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SoniTalk – löst Ultraschall zukünftig Bluetooth ab?

von Bastian Ebert

SoniTalk – löst Ultraschall zukünftig Bluetooth ab? – Neben den mobilen Datenverbindungen ist die Nahfeld-Kommunikation bei Handys ebenfalls wichtig und wird bei Zahlungsvorgängen immer wichtiger. Viele Geräte wickeln diese aber immer noch per Bluetooth ab.

Forscher der Fachhochschule St. Pölten haben nun ein erstes offenes Kommunikationsprotokoll samt Open-Source-Entwicklungs-Kit für Ultraschallkommunikation mit dem Namen SoniTalk entwickelt. Die Technik ist frei verfügbar und setzt im Gegensatz zu ähnlichen Technologien ihren Schwerpunkt auf Sicherheit und Datenschutz. So ermöglicht SoniTalk den Nutzerinnen und Nutzern frei zu entscheiden, in welchen Fällen welche Apps und Geräte mit Ultraschall kommunizieren dürfen.

Die Forscher der Universität schreiben dazu im Original:

SoniTalk ist als Open-Source frei verfügbar. Das gleichnamige Software-Development-Kit hinter SoniTalk wurde mittels Java für Android* umgesetzt und ermöglicht das Senden und Empfangen beliebiger Daten im Ultraschallfrequenzbereich. SoniTalk stellt damit eine kostengünstige Alternative zu Bluetooth und anderen funkbasierten Kommunikationstechniken wie RFID (Radio-frequency identification) und NFC (Near Field Communication) dar. „Wir haben SoniTalk nach dem Grundsatz ‘Privacy-by-Design‘ entwickelt. Das bedeutet, dass Mechanismen zum Schutz der Privatsphäre bereits beim Design des Systems berücksichtigt werden. Sonitalk gibt Userinnen und Usern volle Kontrolle darüber, was von welcher App gesendet werden darf, und hilft so, die eigene Privatsphäre zu schützen“, erklärt Zeppelzauer.

Vor allem der offene Ansatz könnte für die Hersteller recht interessant sein, denn so gehen sie umfangreichen Prüfungen und eventuellen rechtlichen Problemen bei der Lizenzierung aus dem Weg. Dazu ist der Einbau recht einfach, denn ein notwendiges Mikrofon und ein Lautsprecher ist bei Handys immer bereits mit im Einsatz.

Allerdings gibt es SoniTalk bisher noch nicht im praktischen Einsatz sondern nur als Entwicklung.  Daher werden aktuell auch Firmen und Hersteller gesucht (nicht nur im Bereich von Handys und Smartphones*), die diese Technik weiter entwickeln und in der Praxis umsetzen möchte. Sollte das erfolgreich gelingen, könnte es zukünftig bei Smartphones* eine neue Übertragungstechnik für die Nahfeld-Kommunikation geben, auch wenn es wohl noch einige Jahre dauern wird, bis die passende Geräte verfügbar sein können.

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