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Bundesnetzagentur: neue Sicherheitsanforderungen für Netze und vor allem 5G

von Bastian Ebert

Bundesnetzagentur: neue Sicherheitsanforderungen für Netze und vor allem 5G – Die Bundesnetzagentur legt die Sicherheitsstandards für das Betreiben von Telekommunikations- und Datenverarbeitungssysteme fest. Dieser Katalog soll nun überarbeitet werden um den Netzbetrieb an die aktuellen Sicherheitsanforderungen anzupassen. Hintergrund ist dabei auch die Diskussion im Huawei* und die Sicherheitsbedenken, die besonders von den USA immer wieder geäußert werden. Mit den neuen Sicherheitsanforderungen an den Netzbetrieb will die Bundesnetzagentur solchen Bedenken von Anfang an den Nährboden entziehen. Die neuen Sicherheitsanforderungen gelten aber nicht nur für Huawei* und auch nicht nur für die 5G Netze – der Fokus in den nächsten Jahren wird aber sicher auf dem 5G Aufbau liegen und daher möchte man dies auch besonders absichern.

Die technische Fortentwicklung der Mobilfunknetze bedeutet mehr Geschwindigkeit*, Effizienz und Effektivität in wirtschaftlichen und behördlichen Abläufen, mehr Komfort und Bequemlichkeit im privaten Bereich. Dies wird uns jedoch nur dann gelingen, wenn wir von Anfang an für ein angemessenes Risikomanagement sorgen, etwa durch den Einsatz geeigneter Verschlüsselungsverfahren. Mit dem aktualisierten Sicherheitskatalog stellen wir durch technische Anforderungen an Telekommunikationsnetze sicher, dass Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Kommunikation auf einem hohen Niveau gewährleistet werden“, erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Zukünftig soll es für den Netzbetrieb weitere Anforderungen geben. Im Entwurf der Bundesnetzagentur ist dabei festgehalten, dass

  • kritische Komponenten zertifiziert werden,
  • ein Nachweis der Vertrauenswürdigkeit von Herstellern und Lieferanten eingeholt wird,
  • die Produktintegrität sichergestellt ist,
  • ein Sicherheitsmonitoring eingeführt ist,
  • nur eingewiesenes Fachpersonal in sicherheitsrelevanten Bereichen eingesetzt wird,
  • genügend Redundanzen vorhanden sind und
  • Monokulturen vermieden werden.

Die Regelungen sind dabei noch nicht in Kraft getreten, sondern das Papier ist bisher nur ein Entwurf. Von den Herstellern, den Verbänden der Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze und den Verbänden der Anbieter öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste können jetzt noch Anregungen und Stellungnahmen dazu kommen.

Huawei* hat bereits auf den Entwurf reagiert und begrüßt den Vorstoß der Bundesnetzagentur, die einheitlichen Standards für alle Wettbewerber gleichermaßen zu gestalten:

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