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Windows – Antiviren-Software verhindert Sicherheitsupdate

von Bastian Ebert

In den letzten Monaten sind einige größere Sicherheitslücke für Windows Systeme bekannt geworden, die ein hohes Sicherheitsrisiko bieten und daher recht schnell geschlossen werden sollten. Es gibt auch bereits die ersten Exploit-Kits für diese Schwachstelle, so dass man davon ausgehen kann, dass diese Lücken bereits aktiv ausgenutzt werden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechik schreibt dazu:

“Das BSI schätzt diese Schwachstellen als äußerst kritisch ein und ruft Unternehmen genauso wie Bürgerinnen und Bürger auf, die verfügbaren Updates einzuspielen. Diese Schwachstellen ermöglichen Angriffsszenarien, die enormen wirtschaftlichen Schaden verursachen können und sollten daher absolut prioritär behandelt werden. Nach unserer Einschätzung ist es mit einer derartigen Häufung an Schwachstellen dieser Art nur noch eine Frage der Zeit, bevor es zu mit WannaCry vergleichbaren Cyber-Angriffen kommt”, so BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Microsoft* bietet mittlerweile für diese Schwachstellen auch entsprechende Patches an, die auch bereits an die Nutzer ausgeliefert werden. Allerdings gibt es ein Problem bei älteren Systemen in Verbindung mit Antiviren-Software. Rechner mit Windows 7 oder Windows Server 2008 die auf Antiviren-Software Symantec beziehungsweise Norton setzen, können das Update nicht nutzen, da es dort zu Systemabstürzen kommt. Microsoft* hat das Update daher für diese Systeme gestoppt, wenn dort ein solches Anti-Virenprogramm läuft. Damit würde dann aber auch die Sicherheitslücke ohne Patch bleiben und die Systeme sind angreifbar.

Nutzer mit Windows 7 oder Windows Server 2008 sollte daher die Antiviren-Software deinstallieren, den Patch aufspielen und danach die Software wieder aktivieren. Das klingt sehr umständlich, scheint aber aktuell notwendig zu sein. Unter Windows 10 gibt es diese Probleme dabei wohl nicht – hier kann das Update auch mit aktivem Schutz durch Symantec beziehungsweise Norton eingespielt werden, ohne das es größere Probleme gibt. Eine Sicherung vor dem Update kann aber natürlich dennoch nicht schaden.

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