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Sicher Surfen in offenen WLAN und Hotspots – Tipp&Tricks

von Laura

Sicher Surfen in offenen WLAN und Hotspots – Tipp&Tricks – Viele Cafes, Hotels und andere Einrichtungen werben mit freiem WLAN, um Kunden anzulocken. Besonders in Urlaubsregionen mit vielen Besuchern ist das freie WLAN über Hotspots schon sehr weit verbreitet. Doch auch in Deutschland wird sich auf diesem Gebiet in Zukunft einiges tun. Die Störerhaftung wurde nun nämlich aufgehoben. Diese Regelung besagte bisher, dass der Anbieter eines WLAN-Netzes für Rechtsbrüche der WLAN-Nutzer zur Verantwortung gezogen werden kann. Bei illegalen Downloads hätte also der Anbieter die Strafe bekommen. Das hat viele bisher daran gehindert, ein öffentliches WLAN-Netz einzurichten.

Öffentliche Hotspots, die freies WLAN zur Verfügung stellen sind besonders attraktiv, wenn man unterwegs sein eigenes Datenvolumen nicht aufbrauchen möchte. Da die WLAN-Netze aber von jedem genutzt werden können, sollte man sein Handy ausreichend schützen, wenn man über einen Hotspot surft. Die Hotspots verschlüsseln die Daten nämlich nicht. Hacker, die zur gleichen Zeit das WLAN nutzen, können so verhältnismäßig leicht Ihre Daten analysieren und auch Passwörter ausspionieren. Einige Hacker eröffnen sogar eigene WLAN-Hotspots. Dafür verwenden diese gerne den Namen eines Restaurants oder Geschäfts in der Nähe. Der Nutzer denkt also er wäre in einem normalen freien WLAN eines Cafes, nutzt aber eigentlich ein WLAN-Netz von Hackern, das nur den Sinn erfüllt den Nutzer auszuspionieren. Diese falschen WLAN-Hotspots nennt man „WiFi-Honeypots“. So verlockend freie WLAN-Netze also auch sind, nutzen Sie sie nur, wenn Sie den Anbieter sicher identifizieren können.

Schalten Sie Ihr WLAN nur dann an, wenn Sie es auch aktiv nutzen. Das betrifft sowohl Handys als auch Tablet oder Laptop. Die WLAN-Schnittstelle macht es nicht nur möglich, dass Sie auf ein WLAN zugreifen können. Sie kann nämlich auch von Hackern missbraucht werden, um in Ihren Rechner oder Ihr Smartphone* zu gelangen. Außerdem verkürzt die Suche nach WLAN-Netzen die Akkulaufzeit. Das gleiche gilt auch für die Nutzung von Bluetooth und GPS.

WLAN und Hotspot Sicherheitstipps des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik

  • Schalten Sie die WLAN-Funktion nur ein, wenn Sie diese benötigen!
    Auch beim Gebrauch im öffentlichen Raum gilt: Ein abgeschaltetes WLAN bietet keine Angriffsfläche.
  • Rufen Sie vertrauliche Daten über ein fremdes WLAN-Netz am besten nicht ab.
    Falls das unvermeidbar ist, tun Sie dies möglichst nur über eine SSL gesicherte Verbindung (z.B.: https) oder ein VPN (Virtual Private Network). Ein VPN bietet Ihnen eine verschlüsselte Verbindung für sämtliche übertragenen Daten in ein vertrauenswürdiges Netzwerk, sodass unberechtigte Dritte in einem nicht vertrauenswürdigen Netz, zum Beispiel einem öffentlichen WLAN, Ihre Daten nicht mitlesen können. Viele Arbeitgeber bieten ein VPN für die sichere Anbindung externer Mitarbeiter an. Für eine private Nutzung gibt es verschiedene Angebote von Internet-Providern und spezialisierte Dienstleister.
  • Informieren Sie sich über das Sicherheitsniveau des Hotspots!
    In den meisten Hotspots wird nicht verschlüsselt. Lesen Sie die Beschreibungen des Hotspot-Leistungsangebots oder fragen Sie – etwa in einem Café – einfach den Besitzer.
  • Viele Hotspots haben eine fundamentale Schwachstelle:
    Um dem Nutzer einen möglichst unproblematischen Netzzugang zu ermöglichen, erfolgt keine Verschlüsselung auf der Luftschnittstelle. Deswegen sind die Nutzer für die Vertraulichkeit der Datenübertragung immer selbst verantwortlich. Wenn Sie in einem öffentlichen Netzwerk Zugang zu Ihrem Firmen- oder Heimnetzwerk aufbauen möchten, führen Sie den Zugang über VPN (Virtual Private Network) aus.
  • Deaktivieren Sie die Datei- und Verzeichnisfreigaben.
    Je nach Konfiguration des Hotspots kann es möglich sein, dass Ihr Gerät im Netzwerk für andere sichtbar ist.
  • Deaktivieren Sie nach Möglichkeit die automatische Anmeldung an bekannten Hotspots.
    Den Namen seines WLANs kann ein Betreiber frei wählen. Daher ist es denkbar, dass Betrüger WLANs errichten, diese “Telekom*” oder “Free Wifi” nennen, und dann darauf warten, dass sich Smartphones einbuchen. So können sie zum einen die Zugangsdaten abgreifen, die Ihr Gerät für WLANs mit dem entsprechenden Namen abgespeichert hat. Zum anderen könnten sie den gesamten Datenverkehr mitlesen. Da sich auch verschlüsselte Verbindungen vortäuschen lassen, sollten Sie in öffentlichen WLANs auch SSL-gesicherten Websites (https://…) ein gesundes Misstrauen entgegen bringen.

Quelle

Keine wichtigen Daten benutzen

Nutzen Sie ein öffentliches WLAN-Netz, versuchen Sie so wenig wie möglich wichtige Daten zu nutzen. Wichtige Passwörter, Homebanking sowie Adress- oder gar Kreditkarten- Daten sollten in öffentlichen Netzwerken nicht genutzt werden. Was Sie in öffentlichen Netzwerken nicht nutzen, kann dort auch nicht von Hackern gefunden werden. Geben sie Hackern also so wenig interessante Angriffsziele wie möglich.

Viele Menschen haben an Ihren Laptops oder Smartphones eingestellt, dass sich das Gerät in jedes verfügbare WLAN-Netz einloggt. Das erspart zum Beispiel zu Hause oder auf der Arbeit, dass man sich jedes mal wieder neu in das WLAN einwählen muss. Sie können diese Funktion bei Windows 10 aber auch auf die WLAN-Netzwerke begrenzen, die Sie wirklich regelmäßig nutzen. In den WiFi-Einstellungen (Start/Einstellungen/Netzwerk & Internet/WLAN) können Sie festlegen, in welche Netze sich der Rechner automatisch einwählen soll, sobald das Netzwerk in Reichweite ist. Es wäre ratsam hier nur diese Netzwerke einzustellen, von denen Sie sicher wissen, dass sie harmlos sind. Achten Sie darauf, dass beim Menüpunkt “WLAN-Optimierung” kein Häkchen gesetzt ist. Diese Funktion verbindet das Gerät nämlich mit vorgeschlagenen öffentlichen Hotspots, sobald diese in Reichweite sind. Dabei können jedoch auch unsichere und offene WLAN-Netze sein und diese möchte man ja vielleicht vermeiden. Windows verfügt zwar über eine Hotspot-Datenbank mit Sicherheitsanalyse, aber eine automatisierte Einwahl in ein offenes Netz ist niemals ohne Risiko.

Auch mit Passwort gesicherte Netzwerke können missbraucht werden

Neben den komplett offenen WLAN-Netzwerken, die keinerlei Anmeldung verlangen, gibt es auch noch offene WLAN-Netze mit Passwort. Dieses Passwort bekommen Sie zuvor vom Anbieter. Diese Option gibt es zum Beispiel oft in Hotels. Beim Einchecken wird dem Gast dann das WLAN-Passwort mitgeteilt. Doch auch in diesen mit Passwort gesicherten Netzwerken, sollte man nicht alles von sich preisgeben. Schließlich kann das WLAN trotzdem jemand nutzen, der es auf die Daten der anderen abgesehen hat. Achten Sie daher beim Surfen auf eine HTTPS-Verbindung. Diese Verbindungen übertragen die Daten verschlüsselt an die jeweilige Website. Besonders wichtig ist diese Datenverschlüsselung, wenn sie wichtige Seiten und Passwörter nutzen.

Halten Sie das Betriebssystem Ihres Gerätes immer auf dem aktuellsten Stand. Immer wieder werden neue Softwaren entwickelt, die die Sicherheitslücken der Betriebssysteme ausnutzen sollen. Durch regelmäßige Updates werden diese Sicherheitslücken möglichst klein gehalten und das Gerät ist nicht so anfällig. Das betrifft alle Betriebssysteme aller Geräte. Sowohl Windows als auch Android* und iOS bringen immer wieder Updates heraus, die am besten umgehend und automatisch aktualisiert werden sollten. Ist der Support eines Betriebssystems oder einer Anwendung komplett ausgelaufen, so wie zum Beispiel bei Windows XP, sollten Sie es keinesfalls länger nutzen.

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