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Nutzerzahlen im Mobilfunk: nur die Telekom gewinnt dazu


Die großen Netzbetreiber in Deutschland haben mittlerweile ihre Unternehmenszahlen für 2017 veröffentlicht und damit auch einen Überblick gegeben, wie sich die Kundenzahlen der jeweiligen Unternehmen im letzten Jahr entwickelt haben. Dabei liegt nach wie vor O2* (dank dem Zuwachs an Eplus Kunden) vor der Telekom* und Vodafone*. Der Abstand von O2* ist aber deutlich schrumpft und liegt nur noch bei wenigen tausend Kunden. Es ist also durchaus möglich, dass wir 2018 einen Wechsel beim größten Netzbetreiber in Deutschland sehen werden, wenn sich der Trend so fortsetzt.

Interessant ist dabei die Entwicklung der Kundenzahlen. Vodafone* konnte die Anzahl der Nutzer fast gleich halten und verliert 2017 nur wenige Kunden. Das Unternehmen agiert allerdings auf einem niedrigen Niveau und liegt bei den Kunden mehr als 10 Millionen unter den Werten von Telekom* und O2*. Dazu arbeitet man derzeit sehr nah an der Marke von 30 Millionen Kunden – ein schlechtes Quartal könnte hier bereits dazu führen, dass man diese Marke unterschreitet.

Anders sieht es dagegen bei der Telekom* aus. Das Unternehmen kann auf ein extrem erfolgreiches Jahr 2017 zurück blicken und hat insgesamt mehr als 1,2 Millionen neue Kunden gewinnen können. Das Unternehmen ist daher auch der einzige Netzbetreiber, der auf ein Wachstum in 2017 verweisen kann, die beiden Konkurrenten müssen sich mit stagnierenden bzw. sogar sinkenden Kundenzahlen begnügen.

Besonders deutlich ist der Rückgang bei O2 zu sehen. Das Unternehmen verliert auf Jahressicht mehr als eine Million Kunden und dies vor allem im Prepaid Bereich. Allerdings ist dies vor allem auf die Deaktivierung von Alt-Karten zurückzuführen, die ohnehin kaum noch genutzt wurden. In der Unternehmensmeldung dazu schreibt Telefonica:

Die Zahl der Prepaid-Anschlüsse reduzierte sich im vergangenen Jahr auf 21,9 Millionen. Ursächlich hierfür war zum einen die endgültige Harmonisierung und Bereinigung der Datenbanken für den Prepaid-Bereich im Zuge der Integration der Computersysteme von Telefónica Deutschland und E-Plus. Zum anderen führten die im Sommer eingeführte Identifikationspflicht sowie die Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU zu einer schwächeren Nachfrage nach Prepaid-Tarifen.

Insgesamt verliert das Unternehmen im Prepaid Bereich über 2 Millionen Simkarten in 2017 und kann im Postpaid Bereich dafür die Zahl der Verträge um mehr als 700.000 steigern. Das gleicht den Kundenverlust zwar nicht komplett aus, zumindest im Ergebnis dürfte sich Telefonica über die umsatzstärkeren Postpaid Kunden aber freuen.

Insgesamt gesehen gibt es also wieder Bewegung auf dem Mobilfunk-Markt in Deutschland und es scheint, als könne die Telekom vor allem durch das Netz punkten – trotz der vergleichsweise hohen Preise des Unternehmens. Bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklung 2018 gestalten wird.



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