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Congstar – Welches Netz wird genutzt und wie ist die Netzqualität?


Congstar* – Welches Netz wird genutzt und wie ist die Netzqualität? – Beim Anbieter Congstar* ist auf den ersten Blick nicht sofort ersichtlich, auf welches Netz eigentlich dessen Tarife zugreifen. Denn in den Tarifdetails ist lediglich die Rede vom D-Netz. Das kann sowohl für das Vodafone*-Netz stehen, als auch für das Telekom*-Netz. Mittlerweile dürfte Congstar* aber als „Telekom*-Discountmarke“ bekannt sein und so werden Kunden gerne mal als „Smartshopper“ bezeichnet, denen die Netzqualität wichtiger ist als die Aufmachung. Congstar gehört also zur Telekom* und damit greifen die Tarife auf das T-Mobile Netz D1 zu. Das lässt sich übrigens auch in den allgemeinen Geschäftsbeziehungen unter Punkt 4 nachlesen:

congstar überlässt dem Kunden im Rahmen der bestehenden technischen und betrieblichen Möglichkeiten einen Mobilfunkanschluss und teilt ihm eine Rufnummer im Mobilfunknetz der Telekom Deutschland zu.

Congstar bietet im Netz der Telekom eine breite Palette an Produkten im Mobilfunkbereich an: Neben einer Prepaid Karte* und einem Prepaid Surfstick gibt es auch Handytarife, Flatrates und mehrere DSL-Flatrates für den Festnetz-Anschluss zu Hause. Darüber hinaus gibt es auch Handys (mit und ohne Vertrag*) und Hardware für den mobilen und stationären Internet-Zugang.

Die Netzqualität bei Congstar im Netz der Telekom, besonders im Bereich LTE

Kunden bei Congstar bekommen sehr günstig Zugang zum gut ausgebauten Datennetz der Telekom. Beispielsweise ist eine Allnet Flat bei Congstar ab 25 Euro zu haben, während man bei der Telekom deutlich mehr zahlt. Aus diesem Grund, haben viele Kunden die Befürchtung, dass Congstar Karten im D1-Netz in irgendeiner Form benachteiligt werden. Und nein, man hat als Discounter-Kunde die gleichen technischen Voraussetzungen wie originale Kunden der Telekom auch. Doch gibt es tatsächlich Einschränkungen:

  • LTE ist in den neuen Tarifen von Congstar nicht mehr möglich. Man kann nur auf das UMTS und HSDPA Netz der Telekom zugreifen. Das gilt auch inoffiziell: Neue Congstar-Tarife haben keinen LTE-Zugang mehr, es sein denn man nutzt eine Allnet Flat und bucht die entsprechende Option dazu. Dann hat man Zugriff auf LTE und surft mit Geschwindigkeiten bis 50MBit/s.
  • Kein LTE bedeutet Zugriff auf das UMTS- und HSDPA-Netz der Telekom. Der maximale Speed* von Congstar liegt derzeit bei 42,2MBit/s, bei den Prepaidkarten im Grundtarif liegt der Speed* allerdings nur bei maximal 7,2MBit/s. Und auch hier wird gedrosselt.

Ist man Besitzer von älteren Tarifen, dann ist teilweise der Zugang zum LTE-Netz möglich. Ein Beispiel ist hier der Congstar 9-Cent-Tarif. Allerdings surft man hier nur bis zu einer Geschwindigkeit von 7,2Mbit/s. Doch auch in älteren Allnet Flatrates des Unternehmens bis 2014 ist inoffiziell die LTE-Nutzung noch möglich. Ebenso gilt das für die älteren Congstar Datenflatrates bis Anfang 2015. Die neuen Datentarife aber, die 2015/2016 eingeführt worden sind, haben kein LTE mehr. Ältere Tarife kann man teilweise noch bei Ebay und auf anderen Plattformen bekommen.

Und nicht nur beim LTE gibt es Einschränkungen, auch im Kleingedruckten ist für die Nutzung zu lesen:

Am Ende jeder Verbindung, mindestens jedoch einmal pro 24 Stunden, wird auf den begonnenen Datenblock aufgerundet. VoIP, BlackBerry-Nutzung und Peer-to-Peer sind nicht Gegenstand des Vertrages.

Wer meint der Ausschluss von der LTE-Nutzung im Netz der Telekom bei Congstar dürfte kein Problem sein, der täuscht: die Telekom baut zwar sehr fleißig das LTE Netz aus, im HSDPA und UMTS Bereich fallen dafür aber teilweise Leistungen weg. Kunden ohne LTE-Zugriff sind dabei zunehmend von einer schlechteren Netz-Qualität betroffen.

Wie geht es mit LTE weiter bei Congstar

Viel tun als Kunde kann man dabei nicht. Die Telekom wird wohl kaum nochmal viel Geld in alte Netztechnik stecken. So bleibt die Hoffnung, dass Congstar früher oder später LTE wieder freischaltet. Die ersten Schritte dazu sind bereits getan. Seit März 2018 bietet das Unternehmen die sogenannte Highspeed Option an. Diese kostet monatlich 5 Euro und beinhaltet LTE Geschwindigkeiten bis 50Mbit/s. Allerdings steht diese Option nur für die Allnet Flat des Unternehmens zur Verfügung. Ob es weitere Tarife mit dieser Option geben wird, ist derzeit nicht sicher.

Zudem sowohl im Mobilfunk- als auch im Datenbereich gilt: Die neuesten Handy-Modelle bieten LTE Unterstützung. Natürlich funktionieren die Geräte auch mit normalen HSDPA und UMTS Karten, dadurch geht aber ein Teil der Leistungsfähigkeit verloren.

Hier kommen Tester zum folgenden Fazit:

Ist auf dem Land kein LTE verfügbar, bleibt oft nur die schneckenlangsame Edge-Technik – UMTS ist für die Telekom offenbar ein Auslaufmodell. Das ist gerade für Prepaid-Kunden problematisch, die in der Regel LTE nicht nutzen dürfen – es sei denn, sie wechseln in einen neuen und teureren Tarif. Immerhin surfen Kunden auch via UMTS deutlich schneller als noch 2014

Doch ob Zugriff auf das LTE-Netz oder nicht allgemein gilt für das Netz der Telekom: Wer die Kupfer- und Glasfaserkabel der Telekom nutzen darf, der stellt ein gut ausgebautes Netz zur Verfügung. Die Telekom kann in den aktuellen Netztest immer wieder punkten und den ersten Platz vor allen anderen Netzbetreibern belegen. Unwichtig ist das nicht, vor allem wenn man mit einem Surfstick ins Netz möchte. In den letzten Netztests hat die Telekom im Datenbereich immer wieder den ersten Platz belegt. Das Ergebnis bezieht sich nicht nur auf den Datenbereich der Telekom, auch die Ergebnisse bei Sprache und SMS im D1-Netz sind vergleichbar.

Insgesamt werden gute Kundenerfahrungen mit dem D1-Netz der Telekom immer wieder bestätigt. Die Telekom investiert viel in den Ausbau des Netzes und das merkt man sowohl an der Netzqualität, bei der Abdeckung und auch bei den Geschwindigkeiten im mobilen Internet.

  • Die Netzabdeckung von Congstar (über das D1-Netz der Telekom) kann man auf der Netzkarte der Telekom einsehen.

Video: Congstar Homespot – LTE als Datenflatrate

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