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Banking-Trojaner Ginp: Geld für Infos zu COVID-19-Infizierte in der Nähe

von Bastian Ebert

Banking-Trojaner Ginp: Geld für Infos zu COVID-19-Infizierte in der Nähe – Die Sicherheitsexperten von Kaspersky haben einen neuen Trick gefunden, mit denen Kriminelle die Besorgnis der Menschen vor Corona ausnutzen wollen. Dazu hat der  Ginp-Banking-Trojaner einen neue Funktion bekommen, mit der gefälschte SMS direkt im Posteingang platziert werden können. Diese SMS verweisen auf eine Webseite, auf der man sich angeblich Covid-19 Fälle in der eigenen Nachbarschaft anzeigen lassen kann.

„Cyberkriminelle versuchen seit Monaten, die Coronavirus-Krise auszunutzen, indem sie Phishing-Angriffe starten und Malware mit Coronavirus-Bezug entwickeln. Dies ist jedoch das erste Mal, dass ein Banking-Trojaner versucht, von der Pandemie zu profitieren. Es ist alarmierend, zumal Ginp ein so effektiver Trojaner ist. Wir empfehlen Android*-Nutzern, jetzt besonders wachsam zu sein – Popups, unbekannte Webseiten und spontane Nachrichten über das Coronavirus sollten immer mit Skepsis betrachtet werden.“

Kaspersky schreibt selbst zu Webseite mit den falschen Corona-Informationen:

Um zu erfahren, wo sich diese Personen aufhalten, wird das Opfer aufgefordert 0,75 Euro zu bezahlen. Wenn das Opfer zustimmt, wird es auf eine Zahlungsseite weitergeleitet. Sobald die Zahlungsdetails eingegeben wurden, wird dem Opfer jedoch weder dieser Betrag in Rechnung gestellt, noch erhält es Informationen über die „Infizierten“. Allerdings erhalten die Angreifer die eingegebenen Kreditkartendetails.

Ginp ist ein Trojaner, der sich seit seinem Erscheinen rasant weiterentwickelt und ständig neue Funktionen erhält. Zunächst befanden sich die Ziele hauptsächlich in Spanien (83 Prozent); Zum derzeitigen Zeitpunkt stammen zudem zusätzlich rund 2 Prozent der Opfer aus Deutschland und Frankreich (jeweils 1,97 Prozent) sowie aus Polen (2,22 Prozent).

Die Daten auf der Webseite stimmen natürlich nicht und sind Fakes. Es gibt derzeit keine Datenbank, die diese Informationen enthalten würde, wenn liegen die Informationen nur bei den örtlichen Gesundheitsämter vor. Daher würde man hier für eine Leistung zahlen, die gar keine ist und unter Umständen die Besorgns und die Ängste noch verstärkt, wenn angebliche Fälle angezeigt werden, die es gar nicht gibt.

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