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Neffos N1 im Test – was kann das 250 Euro Handy?


Neffos ist als Marke auf dem deutschen Markt noch eher unbekannt, aber hinter den Smartphones* steht TP Link. Das Unternehmen produziert unter anderen viele Router für den Internet-Anschluss und dürfte daher den meisten Kunden mehr sagen als die Marke Neffos an sich. Allerdings möchte der Anbieter auch im Bereich der Handys und Smartphones* Fuß fassen und hat daher eigene Modelle auf den Markt gebracht. Wir haben das aktuelle Neffos N1 (unverbindliche Preisempfehlung bei etwa 250 Euro) getestet und geprüft, was das Handy kann.

Das Design beim Neffos N1

Neffos setzt beim N1 auf ein eher klassisches Design. Es gibt abgerundete Kanten und ein Metallgehäuse, dass sich gut anfasst und auch gut in der Hand liegt. Allerdings wirkt das Gerät nicht mehr ganz frisch. Das Neffos N1 ist zwar gut verarbeitet und weist keine größeren Mängel auf, im Vergleich zu den aktuellen Modellen mit wenig Rand fallen aber doch die sehr großen Ränder oben und unten auf. Wo andere Hersteller nur noch auf eine kleine Aussparung (Notch) setzen, hat das Neffos einen breiten oberen Rand, der neben der Technik sogar noch Platz für den Logo Schriftzug bietet. Das wirkt leider nicht mehr Up-To-Date.

Die Rückseite sieht dagegen interessanter aus. Der Streifen mit der Kamera hebt sich gut ab und es gibt (durchaus eine Ausnahme in dem Bereich) keine hervorstehenden Kamera-Objektive. Die Rückseite ist also glatt und eben. Wer keine Kamera-Buckel mag, findet hier eine interessante Alternative.

Im Test wurden die Geräte aber trotz der großen Ränder immer recht positiv bewertet. Dritte, die das Gerät noch nicht kannten, waren in der Regel überrascht, dass der Preis nur bei 250 Euro lag, durch das Aussehen und die Haptik wurden die Neffos N1 meistens teurer eingeschätzt. Das zeigt, dass die Verarbeitung durchaus stimmt und man mit dem Metallbody viel richtig gemacht hat. Eine eigene Formsprache gibt es aber nicht – am Design kann man also eher schlecht erkennen, dass es sich speziell um ein Neffos handelt.

Das Display* selbst ist 5,5 Zoll und löst mit 1920 × 1080 Pixel auf. Damit haben die Geräte eine Pixeldichte von 402ppi und das ist durchaus okay, vor allem, wenn man den Preis beachtet.

Interessant: TP-Link setzt beim Neffos N1 auch auf einen Hardware-Schalter am linken Rand, mit dem sich die Modelle stumm schalten lassen. Das kennt man auch vom OnePlus und Nutzer dieser Modelle dürften sich beim Neffos daher gleich heimisch fühlen.

Als  Anschluss gibt es eine USB C Buchse. Damit setzt TP Link bereits auf die moderne Form des Anschlusses. Das ist durchaus erwähnenswert, denn in vielen anderen Modellen in diesem Preisbereich gibt es lediglich einen alten microUSB Anschluss.

Die Leistung beim Neffos N1

Für die Leistung sorgt bei den Geräten ein Helio-P25-Chip von Mediatek. Das ist zwar kein Topmodell, aber ein durchaus schneller Prozessor, der ausreichend Leistung bietet. Im Leistungstest bei Geekbench (Geekbench 4) erreicht das Neffos N1 knapp 1000 Punkte im Single Core Test und etwa 4.000 Punkte im Multi Core Test. Die Geräte liegen damit im Bereich des Samsung Galaxy S6*. Die aktuellen Topmodelle sind natürlich deutlich schneller, aber für den Preisbereich ist die Leistung durchaus okay.

Die Kamera im Neffos N1

TP-Link setzt bei der Kamera auf der Rückseite auf ein Dual Lens System mit zwei Objektiven. Dabei kommen zwei 12 Megapixel Objektive zum Einsatz und das Unternehmen verspricht zur Qualität der Aufnahmen einiges:

Das Neffos N1 ist mit einer atemberaubenden 12MP + 12MP Dual-Kamera ausgestattet, die einen professionellen Bokeh-Effekt erzielt, den bisher nur große DSLR-Kameras erreichen konnten. Durch das Hervorheben des Motivs und das Verschwimmen lassen des Hintergrunds, entstehen in Sekundenschnelle professionelle Porträts in Studioqualität.

Der Bokeh Effekt ist tatsächlich sehr stabil und erfasst recht gut, was Vordergrund und was Hintergrund ist, an die Technik von Apple und Huawei* kommt man aber dennoch nicht heran. Es gibt immer mal Bereiche, die nicht korrekt erfasst werden und dann hat man entweder auch im Vordergrund Teile, bei denen es Unschärfe gibt oder der Hintergrund ist in Teilen auch noch scharf. Selbst mit Probieren und mehrmaligen Aufnahmen kann man das leider nicht in jedem Fall beheben.

Insgesamt ist die Hauptkamera aber in dem Preisbereich durchaus gut aufgestellt und liefert solide Aufnahmen. Auch bei schlechtem Licht gibt es noch recht gute Bilder.

Kritik und ein Fazit zum Neffos N1

Etwas ärgerlich sind die Rückgriffe auf die Technik aus dem letzten Jahr. So kommt als Betriebssystem Android* 7.1.1 zum Einsatz. Ein Update auf die neuste Android* 8 Version steht (noch) nicht zur Verfügung. Auch die Sicherheitsupdates sind von Anfang 2018 und damit nicht mehr unbedingt auf den neusten Stand. Mittlerweile sind die Kunden in dem Bereich anspruchsvoller geworden, denn sie haben gemerkt, das regelmäßige Updates der Geräte durchaus ein wichtiger Punkt sind. Daher sollte das Unternehmen an der Stelle vielleicht nochmal nachbessern und ein Update zumindest auf Android* 8 nachschieben.

Auch beim Bildschirm merkt man dies etwas, denn das Gerät bietet zwar ein 5,5 Zoll Display* aber ohne 18:9 Format, wie man es bei den meisten anderen Modellen her kennt.

Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, findet mit dem Neffos N1 ein sehr günstiges Gerät in der Mittelklasse, dass durchaus auch mit einigen teureren Geräten mithalten kann. Etwas mehr Individualität und das eine oder andere zusätzliche Feature könnten aber auf jeden Fall nicht schaden um die Smartphones* von den Modellen der Konkurrenz abzugrenzen.

Video: Neffos N1 im Video-Test

 

 

 



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