Home HerstellerGoogle Unbekannte Google-Smartphone mit Arbeitsnamen Coral und Snapdragon 855 Prozessor aufgetaucht

Unbekannte Google-Smartphone mit Arbeitsnamen Coral und Snapdragon 855 Prozessor aufgetaucht

von Bastian Ebert

In den Leistungstest von Geekbench ist ein unbekannte Google-Smartphone* aufgetaucht, dass einige interessante Details beinhaltet und unter dem Namen Coral gelistet ist. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass dies nur ein Arbeitsname ist. Aktuell wird vor allem das Google Pixel 3 lite erwartet, aber das neue Gerät scheint damit wenig zu tun zu haben, denn bei der Technik wird sowohl Android* Q als Betriebssystem aufgeführt als auch der neue Snapdragon 855 Prozessor, der eigentlich erst für die Geräte im laufenden Jahr zur Verfügung stehen sollte. Ein Pixel 3 Lite mit dieser Ausstattung hätte bessere Technik als die normalen Modelle und ist daher eher unwahrscheinlich.

Es sieht daher eher so aus, als würde man in diesem Test einen ersten Protoytpen der kommende Google Pixel 4 Modelle sehen. Diese werden wieder gegen Ende des Jahres erwartet und wahrscheinlich testet das Unternehmen derzeit die ersten Setups und Ideen für die neuen Modelle.

Bei mysmartprice schreibt man dazu:

We expect the Google “Coral” to be introduced alongside the other 2019 Pixel devices sometime in October this year. Apart from the successors to Pixel 3 and Pixel 3 XL smartphones, Google is expected to release two mid-range Pixel handsets this year. The two smartphones are expected to be launched as the Pixel 3 Lite and Pixel 3 XL Lite in spring this year. The Pixel 3 Lite could be powered by an octa-core Qualcomm Snapdragon 670 chipset, while the bigger Pixel 3 XL Lite will be powered by a more powerful Snapdragon 710 SoC instead.

Die Leistungsdaten des neuen Gerätes sind aber eher durchschnittlich und liegen in dem Bereich, den man für Geräte mit dem Sanpdragon 855 Prozessor erwarten kann. Allerdings hat Google natürlich auch nich mehrere Monate Zeit um in diesem Bereich zu optimieren – durchaus denkbar also, dass die marktreifen Geräte an dieser Stelle andere Werte erreichen werden.

Die neuen Möglichkeiten des Snapdragon 855

  • Für den neuen Snapdragon Top-Prozessor setzt das Unternehmen auf die Fertigungstechnik im 7nm Verfahren. Damit können auf der gleichen Fläche noch mehr Schaltkreise untergebracht werden und der Prozessor wird eine deutlich höhere Leistung haben. Der aktuellen Snapdragon 845 Prozessor, den man in den derzeitigen Smartphone*-Topmodellen auf dem Markt findet, war noch im 10nm Verfahren hergestellt.
  • Der Prozessor arbeitet wieder mit 8 Kernen, aber die Aufteilung wurde im neuen Modell verändert. Der Snapdragon 855 arbeitet nun mit einem Prime Core, der mit 2,84 GHz ist und 512 KByte L2 Cache hat. Dazu kommen 3 Kerne im Gold-Cluster, die 2,42 GHz schaffen und 4 Kerne im sogenannten Silver-Cluster, die 1,8Ghz schnell sind und vor allem dann aktiv sind, wenn es eher auf stromsparenden Einsatz ankommt und weniger auf die Leistung. Der Prime Core spricht dafür, dass es in den Benchmarks neue Bestwerte geben könnte, bleibt abzuwarten, wie groß der Leistungssprung sein wird.
  • Im KI Bereich arbeiten die GPU Adreno 640 und der neue Signalprozessor Hexagon 690 zusammen mit der CPU. Einen extra Bereich für die KI gibt es daher nicht – hier unterscheidet sich der Snapdragon 855 Prozessor doch deutlich vom den Ansätzen der Konkurrenz in diesem Bereich.
  • Im Chipsatz wird das neue Qualcomm Snapdragon X24 Modem verbaut sein, so dass Geräte mit dem neuen Snapdragon-Topmodell auch in der Lage sein werden, 5G Verbindungen herzustellen. Noch gibt es keine wirklich nutzbaren 5G Netze und wahrscheinlich wird das auch 2019 noch nicht viel anders sein, aber die Smartphones* sollen ja über mehrere Jahre genutzt werden und daher ist dieser Schritt durchaus sinnvoll. Leider schreibt das Unternehmen noch nicht dazu, welche maximalen Geschwindigkeiten zu erwarten sind. Dazu hat sich nun gezeigt, dass der Prozessor zwar „5G ready“ ist, für 5G Verbindungen aber noch zusätzliche Hardware benötigt. Der Prozessor alleine unterstützt also noch keine 5G Verbindungen.
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