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Ärgerlicher Trend: Neuere Handy sind weniger robust


Vor einigen Tagen haben die Versicherungsexperten von SquareTrade die aktuellen Zahlen zur Anfälligkeit des Galaxy S9* und S9+ gegenüber Schäden veröffentlicht und es lohnt sich ein Blick in die Historie der Geräte um zu sehen, dass gerade bei Beschädigungen die neueren Modelle nicht unbedingt besser geworden sind.

Aktuell erreichen die Galaxy S9* und S9+ beim Breakability Score eine Punkzahl von 71 (Galaxy S9*) und 79 Punkten (GalaxyS9+). Je höher der Wert, desto anfälliger sind die Modelle gegenüber Beschädigungen. Das iPhone X* liegt hier beispielsweise bei einem Wert von 90. Im letzten Jahr kamen Galaxy S8* und S8+ auf Werte von 76 bzw. 77 Punkten. Zumindest das Galaxy S9 liegt etwas darunter – wesentliche Verbesserungen sind aber nicht zu erkennen. Im Video seiht man auch recht gut, dass ein Fall aus 6 Fuß Höhe bereits ausreicht um wirklich gravierende Schäden am Display** zu verursachen.

Vor wenigen Jahren waren die Modelle noch stabiler

Der Vergleich mit älteren Modellen ist eber schwer, da das Unternehmen die Bewertungsmatrix geändert hat, daher kann man die Zahlen leider nicht 1:1 vergleichen. Beim Galaxy S7 gab es aber eine Note von 4 und eine Bewertungen „Medium Risk“ und das iPhone &s schaffte sogar eine 4 samt dem Urteil „Medium Risk“. Für die aktuellen Modelle wurden die Werte nach oben angepasst. Das Galaxy S9 beispielsweise wurde als „Medium-High“ eingestuft und damit beurteilen die Tester das Risiko für Schäden als höher als bei den Vorgänger-Modellen. Das iPhone X* führt derzeit die Rangliste bei den empfindlichsten Geräten sogar an – hier wird ein Schaden als sehr wahrscheinlich eingestuft, wenn die Modell herunterfallen (vor allem beim sehr hartem Untergrund).

Im Vergleich mit den Vorgängermodellen haben also die Geräte sowohl bei Apple* als auch beim Samsung* bei der Schadensanfälligkeit zugelegt. Samsung* konnte zwar mit dem Galaxy S9 den Trend etwas stoppen und mit stabilieren Materialien die Geräte etwas widerstandsfähiger machen als die Galaxy S8* aus 2017 – an die Werte der S6 und S7 Modelle auf den Vorjahren kommt aber auch das aktuellen Topmodell von Samsung* nicht heran.

Noch ein Punkt: Die Reparaturkosten sind deutlich gestiegen

So kostet ein Ersatzdisplay beim iPhone 6 je nach Anbieter etwa 50 bis 100 Euro. Mittlerweile zahlt man beim iPhone X* mehr als 500 Euro, wenn das Display* kaputt gehen sollte. Für eine Reparatur wird also etwa der halbe Geräte-Neupreis fällig – das  macht Reparaturen natürlich weniger attraktiv.

Diese Entwicklung gibt es im Übrigen so nicht nur beim den Apple* Modellen, sondern auch die neueren Galaxy S-Modelle von Samsung haben sowohl bei der Schadenshäufigkeit als auch bei den Reparaturkosten zugelegt.

An der Stelle rächt sich wohl der Trend zu immer größeren Displays und kleineren Rändern. Das ist zwar schick und bietet auch die Möglichkeit, größere Bildschirme zu verbauen ohne das die Geräte größer werden, gleichzeitig bleibt aber auch weniger Platz um stabilisierende Elemente einzubauen. Dazu bedeuten größere Displays natürlich auch immer mehr Kosten und sind die Rändern gebogen, steigen die Kosten noch einmal zusätzlich an.

Insgesamt kann man aufgrund dieses Trends vor allem dazu raten, die Geräte mit Schutzhüllen auszustatten und im besten Fall auch Schutzfolienfür die Bildschirme zu benutzen. Das bietet natürlich auch keinen absoluten Schutz gegen Beschädigungen, senkt das Risiko von Schäden an den teuren Geräten aber deutlich. Und natürlich ist zu hoffen, dass die Hersteller zukünftig wieder mehr Wert auf Widerstandsfähigkeit legen – im besten Fall ohne auf das Design zu verzichten.

Video: Wie robust sind aktuellen Smartphone?



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