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Apple Transparenz Bericht: staatliche Anfragen zu mehr als 300.000 Geräten


Apple hat den Transparenzbericht für das zweite Halbjahr 2017 veröffentlicht. Darin listet das Unternehmen auf, wie die Zusammenarbeit und die Informationsanforderungen durch staatlichen Stellen in diesem Halbjahr verlaufen ist. Insgesamt gab es dabei etwa 30.000 Anfragen staatlicher Stellen und insgesamt wurden Informationen zu 309.000 Geräten eingeholt. Allerdings wurden nicht alle Anfragen auch beantwortet und in jedem Fall Daten weiter gegeben. Apple weist im Transparenzbericht eine Quote von 79 Prozent aus – in 4 von 5 Fällen wurden Anfragen also positiv beschieden und die angeforderten Infos an die Behörden weiter gegeben.

Apple selbst schreibt im Bericht zu den Anfragen:

Examples of such requests are where law enforcement agencies are working on behalf of customers who have requested assistance locating lost or stolen devices. Additionally, Apple regularly receives multi-device requests related to fraud investigations. Device-based requests generally seek details of customers associated with devices or device connections to Apple services.

Die meisten Anfragen selbst kamen dabei aus Deutschland. Fast 12.500 Anfragen deutscher Behörden lagen dem Unternehmen im Zeitraum Juli bis Dezember 2017 vor. Das sind mehr Anfragen als aus allen anderen europäischen Ländern zusammen. Allerdings haben die Behörden mit diesen Anfragen nur Informationen zu etwa 21.600 Geräten angefordert. Die hohe Zahl der Anfragen scheint also vor allem darauf zurück zu gehen, dass pro Anfrage meistens nur ein oder zwei Geräte betroffen sind. Die Zahl der beantworteten Anfragen lag in Deutschland mit 74 Prozent unter dem Durchschnitt.

Anders sieht es da in China aus. Dort wurden zwar nur 748 Anfragen im zweiten Halbjahr 2017 gestellt, aber betroffen waren dabei insgesamt 175.000 Geräte. In China hat mal also offensichtlich sehr große Anfragen zu einer Vielzahl von Modellen gestartet. Kein anderes Land hat Informationen zu mehr Geräten eingeholt. Dazu kommt, dass fast alle Anfragen in China erfolgreich waren. Apple weist eine Quote von 94 Prozent aus, in denen die Informationen weiter gegeben wurden. Das Unternehmen scheint also in China kaum eine Chance zu haben, solche Auskunftsbegehren abzuwehren.



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