Samsung und Telefonica testen 5G Teilnehmeranschlüsse in Hamburg

Noch gibt es keine offiziellen 5G Frequenzen in Deutschland und die Bundesnetzagentur hat auch gerade erst die entsprechenden Vergabebedigungen veröffentlicht, aber die Unternehmen arbeiten natürlich daran, 5G so schnell wie möglich umzusetzen, und daher gibt es Tests der neuen Technik sowohl im Labor als auch in der Praxis.

Samsung und Telefonica (o2) arbeiten nun zusammen um in Deutschland sogenannte 5G Fixed Wireless Access (FWA) Anschlüsse zu testen. Das sind kabellose Internet-Anschlüsse die auf 5G Technik basieren sollen und damit deutlich schnellere und bessere Verbindungen ermöglichen als normale Homespots oder DSL/VDSL-Anschlüsse. Konkret sollen 20 Haushalte in Hamburg mit dieser neuen Technik ausgestattet werden und man möchte prüfen, wie sich die neue Technik im praktischen Einsatz schlägt und welche Probleme und Schwierigkeiten es eventuell noch gibt. Konkret schreibt das Unternehmen zur neuen Technik um dem Test:

Specifically, Samsung will support the set-up of the trial with a complete end-to-end millimeter wave (26 GHz) solution. The combination of newly developed hardware technology with special software enables fast transfer rates of several Gigabits per second across the so-called “last mile.” Essentially, the technology consists of the following components: A virtual core and a 5G radio access unit on the part of Telefónica, and 5G outdoor-unit and indoor routers for the customers. With this trial, Telefónica and Samsung are road-testing an attractive alternative to current technologies in Germany. The aim of the trial is to show that households and businesses can be supplied with high-quality Gigabit connections for an optimal customer experience without the need for laying of fiber-optic cables.

Interessant ist dabei, dass Samsung selbst keine konkreten Angaben dazu macht, welche Geschwindigkeiten man erwartet. Stattdessen schreibt das Unternehmen von „fast transfer rates of several Gigabits per second„. Möglicherweise ist man sich also selbst noch nicht sicher, wie schnell diese 5G Anschlüsse sein werden ohne das es größere Fehlerraten gibt. Der Test wird also wohl auch Auskunft darüber geben, wie schnell die neue Technik wirklich ist und welche Datenraten mit 5G (zumindest im stationären Bereich) zu erwarten sind.

Im mobilen Bereich scheitert diese Technik zumindest derzeit daran, dass es noch keine Geräte gibt, die 5G Verbindungen unterstützen. Motorola hat zwar eine entsprechende Erweiterung für die eigenen Handys veröffentlicht, aber von Haus aus gibt es bisher noch kein Gerät, dass 5G unterstützen würde. Das soll sich aber 2019 ändern, die ersten Hersteller (beispielsweise Huawei und OnePlus) haben bereits offiziell angekündigt, dass man im nächsten Jahr Handys und Smartphones mit 5G auf den Markt bringen wird und man kann davon ausgehen, dass auch die anderen Hersteller daran arbeiten.

Insgesamt arbeitet Mobilfunk mit 5G nicht nur schneller und energiesparender, sondern kann auch mehr Geräte gleichzeitig versorgen und die Latenz ist geringer – es dauert also nicht mehr so lange, bis die Netze reagieren. Damit ist 5G besonders gut geeignet um im Internet der Dinge viele Endgeräte gleichzeitig mit mobilem Internet zu versorgen und daher wird der Netzausbau derzeit so stark forciert um die technische Entwicklung in diesem Bereich nicht zu verpassen. Konkret soll es bis 2022 eine Ausbau bei den Autobahnen und Bundestraßen geben sowie pro Netzbetreiber mindestens 1000 weitere Funkmasten mit 5G Verbindungen.

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