicht vereinbar mit den Regeln der Netzneutralität. Der vzbv fordert die Bundesnetzagentur (BNetzA) deshalb auf, den Tarifzusatz zu verbieten.

„Die Koalitionäre sollten sich darauf verständigen, dass die BNetzA noch weitergehende Sanktionsmöglichkeiten für solche Zero Rating-Angebote erhält. Das europäische Recht bietet genug Spielraum“, so Lina Ehrig, Leiterin des Teams Digitales und Medien beim vzbv.

Auch der Chaos Computer Club hatte die Angebote von Vodafone bereits kritisiert und darin einen Verstoß gegen die Netzneutralität gesehen.

Die Pässe bei Vodafone:

  • Chat-Pass: Facebook Messenger, Telegram, Threema, Viber,  VodafoneMessage+, WhatsApp
  • Social-Pass: Facebook, Instagram, Pinterest, Twitter
  • Music-Pass: Amazon Music Unlimited/Prime Music, Deezer, I Love Radio, Napster, Soundcloud, Tidal
  • Video-Pass: Amazon Prime Video, Netflix, Sky Go, Sky Ticket, Vevo, VodafoneGigaTV

Zusätzlich zu den Inklusiv-Pässen können sich die Kunden bei Vodafone auch weitere Pässe kaufen. Diese kosten dann 5 Euro im Monat, nur der Video Pass schlägt mit 10 Euro zu Buche. Damit erhöhen sich allerdings auch die (ohnehin nicht geringen) Grundkosten der Vodafone RED Flatrates um den jeweiligen Betrag.

Bei der Telekom* hatte die Bundesnetzagentur einige deutliche Nachbesserungen beim Angebot verlangt, prinzipiell aber in dieser Technik keinen Verstoß gegen die Netzneutralität gesehen. Es bleib abzuwarten, wie die Behörde das Angebot von Vodafone einstufen wird.




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