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Kaspersky Anti-Virus mit Sicherheitslücke – Update dringend empfohlen

von Bastian Ebert

Die Kaspersky Anti-Virus Software soll PCs und Handys in der Regel vor Schadcode schützen und dafür sorgen, dass eventuelle Malware frühzeitig erkannt und nicht ausgeführt wird. Bei Kaspersky Produkten, die mit einer älteren Virendatenbank arbeiten (vor dem 4. April 2019) hat aber das Anti-Virus-System selbst eine Schwachstelle, die es eventuellen Angreifern erlaubt, Schadecode auf den Systemen auszuführen. Daher sollten Nutzer dieser Software auf jeden Fall die neuste Version einspielen und auch die Antivirus-Datenbank auf den aktuellen Stand bringen – auf jeden Fall auf einen Stand nach dem 4-. April 2019. Es ist bisher nicht bekannt, dass diese Lücke aktiv ausgenutzt wurde, daher sollte es bisher noch keine Probleme mit dieser Schwachstelle geben. Dennoch ist es ratsam, die Systeme auf den aktuellen Stand zu bringen, denn dieses Problem ist jetzt öffentlich und kann damit auch von Dritten ausgenutzt werden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik schreibt dazu:

In Kaspersky Anti-Virus besteht eine Schwachstelle im Zusammenhang mit der Antiviren-Datenbank, wenn diese vor dem 4. April 2019 erstellt wurde. Ein Angreifer kann diese Schwachstelle ausnutzen, um die Kontrolle über einen Rechner zu übernehmen. Er muss dazu eine bösartige Datei auf den Rechner des Opfers bringen, was z. B. durch das Zusenden einer E-Mail oder das Platzieren auf einer Webseite gelingt. Je nach Konfiguration muss die manipulierte E-Mail dazu nicht vom Benutzer geöffnet werden. […] Das BürgerCERT empfiehlt die zeitnahe Installation der vom Hersteller bereitgestellten Sicherheitsupdates, um die Schwachstellen zu schließen.

Kaspersky hat in diesem Fall sehr schnell reagiert und die Schwachstelle zeitnah geschlossen. Es steht also bereits eine passende neue Version zur Verfügung, in der es diese Lücke nicht mehr gibt. Das zeigt aber einmal mehr, dass auch eine Anti-Viren-Software nicht zwangsläufig hundertprozentigen Schutz bietet und es durchaus auch mit solchenr Schutzsoftware zu Problemen kommen kann – im schlechtesten Fall weil die Schutzsoftware (betrifft auch andere Anbieter außer Kaspersky) selbst die Probleme mitbringt.

 

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