Apple iPhone – Verkaufszahlen sollen nicht mehr veröffentlicht werden

Die aktuellen Unternehmenszahlen von Apple* brachten wieder neue Umsatzrekorde, aber auch eher eine Stagnation bei den Verkaufszahlen. So gab es 10 Millirden Dollar mehr Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal, aber die Verkäufe lagen beim iPhone in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die guten Zahlen beim Umsatz gehen also nicht darauf zurück, dass Apple* mehr Geräte verkaufen konnte, sondern dass die Preise für die Apple* Produkte massiv erhöht wurden. Konkret konnte Apple den Umsatz mit dem iPhone trotz etwa gleiche Verkaufszahlen um mehr als 9 Milliarden US Dollar steigern. Hier wirken sich die deutlich teureren iPhone X* Modelle aus und in diesem Jahr ist zu erwarten, dass Apple mit iPhone XS und XS max den Umsatz pro Gerät nochmal steigert. Es sieht also so aus als hätte Apple mehr oder wenige aufgegeben, immer mehr neue Kunden erschließen zu wollen. Stattdessen optimiert man den Umsatz pro Kunde und bietet immer teurer Geräte an. Bisher scheinen die Kunden diese Strategie auch noch ohne Probleme mitzumachen, denn trotz der höheren Preise sind die Verkäufe stabil geblieben und nicht zurück gegangen.

Apple reagiert nun auf die eher verhaltenen Verkaufszahlen und will zukünftig die konkreten Zahlen zu den Verkäufen der Modelle nicht mehr kommunizieren. Stattdessen sollen wohl nur die Umsätze veröffentlicht werden.

Die Handelszeitung schreibt dazu:

Apple hat die Börse mit seiner Umsatzprognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft enttäuscht – und wird künftig keine Absatzzahlen mehr zu seinen Geräten veröffentlichen. Die Zahl binnen drei Monaten verkaufter iPhones, iPads und Mac-Computer sei kein guter Gradmesser für den Erfolg des Apple-Geschäfts, begründete Finanzchef Luca Maestri den Schritt. Konzernchef Tim Cook griff zu einem Alltagsbeispiel: An der Laden-Kasse werde man auch nicht gefragt, wie viele Artikel im Einkaufswagen liegen.

Dieses Transparenz-Embargo betrifft dabei nicht nur die iPhone Modelle. Auch beim Mac und dem iPad wurden bisher die konkreten Verkaufszahlen veröffentlicht. Auch dies wird wohl zukünftig wegfallen. Diese Änderungen sollen dabei bereits für das laufende Quartal gelten. Damit könnten die aktuellen Zahlen die letzten offiziellen Verkaufszahlen sein, die Apple zu den eigenen Modellen veröffentlicht. Ab dem Weihnachtsquartal 2018 gibt es dann nur noch die Umsätze.

Prinzipiell ist der Schritt des Unternehmens nachvollziehbar. Der Smartphone*-Markt stagniert beispielsweise weltweit und die Zuwächse bei den Gesamt-Verkäufen über alle Hersteller sind marginal, teilweise ist der Gesamtmarkt sogar rückläufig. Davon ist natürlich auch Apple betroffen und kann daher aufgrund des Gesamtmarktes gar keine hohen Wachstumszahlen beispielsweise bei den iPhone Verkäufen erreichen. Daher ist es durchaus sinnvoll, sich auf bestehende Kunden zu konzentrieren und mit diesen mehr Geld zu verdienen. Allerdings ist dies natürlich auch ein Rückschritt in Sachen Transparenz. Apple war bisher einer der Hersteller, der in solchen Sachen deutlich offener gearbeitet hat als die Konkurrenz. Das Unternehmen ist damit auch bisher sehr gut gefahren, man kann nicht sagen, dass die Zahlen oder deren Veröffentlichung Apple geschadet hätte. Daher ist es sehr bedauerlich, dass Apple diese Form der Transparenz zurück fährt und auf die Linie der anderen Hersteller einschwenkt. Zukünftig muss man sich als noch mehr auf die Zahlen von Analysten und den Produktionsstätten verlassen, wenn es darum geht, den Erfolg der iPhone Modelle einzuschätzen.

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