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IP Adresse ändern – so wechselt man die IP am Handy und am PC

von Bastian Ebert

IP Adresse ändern – so wechselt man die IP am Handy und am PC – Die IP Adresse ist die die Identifikation im Internet. Daher ist es manchmal durchaus auch sinnvoll, diese zu ändern, beispielsweisen, wenn man einem Anbieter keine Daten übermitteln will oder auch, wenn es bei der IP Zuweisung Fehler gibt. Wie man die IP ändert und was es dazu zu beachten gilt, haben wir hier im Artikel beschrieben.

IP Adresse am Handy ändern

Die IP Adresse beim Surfen mit dem Handy wird durch den Anbieter vergeben. Wenn man diese ändern möchte, muss man daher eine neue IP durch den Anbieter bekommen. Das geht am einfachsten, in dem man sich mit em Handy neu ins Netz einwählt. In der Regel reicht es dafür aus, den Flugmodus kurz zu aktivieren und dann hat man eine neue IP Adresse.

Wer mit dem Handy im WLAN unterwegs ist, sollte in dem Fall den WLAN Router neu starten (nur das WLAN neu zu starten reicht nicht). Dann gibt es auch hier eine neue IP. Bei festen lokalen WLAN (beispielsweise bei McDonalds oder im ICE) kann man die IP nicht direkt ändern.

IP Adresse am PC ändern

Wichtig: Die IP Adresse im Internet wird in der Regel vom Router vergeben und nicht direkt vom PC. Wenn man die IP des PCs ändert, surft man daher dennoch weiter mit der normalen IP, die der Router vergeben hat. Wenn man diese ändern möchte, muss man das am Router selbst machen, im einfachsten Fall ist das möglich, in dem man den Router von Strom trennt und ihn sich so neu einwählen lässt.

Die Änderung der IP am PC hat daher nur selten Nutzen, dennoch kann man dies natürlich vornehmen. Microsoft* schreibt dazu selbst in den FAQ:

  1. Wählen Sie Start  und dann Einstellungen  > Netzwerk und Internet aus.
  2. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:
    • Bei einem WLAN-Netzwerk wählen Sie WLAN  > Bekannte Netzwerke verwalten aus. Wählen Sie das Netzwerk, für das Sie die Einstellungen ändern möchten, und wählen Sie dann Eigenschaften aus.
    • Bei einem Ethernet-Netzwerk wählen Sie Ethernet und dann das Ethernet-Netzwerk aus, mit dem Sie verbunden sind. 
  3. Wählen Sie unter IP-Zuweisung die Option Bearbeiten aus.
  4. Wählen Sie unter IP-Einstellungen bearbeiten die Option Automatisch (DHCP) oder Manuell aus.
    • Bei Auswahl von Automatisch (DHCP) werden die IP-Adresseinstellungen und die DNS-Serveradresse automatisch von Ihrem Router oder einem anderen Zugriffspunkt (empfohlen) festgelegt.
    • Bei Auswahl von Manuell können Sie die IP-Adresseinstellungen und DNS-Serveradresse manuell festlegen.
  5. Wählen Sie abschließend Speichern aus.

Danach hat der PC im heimischen Netzwerk eine neue IP (lokale IP). Im Internet wird aber weiterhin die Browser-IP-Adresse verwendet.

Hat die Änderung funktioniert?

Man kann sich die neue IP Adresse einfach anzeigen lassen. Dazu gibt es eine ganze Reihe von Tools im Internet, die kostenlos die IP wiedergeben. Solche Dienste findet man beispielsweise hier:

Darüber kann man sehr einfach prüfen, ob sich die eigenen IP geändert hat und die Arbeit daher erfolgreich war.

Wissenswerte rund um IP Adressen

Was ist eine IP Adresse?

Das IP in der IP-Adresse steht für Internet-Protocol und darunter versteht man eine eindeutige Zahlenkombination, die einem Teilnehmer zugeordnet werden kann. Die IP Adresse ist dabei tatsächlich eine Adresse, denn sie gibt an, wohin Daten geschickt werden soll oder auch, woher sie kommen. Wenn man also mit dem Handy eine Webseite aufrufen will, muss klar sein, wie die IP Adresse der jeweiligen Webseite lautet, damit man diese auch erreichen kann.

In Deutschland werden im privaten Bereich meistens dynamische IP Adresse vergeben. Diese erhält jeder Internet-Anschluss durch den jeweiligen Internet-Anbieter und in der Regel werden sie einmal pro Tag gewechselt. Im Gegensatz dazu sind die Adressen von Webseiten und Diensten in der Regel statisch. Jeder Server hat dabei einen IP Adresse (teilweise auch mehrere) unter der er erreichbar ist.

Die Vergabe der IP Adressen weiltweit wird über die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) organisiert. Diese stellt passende Adressebereiche un Blöcken für Länder und Anbieter zur Verfügung.

Was ist der Unterschied zwischen IPv4 und IPv6?

Die meisten Nutzer haben bei der Frage nach den Unterschieden zwischen IPv4 und IPv6 vor allem die Länge der Adresse im Hinterkopf. Diese besteht bei IPv4 aus 32-Bit und damit aus maximal 12 Zeichen (angeordnet in 12 Zeichen):

  • 123.456.789.123

Bei IPv6 dagegen besteht die Adresse aus 128-Bit und beinhaltet 32 Zeichen die in 8 Abschnitten angeordnet sind.

  • 1234:5678:1234:5678:1234:5678:1234:5678:

Rein mathematisch sind damit mit IPv6 bereits deutlich mehr Adressen möglich, weil es mehr mögliche Kombinationen gibt. Dazu basiert IPv6 aber auch auf einer anderen Struktur. Daher geht es nicht nur um eine längere IP Adresse, sondern auch um andere Prozessor im Hintergrund. Daher ist die Umstellung auch nicht ganz so einfach, da auch die jeweilige Hardware kompatibel sein muss.

DNS und IP – wie hängt dies zusammen?

IP Adressen sind das System, das im Hintergrund die Ansprechbarkeit von Webseiten und Diensten gewährleistet, aber in der Regel arbeitet heute niemand mehr mit IP Adressen, sondern meistens nur noch mit Domains. Damit IP Adressen Domains zugeordnet werden können, gibt es das Domain Name System (DNS). Dort ist interlegt, welche Domains man unter welcher IP findet und umgekehrt, welche IP Adresse welche Domains beinhalten. Beim Aufruf einer Domain wird diese zuerst in die IP Adresse aufgelöst und dann von dieser IP die Daten abgerufen.

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