Apple iPhone: 10 Millionen Euro Strafe in Italien wegen nicht zutreffenden Angaben

Apple iPhone: 10 Millionen Euro Strafe in Italien wegen nicht zutreffenden AngabenApple hat in Italien wieder Ärger mit der Wettbewerbsbehörde. Dort hatte man 2018 bereits ein Bußgeld von 10 Millionen Euro verhängt, weil Apple bei den Akkus die Drosselung nicht korrekt kommuniziert hatte. Nun gibt es eine neue Strafzahlung in gleicher Höhe, diesmal allerdings wegen nicht zutreffenden Behauptungen zur Wasserdichtigkeit der iPhone Modelle.

Apple hatte verschiedene iPhone Modelle (iPhone 8, iPhone 8 Plus, iPhone XR, iPhone XS, iPhone XS Max, iPhone 11, i Phone 11 pro und iPhone 11 pro Max) in Werbespots mit der Wasserdichtigkeit der Smartphones geworben und dort auch recht konkrete Angaben gemacht, bis zu welcher Tiefe und zu welchem Druck die Geräte eine Ausflug unter Wasser überstehen würden. Allerdings weigerte sich das Unternehmen, Schäden zu ersetzen, auch wenn diese Bedingungen eingehalten wurden.

Hier schaltete sich die italienische Wettbewerbsbehörde ein, nachdem sich Kunden beschwert hatten. Man fand die Garantiebedingungen von Apple, mit denen die Haftung für Wasserschäden ausgeschlossen wurden, unangemessen. Den Kunden würde ein Vorteil bei der Nutzung suggeriert und damit auch offiziell geworden, die Haftung für Schäden würde das Unternehmen aber ablehnen. Damit wird der Kunde im Vergleich zum Unternehmen benachteiligt und zwar in einem zu großen Umfang. Daher hat die Behörde eine Strafzahlung von 10 Millionen Euro verhängt und Apple muss natürlich die entsprechenden Passagen in den AGB in Italien anpassen.

Apple hat sich bisher noch nicht dazu geäußert und daher bleibt bisher offen, ob man die Strafe so akzeptieren wird oder ob das Unternehmen gerichtlich dagegen vorgeht. Für Deutschland und andere Länder hat dieses Urteil bisher keine Auswirkungen, aber sicher werden sich auch Verbraucherschützer in Deutschland diese Entwicklung genau anschauen. Die aktuelle Werbung von Apple für die iPhone 12 Serie setzt nicht mehr auf die Wasserdichtigkeit der Modelle als zentrales Feature, daher dürfte zumindest für die neusten Geräte an der Stelle kein Problem mehr bestehen.

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