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Formatierung, Geschwindigkeit und Kapazität – Welche (micro)-SD Karte passt in welches Handy?


Formatierung, Geschwindigkeit und Kapazität – Welche (micro)SD Karte passt in welches Handy? – Mittlerweile sind Smartphones schon auf einem erstaunlichen Level an Leistungen angekommen. Doch während viele Hersteller sich besonders versuchen auf dem Bereich der Kameratechnologie zu verbessern, werden andere Punkte etwas vernachlässigt. Dazu zählt auch der interne Speicherplatz der Android*-Handys, welcher selbst bei manchen High-End-Smartphones noch Luft nach oben lässt.Das iPhone 7* von Apple begann zum Beispiel bei einer Speicherausstattung von 32 GB und das LG G6 hatte lediglich eine Variante mit nur 32 GB im Angebot. Auch beim letzten Topmodell von Samsung*, Galaxy S8*, begann die Speicherausstattung bei 64 GB. Vor allem wenn man die Tatsache bedenkt, dass diese Speicherkapazität nicht mal komplett frei verfügbar ist. Einiges dieses Speicherplatzes wird schließ0lich durch vorinstallierte Systemsoftwaren belegt. Der tatsächliche Speicherplatz, den der Besitzer nutzen kann, fällt also noch kleiner aus.

Es gibt jedoch microSD-Karten die bei dieser Problematik Aushilfe schaffen sollen. Doch auch bei Speicherkarten gibt es deutliche Preisunterschiede. Doch wodurch kommen diese Unterschiede zustande? In diesem Artikel ist erklärt, in wie fern sich microSD-Karten unterscheiden und welche Produkte für welche Ansprüche geeignet sind.

Weitere Artikel zu diesem Thema haben wir hier zusammen gestellt: gelöschte Fotos auf SD Karte wieder herstellenApps auf SD-Karte verschieben – Bilder und Dateien auf die SD Karte verschieben

Allgemeines zu microSD-Karten

Bei der Speicherkarte gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man diese nutzen kann. Zum einen hat man die Möglichkeit die microSD-Karte als zusätzlichen externen Speicher zu nutzen. Auf diesen Speicherplatz kann man dann zum Beispiel Bilder, Videos und auch Apps verschieben, sodass der interne Speicher nicht überfüllt wird. Es lässt sich jedoch nicht jede App auf die externe SD-Karte verschieben, denn das hängt von der App, dem Smartphone*-Modell und der verwendeten Android*-Version ab. Nutzt man die SD-Karte als zusätzliches Laufwerk, dann hat das den Vorteil, dass man die SD-Karte auch in anderen Geräten verwenden kann. Man kann die Daten der SD-Karte also auch einfach auf den PC ziehen. Die zweite Variante ist eine Formatierung, die den internen Speicher und die SD-Karte zusammenfasst. In diesem Fall verschlüsselt Android* die Daten auf der Speicherkarte jedoch, sodass ein anderes Gerät, welches nicht mit Android läuft, die microSD-Karte nicht mehr auslesen kann.

Es gibt mittlerweile 5 große Hersteller von microSD-Karten. Das sind zum einen Intenso, Kingston, Lexar und Sandisk. Aber auch Samsung* hat sich als Hersteller von microSD-Karten behauptet.Alle 5 Hersteller bieten verschiedene Speichergrößen und Geschwindigkeiten an.

Neben Hersteller, Kapazität und Geschwindigkeit unterscheiden sich microSD-Karten auch noch in ihrer Formatierung. So haben Speicherkarten mit einer Kapazität von 32 GB oder weniger meist die Formatierung FAT32. bei größeren Speicherkarten kommt hingegen die Formatierung exFAT zum Einsatz. Karten mit dem Format exFat lassen sich jedoch auch in FAT32-Karten um formatieren. Dies ist auch notwendig, denn dieses Format benötigt man, um eine microSD-Karte in einem Android-Smartphone* zu nutzen. Leider bringt dieses Format auch eine Einschränkung mit, denn eine einzelne Datei darf maximal 4 GB an Kapazität haben.

Wer dauerhaft die Höchstleistung seiner SD-Karte nutzen möchte, muss diese immer wieder von Hand neu formatieren, wobei Daten gelöscht werden. Es gibt hier noch kein Äquivalent zum TRIM-Befehl der bei SSDs Speichern in PCs und Notebooks verwendet wird. Daten bleiben auf der microSD-Karte nämlich solange erhalten, bis sie vollständig überschrieben wurde.

Kapazität und Geschwindigkeit der Speicherkarte

Bei der Kapazität der microSD-Karten gibt es zur Zeit vier Größen, die am meisten vertreten sind. man sollte unbedingt herausfinden, mit welchen Größen das eigene Smartphone* kompatibel ist. Denn einige Smartphones haben Einschränkungen und können zum Beispiel nur Speichererweiterungen bis zu 128 GB nutzen. Zum einen gibt es hier die kleinen SDHC-Karten, welche 32 GB mit sich bringen. Weitere Kapazitätsgrößen sind 64 GB, 128 GB und 256 GB. Das beste Gigabyte-pro-Euro Verhältnis gibt es derzeit noch bei den 64 GB Speicherkarten. Die microSD-Karten mit 256 GB sind bis heute noch vergleichsweise teuer.

Ein weiterer wichtiger Punkt, in dem sich microSD-Karten unterscheiden ist die Geschwindigkeit, mit der sie Daten verarbeiten können. Das ist bei heutigen Smartphones relevant, da diese einen schnellen Speicher benötigen. Videoaufnahmen in 4K-Auflösungen zum Beispiel nehmen bis zu 60 Bilder pro Sekunde auf. Diese Datenmenge muss natürlich auch in kurzer Zeit verarbeitet werden, damit die Videos ihre Qualität erhalten. Es gibt daher verschiedene Geschwindigkeitsklassen, die von den Herstellern auch angegeben werden. Aus diesen Geschwindigkeitsklassen ist mittlerweile ein komplexes System geworden. Es gibt daher verschiedene Werte für die Klassen „Speed Class“, „Video Speed Class“, „UHS Speed Class“ und „Application Performance Class“.

Tests zeigten jedoch, dass selbst billige Speicherkarten wie die Intenso microSDXC Premium die Leistungen, die für 4K-Videoaufnahmen notwendig sind, schaffen. techstage zeigte hier in einem Test, dass selbst bei einem 15 Minuten langen Testvideo keine Ko0mplikationen entstanden. Eine Class-10-Karte reicht also sogar für solche Herausforderungen aus.

Eine hohe Geschwindigkeit der Speicherkarte ist auch notwendig, wenn man die Speicherkarte mit dem eigentlichen internen Speicher zusammen fasst. Eine langsame Speicherkarte würde hier nämlich besonders die schnellen Smartphones bremsen, sodass man nicht mehr die volle Leistung und Geschwindigkeit bekommen würde.

Welche Speicherkarte am sinnvollsten ist, hängt natürlich von der Nutzung und den Ansprüchen ab. Soll die microSD-Karte jedoch nur als Speicherplatz für einige Musikdateien dienen, dann reicht auch eine billigere Karte. Es hängt also sehr von den eigenen Wünschen und dem eigenen Handy ab. In der Regel ist es mittlerweile so, dass die meisten im Handel erhältlichen microSD-Karten mit 64 GB oder mehr schon Class-10-Modelle sind und damit eine ausreichende Geschwindigkeit auch für 4-K-Videoaufnahmen liefern. Diese Class-10-Modelle sind mittlerweile auch preislich sehr erschwinglich. Oft ist es sogar so, dass Class-4 oder Class-6 kaum noch billiger sind. Man  sollte also nicht zu langsameren Karten greifen, wenn diese nur wenige Cent billiger sind.

Wer hingegen große Datenmengen wie Apps, viele Spielfilme oder eine große Musiksammlung auf seiner microSD-Karte speichern möchte, sollte zu einer Karte mit hohen Schreibwerten greifen. Diese kosten zwar etwas mehr, sparen aber Nerven und Zeit, da Daten schnell geladen sind und man nicht ewig warten muss. Man sollte jedoch auch im Auge behalten, ob die Karte nicht vielleicht sogar zu gut ist für Smartphones. Mit manchen Geschwindigkeiten können Smartphones noch gar nicht angemessen arbeiten, sodass die Leistung der microSD-Karte gr nicht ausgenutzt wird. Ein Beispiel für eine solche sehr schnelle Karte ist die Lexar Professional 1800x microSDXC- Karte mit 64 GB.



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