1&1 Drillisch: solide Zahlen und 560.000 neue Kunden

1&1 Drillisch: solide Zahlen und 560.000 neue Kunden – Drillisch hat die Unternehmenszahlen für die ersten 3 Quartale in 2020 veröffentlicht und trotz der Probleme rund um Corona konnte das Unternehmen die Umsätze und die Kundenzahlen sogar noch steigern. Der Gewinn lag allerdings etwas niedriger, wofür unter anderem die Ausgaben für die 5G Aufbau und auch hohe Abrechnungspreise von O2 verantwortlich sind. Im letzteren Bereich strebt 1&1 Drillisch aber eine Schlichtung mit möglicherweise geringeren Zahlungen an.

Das Unternehmen schreibt zu den Zahlen für die letzten 9 Monate:

Die 1&1 Drillisch AG (ISIN DE 0005545503) konnte in den ersten neun Monaten 2020 die Zahl der Kundenverträge im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 350.000 auf 14,68 Millionen Verträge erhöhen. Gegenüber dem 30. September 2019 stieg die Zahl der Kundenverträge um 560.000 bzw. 4,0%.

Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten 2020 um 3,1% auf 2,814 Milliarden Euro (9M-2019: 2,730 Milliarden Euro). Der darin enthaltene margenstarke Service-Umsatz wuchs um 2,6% auf 2,258 Milliarden Euro (9M-2019: 2,200 Milliarden Euro). Bereinigt um negative Effekte in Höhe von -16,4 Millionen Euro infolge der Coronavirus-Pandemie (insbesondere durch weniger International Roaming) hätte der vergleichbare Umsatz um 3,7% zugelegt, der Service-Umsatz um 3,4%.

Auch für das nächste Jahr werden wieder 500.000 neue Kunden zusätzlich erwartet. Das Unternehmen setzt den Wachstumskurs also voraussichtlich fort. Aktuell setzt das Unternehmen vor allem bei den Drillisch Marken auf extrem niedrige Preise, die deutlich unter denen der meisten anderen Mitbewerber im Markt liegen. Bei 1&1 selbst werden dagegen vor allem leistungsstarke Tarife zu höheren Preisen angeboten, die meistens auch mit Handys und Smartphones verkauft werden und mittlerweile auch auf 5G (im O2/Telefonica Netz) zurückgreifen können.

In 2021 soll dann das 5G Netz von 1&1 Drillisch an den Start gehen und das Unternehmen wird wohl bei noch mehr Marken 5G mit anbieten können. Das könnte zusätzlich für einen neuen Anstieg bei den Kundenzahlen sorgen, vorerst ist der Start aber vor allem mit Kosten verbunden.

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