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Kostenlose Sim-Karten und Prepaid Freikarten im Vergleich

von Bastian Ebert

Kostenlose Sim-Karten und Prepaid Freikarten im Vergleich – Im Prepaid-Bereich haben kostenlose Handykarten und Freikarten, die in der Regel komplett ohne Kaufpreis und Versandkosten auskommen, mittlerweile eine lange Tradition und werden von den Anbietern auch immer noch weiter entwickelt. Allerdings ist die Zahl der Tarife mittlerweile etwas geschrumpft. Wir haben hier die aktuellen gratis Simkarten zusammengestellt und kurz beschrieben, sowie die Vorteile und Nachteile der jeweiligen Anbieter aufgeführt. Der Artikel wird auch regelmäßig aktualisiert um immer den aktuellen Stand der kostenlosen Sim Karten auf dem Markt abzubilden.

Die kostenlose Callya Freikarte von Vodafone

Vodafone* bietet unter dem Namen Callya schon seit mehreren Jahren die eigenen Prepaid Tarife* an. Mittlerweile gibt es die Karten nur noch als Freikarten, die keinen Kaufpreis haben, aber auch ohne Startguthaben auskommen. In den letzten beiden Jahren wurde die gratis Simkarte weiter entwickelt und mit mehreren Smartphone* Tarifen (unter dem Namen Callya Smartphone* Special) ergänzt. Dazu gibt es inzwischen auch eine Allnet Flat auf Prepaid Basis für alle Nutzer, die etwas mehr Leistung benötigen. In den Tests schneidet die Callya Freikarte von Vodafone vor allem durch den hohen Speed gut ab.

Alle Callya Freikarten Tarifen gibt es direkt auf der Webseite von Vodafone*

Die Callya Karte sind vor allem interessant, weil sie derzeit offiziell LTE anbieten (bis zu einer Geschwindigkeit* von 500Mbit/s). Das ist unter den Prepaidkarten nach wie vor eher die Ausnahme. Dazu bietet das Unternehmen mit diesen hohen Geschwindigkeiten die derzeit schnellsten Prepaid Tarife* auf dem deutschen Markt – schnellere Prepaidkarten gibt es derzeit nicht. Allerdings sind die Datenvolumen natürlich vergleichsweise streng gedrosselt und bietet recht wenig Inklusivvolumen. Ansonsten gibt es  bei den kostenlose Prepaidkarten von Vodafone* einen reinen 9 Cent Tarif ohne Grundgebühr und Vertragslaufzeit. Vodafone* bietet auf Postpaid Basis mittlerweile auch einen Handytarif ohne Drosselung und Limitierung beim Datenvolumen. Diese Option steht im Prepaid Bereich aber leider noch nicht zur Verfügung. Dafür hat das Unternehmen aber testweise eine Tagesflatrate gestartet, bei der es für 5 Euro am Tag unbegrenzt Datenvolumen gibt.

Vergleich: schnellste Prepaid Sim in Deutschland

Seit August 2019 bietet Vodafone noch einen weiteren Callya Tarif. Unter dem Namen Callya Digital findet man eine Allnet Flat mit satten 10GB monatlichem Datenvolumen. Das ist im Prepaid Bereich eine Ausnahme, denn 10GB Flat gibt es eher selten. Dazu kostet dieser Tarif auch nur 20 Euro pro 4 Wochen und ist damit auch richtig günstig. Auch der Callya Ditital ist als kostenlose Sim verfügbar, es gibt also auch bei dieser Prepaid Allnetflat keinen Kaufpreis und keine Versandkosten.

Neben der normalen Freikarte* bietet Vodafone auch die Websession – die Prepaid Datentarife – als Freikarte* an. Diese bietet keine Gespräche und SMS und ist vor allem für die mobile Datenübertragung geeignet. Alle Callya Freikarten Tarifen gibt es direkt auf der Webseite von Vodafone*

O2: die Prepaid Simkarte als kostenlose Handykarte

Die Freikarte* von O2* bietet ebenfalls mittlerweile LTE Zugang und nutzt auch einen reinen 9 Cent Tarif ohne monatliche Grundgebühr und Vertragslaufzeit. Für die Nutzung von Internet und Smartphones stehen verschiedene Flatrates und Tarifoptionen zur Verfügung, die auf Wunsch mit zur Simkarte gebucht werden können. Allerdings ist die Geschwindigkeit* dieser Handykarte mit nur 225Mbit/s deutlich geringer als bei der Vodafone Callya Karte. Damit hat man zwar vergleichbare Kosten und Konditionen für den Einsatz der Karte – die Geschwindigkeit* und auch der Netzausbau spricht aber eigentlich sehr deutlich gegen die O2* Freikarte. Dafür gibt es aber einige besonders günstige Tarifoptionen zur Freikarte von O2. Diese findet man auch bei anderen Anbietern, aber in der Regel deutlich teurer.

Alle Tarife der O2* Prepaid Freikarte* gibt es direkt auf der Webseite von O2*.

Die älteren O2 Prepaid Sim konnten noch das sogenannte Prepaid-Überraschung Programm nutzen. Mittlerweile hat O2 dies geändert und bietet nun eine neue Form der Belohnung an. O2 schreibt zur Funktionsweise dieses Bonus-Systems:

Die Prepaid Überraschung wurde von Telefonica Germany GmbH & Co. OHG zum 24.05.2018 eingestellt. Vorteile entgehen Ihnen dadurch nicht. Im Gegenteil: Alle O2 Prepaid Kunden können jetzt Mehr O2 nutzen und eine Welt voller Extras mit Geschenken, Treue-Angeboten und Gewinnen erleben. Sie erhalten den Bronze-Status und können sich monatlich Vorteile sichern, wie z. B. den O2 Kinotag: 1 Ticket kaufen, das zweite schenkt O2. Außerdem jeden Monat gratis 1 Song downloaden oder 1 Film-Highlight Ihrer Wahl streamen.

Um Mehr O2 zu nutzen, einfach die Teilnahmebedingungen akzeptieren. Das dauert nur wenige Klicks und gilt, solange Sie es möchten. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

 

Alle Tarife der O2 Prepaid Freikarte* gibt es direkt auf der Webseite von O2*.

Ab Juni 2018 bietet das Unternehmen die Freikarten auch mit drei verschiedenen Versionen einer Allnet Flat an, bei der die günstigste Variante immerhin nur 9.99 Euro monatlich kostet und dafür neben den kostenfreien Gesprächen und SMS auch eine Internet Flat mit LTE und 1,5GB Datenvolumen bietet. Damit wird die Freikarte auch zu einer interessanten Alternative zu den vielen anderen Allnetflat auf dem deutschen Markt. Auch die Allnet Flat und die anderen Optionen sind als Freikarte ohne Kaufpreis und Versandkosten zu haben. Man kann die Flatrates aber (hier greift das Prepaid Prinzip) natürlich erst nutzen, wenn genug Guthaben auf den O2 Simkarten ist.

Video: Die O2 Prepaid Freikarte* im Test

Die Otelo Freikarte

Otelo* bietet neben den normalen Prepaidtarifen des Unternehmens auch Freikarten an. Dabei werden die normalen Simkarten ohne Kaufpreis vergeben, allerdings ist dann auch kein Startguthaben mehr aufgebucht. Voraktiviert ist die Smartphone* 300 Option. Diese kostet normalerweise 7.99 Euro monatlich und beinhaltet 300 Freieinheiten für Gespräche oder SMS sowie eine Internet Flatrate mit 400MB. Man kann sich aussuchen, ob man diese Option im ersten Monat kostenlos haben will oder aber die Freikarte mit doppeltem Datenvolumen (800MB im ersten Monat) bekommen möchte.

Die Otelo* Freikarten nutzen das Vodafone Netz, können aber im Vergleich zu den originalen Vodafone Freikarten kein LTE nutzen. Dazu ist das Programm nur aktionsweise online. Wer eine kostenlose Otelo* Handykarte haben möchte, muss also darauf hoffen, das gerade eine Aktion gefahren wird. Ansonsten gibt es die Karten nur mit Kaufpreis.

Kostenlose Simkarten im D1-Netz der Telekom

Die Telekom* bietet ihre gratis Simkarten auch nur aktionsweise an, wobei es derzeit leider schon relativ lange keine Freikarten-Aktion mehr gegeben hat. Dazu wurde von der Telekom* der Xtra-Tarif mittlerweile durch den Magenta Mobil Start Tarif ersetzt, daher ist aktuell unklar, wie eine neue Freikarten Aktion der Telekom* aussehen könnte.

Früher gab es noch eine interessante Alternative der Telekom im Datenbereich: Die Data Comfort Free Karte. Diese bot 2x5GB Datenvolumen und war komplett kostenfrei. Nach 6 Monaten wurde sie allerdings automatisch wieder deaktiviert. Innerhalb dieser Zeit konnte allerdings sogar LTE (besonders interessant für Samsung Kunden) genutzt werden und das mit bis zu 300MBit/s. Die Telekom hatte diese Karte speziell für den Netztest angeboten und mittlerweile wurde sie aber leider wieder aus dem Programm genommen. Man bekommt also der keine Freikarte mehr bei der Telekom und auch im gesamten D1 Netzbereich bietet derzeit kein Discounter Freikarten an. Es gab es in den letzten Jahren auch keine entsprechenden Sonderaktionen mehr – die Telekom und auch die anderen Drittanbieter im Telekom Netz scheinen also kaum noch auf die Freikarten und kostenlosen Prepaid Handykarten zu setzen.

Ausweis auch bei den Freikarten notwendig

Freikarten verbinden einigen Verbraucher mit der Hoffnung, dass man für diese Tarife keine Ausweisdaten und keine Legitimation braucht. Das ist aber leider nicht der Fall. Der gesetzliche Zwang, die Ausweisdaten der Kunden zu erfassen, betrifft leider alle Prepaidkarten und dabei ist es unerheblich, ob diese eine Kaufpreis haben oder nicht. Die Kosten spielen also keine Rolle bei der Legitimation. Daher haben sowohl Vodafone, O2 als auch die anderen Anbieter für ihre kostenlosen Handykarten mittlerweile Systeme eingebaut, mit denen man den Ausweis direkt bei der Bestellung mit erfassen kann. Das funktioniert in der Regel über VideoIdent und man braucht dazu eine passende Kamera oder aber offline über die Post mit dem PostIdent-System. Die Identifikation ist dabei nur bei neuen Freikarten notwendig. Alle bestehenden Tarife können weiter genutzt werden – ein Ausweis muss nicht nachträglich hinterlegt werden.

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