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IP68, IP67 – was sagen die Schutzklassen über Handys und Smartphones aus?


IP68, IP67 – was sagen die Schutzklassen über Handys und Smartphones aus? – Der Handymarkt wird mittlerweile deutlich von teuren und hochwertigenSmartphones dominiert. Große Displays und teilweise sogar Gehäuse aus Glas, das zeichnet die heutigen Smartphones aus. Doch für einige Menschen sind diese Handys überhaupt nicht geeignet. Schließlich gehen Bauteile aus Glas bei Stürzen schnell kaputt und nur die wenigsten Smartphones sind wasserdicht. Stabilität und Robustheit sind jedoch Ansprüche die einige Menschen nach wie vor an ihr Handy haben. Schließlich arbeiten manche bei Wind und Wetter im freien oder benötigen aufgrund von Hobbys stabile Handys.

International Protection Standards

Viele Handys und Smartphones tragen heute Auszeichnungen wie „verifiziert nach IP68“. IP (international Protection) ist ein Anzeichen dafür, wie robust und wasserdicht ein Handy oder Smartphone* ist. Die erste Ziffer gibt an, wie gut das Handy gegen das Eindringen von Fremdkörpern (Staub und Dreck) gesichert ist.

  • 4: geschützt vor Eindringen von Fremdkörpern mit Durchmesser ab 1,0 mm
  • 5: geschützt vor dem Eindringen von Staub in schädigender Menge
  • 6: komplett staubdicht

Die zweite Ziffer beschreibt, wie robust Handys im Kontakt mit Wasser sind.

  • 4: Spritzwasser
  • 5: Strahlwasser
  • 6: starkes Strahlwasser
  • 7: zeitweiliges Untertauchen
  • 8: dauerhaftes Untertauchen
  • 9: Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung

Diese IP Standards beschreiben jedoch nur, wie gut Handys mit Wasser und Staub umgehen können. Wer auf Baustellen arbeitet oder Outdoor-Sport betreibt, hat jedoch meist mehr Anforderungen an sein Handy. Besonders wichtig ist meist der Wunsch nach einem robusten Handy, das auch Stürze auf harte Untergründe wie Asphalt oder Stein überlebt. Hier gibt es jedoch auch immer mehr Handys, die diesen Anforderungen entsprechen. Sogenannte „ruggedized“ Handys sind wasserdicht, staubgeschützt und stoßfest. Es gibt auch einige Smartphones, die diesen Anforderungen versuchen zu entsprechen, sodass Robustheit und die Funktionen eines Smartphones  in einem Gerät kombiniert werden. Einige Smartphones richten sich dabei sogar nach Militärstandard 810G. Diese US-amerikansiche Kennzeichnung definiert Umwelt-Testbedingungen für militärische Ausrüstung. So halten Handys mit der Kennzeichnung „MIL Spec 810G“ zum Beispiel extreme Temperaturen, Luftdrücken, Sonneneinstrahlung, und Chemikalien stand. Die folgenden drei Smartphones sind nach IP68 zertifiziert und stoßfest nach Militärstandard 810G.

Stoßfeste Smartphones

Mit dem Samsung* Galaxy XCover 4 hat sich sogar Samsung* auf das Gebiet der Outdoor-Smartphones gewagt. Optisch sieht man dem Smartphone* allerdings nicht allzu viel von seiner angeblichen Robustheit an. Es besitzt ein 5 Zoll großes Display*, ist mit 9,7 mm Tiefe etwas dicker als übliche Smartphones von Samsung* und soll eine Wassertiefe von bis zu 1,5 Meter für 30 Minuten lang aushalten können. Samsung räumt jedoch ein, dass dies nur bei klarem Wasser funktioniert. Beim Eintauchen in andere Flüssigkeiten wie Salzwasser oder Seifenlauge bleibt der Schutz nicht bestehen.

Die Firma Caterpillar ist normalerweise bekannt für Baustellenfahrzeuge wie Bagger und Walzen. Es scheint logisch, dass Fahrer eines solchen Fahrzeug auch ein stabiles Handy benötigen. Daher hat Caterpillar 2016 das Caterpillar Cat S60 vorgestellt. Das Smartphone* ist ziemlich globig und hat große Kanten. Laut Angaben des Herstellers soll es bis zu 5 Meter wasserdicht sein und Stürze aus 1,80 Metern Höhe überstehen. Dieses Smartphone verfügt sogar über eine eingebaute Wärmebildkamera. So können damit zum Beispiel schlecht isolierte oder undichte Stellen in Wänden erkannt werden.

Auch der japanische Hersteller Kyocera versucht sich mit robusten Smartphones auf dem Markt zu etablieren. Das Kyocera Torque KC-S701 soll sich auch noch gut mit Handschuhen bedienen lassen und hat eine sehr hohe Displayhelligkeit. Ein weiterer Vorteil dieses Smartphones ist die sogenannte „Smart Sonic Receiver“ Funktion. Diese ermöglicht Telefonieren auch noch mit Lärmschutz-Kopfhörern. Das funktioniert, da eine Vibrationsfunktion die Stimmen des Anrufers in Vibration umwandelt. Diese Vibrationssignale werden in das Ohr übertragen und dort wieder in akustische Signale umgewandelt.



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