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Neuer Snapdragon 8150 Prozessor soll deutlich mehr AI Power bieten


Der neuen Snapdragon 8150 Prozessor wird aller Wahrscheinlichkeit nach der Nachfolger der bekannten Snapdragon 845 und soll im nächsten Jahr die Power für die meisten Premium-Smartphones* im Android*-Bereich liefern. Daher werden die Details zum neuen Prozessor bereits mit Spannung erwartet.

Qualcomm selbst hat noch keine Details zum Snapdragon 8150 (SDM 8150)  veröffentlicht, aber es gibt bereits die ersten Leistungstests und nun hat Leaker IceUniverse einen weiteren Leistungstest veröffentlicht, der neben der bekannten Performance auch die AI Kerne testet. Der neue Chipsatz soll dabei zum ersten Mal einen eigenen Kern für künstliche Intelligenz bekommen (NPU) und damit diese Funktionen deutlich schneller ausführen können. Wie das gehen kann hatte beispielsweise Huawei* bereits vorgemacht und das Unternehmen setzt im Kirin 980 Prozessor gleich auf zwei solche NPU Kerne.

Unklar ist noch, wie sich die Architektur des 8150 genau zusammen setzen wird. Es soll natürlich wieder 8 Kerne geben, aber welche Kerne genau hier zum Einsatz kommen, ist bisher noch offen. Die Anbieter haben an der Stelle immer das Problem hohe Leistungen und geringen Stromverbrauch sinnvoll kombinieren zu müssen und das ist in der Regel nur mit mehreren unterschiedlichen Kernen möglich.

Der neue Snapdragon 8150 Prozessor setzt wohl nur auf eine NPU, aber im Test zeigt sich, dass der Chipsatz dennoch beim AI Score auf etwa die doppelten Werte des Huawei* Mate 20 (mit Kirin 980 Prozessor) kommt. Man scheint also bei der Ansteuerung der AI-Prozesse einiges richtig gemacht zu haben.

Die anderen Leistungsdaten sehen auch recht gut aus, wobei man natürlich noch warten muss, bis es eine passende Hardware zu den Chips gibt, denn das Zusammenspiel von Hardware, Software und Prozessor macht viel bei der tatsächlichen Leistung aus. Das erste Gerät mit diesem Prozessor dürft dabei das Samsung* Galaxy S10 sein, das für Anfang 2019 erwartet wird und dann wird sich zeigen, wie gut der neue Prozessor in der Praxis wirklich ist. Bisher gibt es erste Werte, die etwa 20 Prozent über der Leistung des Vorgängers liegen. Sollte sich das bestätigen, wäre das durchaus okay, wenn auch keine Revolution im Bereich der Chipsätze.

Das kann die Konkurrenz: Die Neuerungen des Kirin 980

  • Durch die Fertigung im 7-Nanometer Verfahren wird der Prozessor deutlich leistungsfähiger und verbraucht auch weniger Strom. Huawei* spricht davon, dass der 980 im Vergleich zur Version aus dem Vorjahr etwa 75 Prozent mehr Leistung bei der CPU  bringen soll und dabei aber auch gleichzeitig 60 Prozent effizienter arbeitet. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Werte dann tatsächlich in den Leistungstest nieder schlagen werden.
  • Der Prozessor hat nun drei Cluster die jeweils für verschiedene Aufgaben zur Verfügung stehen. Für den normalen Einsatz gibt es 4 Low-End-Kerne mit 1,8 GHz die sehr energiesparend die normalen Aufgaben erledigen können. Dazu kommen zwei neue High-End-Kerne mit ihren maximal 1,92 GHz für Aufgaben, die etwas mehr Power erfordern und für die Spitzenleistung sind zwei weitere High-End kerne mit bis zu 2,6Ghz Leistung zuständig. Insgesamt kommt der Kirin 980 damit auch auf 8 Kerne, aber diese sind anders aufgeteilt als im Vorgänger.
  • Im Bereich der mobilen Datenübertragung unterstützt der Prozessor LTE CAT 21 und kann damit Daten mit bis zu 1,4Gbit/s (1400Mbit/s) schnell übertragen. Damit ist der Chipsatz auch der schnellste Prozessor auf dem Markt in diesem Bereich.
  • Die Zahl der NPUs hat sich im Kirin 980 Prozessor weiter erhöht und der Chipsatz stellt nun für die Verarbeitung von Aufgaben mit Künstlicher Intelligenz zwei Kerne zur Verfügung. Damit soll sich die Geschwindigkeit* der Bilderkennung verdoppeln und die AI-Aufgaben werden damit noch schneller durchgeführt. Leider gibt es noch keine Hinweise ob mit diesen zwei NPU auch neue Funktionen unterstützt werden.


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