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Breitbandreport 2018 – Festnetz-Anschlüsse oft immer noch langsamer als versprochen


Nach wie vor surfen viele deutsche Verbraucher zu langsam im Internet, weil ihr Netzbetreiber nicht die versprochene Bandbreite liefert. Das zeigt der aktuelle Breitbandreport 2018 der Bundesnetzagentur. Dieser wurde jetzt veröffentlicht und die Zahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verbessert.

Nach den Ergebnissen der Breitbandmessung aus dem letzten Jahr bekommen nur etwa 12,8 Prozent der Anschlüsse tatsächlich die voll vertragliche Leistung. Nur jeder etwa jeder 8. Internet-Anschluss im Festnetz-Bereich in Deutschland bekommt wirklich den vollen Speed*. Etwa 30 Prozent der Anschlüsse liegen sogar deutlich darunter und bieten weniger als die Hälfte der vertraglich zugesicherten Leistung.

Die Bundesnetzagentur schreibt zu den Ergebnissen selbst:

Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erhielten im Download 71,3 Prozent der Nutzer mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate; bei 12,8 Prozent der Nutzer wurde diese voll erreicht oder überschritten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind die Werte annähernd gleich geblieben (2016/2017: 71,6 Prozent der Nutzer erhielten mindestens die Hälfte, 12 Prozent mindestens die volle vereinbarte maximale Datenübertragungsrate).

Je nach Bandbreiteklasse erreichten 4,1 bis 24,8 Prozent der Endkunden 100 Prozent und mehr der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate. Der niedrigste Wert wurde weiterhin in der überwiegend von ADSL-Anschlüssen geprägten Bandbreiteklasse von 8 bis kleiner 18 Mbit/s erzielt. Auch zwischen den Anbietern gab es mit Blick auf das Erreichen der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate Unterschiede. Im Tagesverlauf fiel erneut insbesondere in der Bandbreiteklasse 200 bis kleiner 500 Mbit/s die Leistung in der abendlichen Peak-Zeit stark ab.

Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Werte in etwa auf dem gleichen Niveau, eine Entwicklung in diesem Bereich lässt sich also nicht ablesen. Stattdessen scheint die Breitbandversorgung weitgehend zu stagnieren – zumindest was den Festnetzbereich betrifft.

Viele Kunden setzen daher immer mehr auf mobile Lösungen, wie die neuen Homespots von Telekom oder Vodafone, mit denen man kein Kabel mehr braucht, sondern direkt über das Handy-Netz des jeweiligen Anbieters die Verbindung zum mobilen Internet herstellen kann. Dazu soll Deutschland 5G Leitmarkt werden – auch das könnte zukünftig eine Alternative sein, wenn der Ausbau tatsächlich schnell durchgeführt werden kann.



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