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CHIP Netztest: Telekom vorn, O2 macht Punkte gut

von Bastian Ebert

Die Fachzeitschrift CHIP hat auch in diesem Jahr wieder die Qualität und die Geschwindigkeiten der deutschen Handy- und Mobilfunk-Netze unter die Lupe genommen. Die Tester des Magazins haben mit ihrem Messpartner NET CHECK rund 14.300 Kilometer per Auto, Zug und zu Fuß zurückgelegt. Rund 390.000 Messungen mit Millionen von Daten wurden analysiert, um die Qualität der drei großen Mobilfunknetze zu untersuchen.

Die ersten Platz hat dabei wieder die Telekom* erreicht und im Vergleich zum Vorjahr konnte sich das Unternehmen sogar verbessern. Die Gesamtnote liegt nun bei 1,36 und das ist ein SEHR GUT – auch im LTE Bereich konnte das Unternehmen diese Testnote erreichen.

„Zum neunten Mal in Folge hat sich unser Netz im CHIP Netztest durchgesetzt. Das tolle Ergebnis – beim Telefonieren wie beim Surfen, in den Städten wie auf dem Land – bestätigt unsere harte Arbeit für unsere Kunden“, sagt Walter Goldenits, Technikchef der Telekom* Deutschland.

Die größte Verbesserung bei der Netzqualität gab es allerdings bei O2*. Das Unternehmen kann mit dem eigenen Netz zwar nach wie vor nur den letzten Platz erreichen, die Qualität das O2* Netzes (das mittlerweile in Teilen auch das Eplus Netz mit enthält) hat sich aber im Vergleich zum Vorjahr doch deutlich verbessert. Erstmals seit der Vereinigung mit E-Plus im Jahr 2013 stieg die Leistung des Anbieters um deutliche 17,5 Prozent (Gesamtnote 2,2). Besonders auffällig ist die Verbesserung in den Städten, wo O2* teilweise sehr gute Werte erreicht.

Die Redaktion schreibt dazu selbst:

 … auch 2018 hat CHIP mit seinem Partner NET CHECK wieder die Qualität der deutschen Netzbetreiber unter die Lupe genommen. Für Überraschungen sorgte O2 Telefónica: Erstmals seit der Vereinigung mit E-Plus im Jahr 2013 stieg die Leistung des Anbieters um deutliche 17,5 Prozent (Gesamtnote 2,2).

Besonders auffällig ist die Verbesserung in den Städten, wo O2 teilweise sehr gute Werte erreicht. In Zukunft könnten die Marktbegleiter vor allem bei der Preisgestaltung unter Druck geraten, da Tarifangebote im O2-Netz in der Regel deutlich billiger sind als bei der Konkurrenz. …

Allerdings geht das gute Ergebnis von O2 vor allem auf die verbesserte Netzabdeckung und die gestiegene Qualität des Handy-Netzes in den Großstädten zurück. Auf Landstraßen und Autobahnen scheiterten rund 8,4 Prozent der Dateitransfers. Nur in neun von zehn Fällen gelang der Upload eines Fotos zu Facebook. Vodafone* und Telekom* dagegen erzielen mit ca. 99% nur marginal schlechtere Ergebnisse als bei den Messungen in den Städten. In puncto Netzqualität in Zügen können sich alle Anbieter noch verbessern.

Für die Kunden bleibt die Nutzung von O2 damit wohl auch weiterhin ein zweischneidiges Schwert, denn wer die Stadtgrenzen der Ballungsräume verlässt, muss damit rechnen, dass sowohl die Qualität der Verbindungen als auch die erreichbaren Geschwindigkeiten deutlich nachlassen.

Interessant wird aber zu sehen, wie sich die drei großen Netzbetreiber in Sachen 5G aufstellen. Die neuen Frequenzen für den schnellen 5G Standard sollen Anfang 2019 in die Auktion gehen. Dann können sowohl die Telekom als auch Vodafone* und O2 entsprechende Bänder ersteigern und ihr eigenes 5G Netz in diesem Bereich aufbauen. Das wird mit darüber entscheiden, wie gut das Netz der Zukunft aufgestellt sein wird, der 5G soll den 5G Standard nicht nur erweitern, sondern früher oder später ganz ersetzen.

 

 

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