2018 erstmals mehr Gespräche im Mobilfunk-Netz als im Festnetz

2018 erstmals mehr Gespräche im Mobilfunk-Netz als im Festnetz – Die Bundesnetzagentur hat den Bericht für die Telekommunikation in 2018 und im ersten Quartal 2019 veröffentlicht und dabei auch einen Blick auf die Gespräche und Telefonate geworfen, die deutsche Nutzer im letzten Jahr geführt haben. Dabei ist das Gesprächsaufkommen in Deutschland weiter angestiegen und liegt nun bei fast 119 Milliarden Gesprächsminuten im Mobilfunk-Bereich. Zum ersten Mal wurden dabei mehr Gespräche vom Handy geführt als über das Festnetz.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu im Original:

Im Jahr 2018 wurden über Mobilfunknetze im Inland fast 119 Mrd. abgehende Gesprächsminuten geführt. Erstmalig war damit das Gesprächsvolumen im Mobilfunk größer als das in Festnetzen. Die Wachstumsrate der Mobiltelefonie ist 2018 gegenüber dem Vorjahr somit um 2 % gestiegen. In den letzten Jahren hat sich die Verkehrsstruktur der Mobilfunktelefonate nur leicht verändert. 2018 wurden etwa 40 % der Gesprächsminuten innerhalb des eigenen Mobilfunknetzes (on-net) geführt. Rund 25 % des Gesprächsvolumens entfielen auf Gespräche in das deutsche Festnetz.
Mehr als 94 Mrd. Minuten kamen im Jahr 2018 in Mobilfunknetzen an. Davon entfielen knapp 50 % auf Gesprächsminuten aus dem eigenen Mobilfunknetz und rund 36 % auf Gesprächsminuten aus fremden Mobilfunknetzen.

Zu dieser Entwicklung hat natürlich auch beigetragen, dass seit einigen Jahren fast nur noch Allnet Flat vertrieben werden und es daher mittlerweile für die meisten Kunden gar keinen Unterschied macht, ob sie mit dem Handy oder Festnetz telefonieren. Die Gespräche auf dem Handy sind auch kostenlos und daher greifen Kunden auch immer problemloser zum Handy, wenn es schnell eine Verbindung benötigt wird. Moderne Browser arbeiten dabei auch eng mit dem Handy zusammen – oft kann man Rufnummer auf dem Browser direkt anrufen und dies macht es natürlich ebenfalls einfacher, Gespräche und Telefonate direkt vom Handy aus zu führen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Zahl von Gesprächsminuten zu anderen Diensten (Premium-, Shared-Cost- und Sonderrufnummern) im Vergleich zum Vorjahr sogar gesunken ist und sich in den letzten Jahren kaum verändert hat. Diese Dienste sind in der Regel nicht bei Allnet Flat mit enthalten und werden separat abgerechnet. Der positive Effekt von Allnetflatrates kommt bei diesen Verbindungen nicht zu Geltung und daher gibt es hier auch eher einen Rückgang. Es kann aber natürlich auch sein, dass die Voting-.Formate im TV mittlerweile eher an Attraktivität verloren haben und so bei diesen massenwirksamen Angeboten weniger Umsatz gemacht gemacht wird.

 

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