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Frauenhofer Institut entwickelt Handy-Reinungung mit UV-Licht

von Bastian Ebert

Frauenhofer Institut entwickelt Handy-Reinungung mit UV-Licht – Im Zuge der Corona-Krise gibt es auch immer wieder Frage nach der Säuberung von Handys und Smartphones* um zu verhindern, dass diese Geräte eventuell Viren übertragen. Auch wenn sich diese Gefahr mittlerweile als eher gering herausgestellt hat, bleibt dennoch offen, wie man Geräte sicher und ohne größeren Aufwand reinigen kann.

Das Frauenhofer Institut in Ilmenau hat dazu nun eine interessant Lösung mit ultraviolettem Licht entwickelt. Auf diese Weise müssen keine Chemikalien eingesetzt werden. Stattdessen werden die Modelle einfach in einen Kasten eingelegt der an eine Mikrowelle erinnert und dort per Bestrahlung desinfiziert.

Das Frauenhofer Institut schreibt selbst zur Technik hinter dem System:

Insgesamt sind zwei separate UVC-LED-Module mit jeweils 10 UVC-LEDs für die Ober- und Unterseite des Smartphones* verbaut. Jede UVC-LED besitzt eine Leistung von 100 Milliwatt, sodass die Gesamtstrahlleistung zwei Watt beträgt. So wird in nur wenigen Sekunden eine Bestrahlungsdosis von 800 J/m² erreicht, was eine effiziente Inaktivierung von Bakterien und Viren ermöglicht.

Smartphones* werden mit der Lösung aber nicht nur einfach per Licht desinfiziert, sondern über einen NFC-Reader auch identifiziert, die applizierte Dosis über einen Sensor erfasst und protokolliert. Somit ist jeder Desinfektionsvorgang validierbar und dem jeweiligen Gerät eindeutig zuzuordnen. Ein LCD*-Display informiert den Nutzer über die wichtigsten Funktionen. Weiterhin können nachgelagerte IT-Systeme per W-LAN und Webinterface integriert werden.

Die Anwendungsgebiete der Handydesinfektion reichen dabei vom klinischen Bereich über die private und gewerbliche Nutzung bis hin zum Eventmarkt. Der Prototyp wird voraussichtlich im September 2020 auf der IFAT, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft in München, präsentiert werden.

Bisher gibt es aber noch keine Partner aus der Wirtschaft, die dieses System eventuell produzieren könnten und daher bleibt offen, wann diese Technik auf dem Markt verfügbar ist und wann man sie eventuell auch für den privaten Bereich kaufen kann.

Bild: © Thomas Westerhoff/Fraunhofer IOSB-AST

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