Apple verliert Prozess gegen die Sicherheitsforscher von Corellium

Apple verliert Prozess gegen die Sicherheitsforscher von Corellium – Das Sicherheitsunternehmen Corellium bietet die Möglichkeit, virtuelle iPhones auf dem PC laufen zu lassen um so zu prüfen, ob es Fehler bei den Geräte gibt oder Sicherheitslücken zu finden sind. Apple hatte diese als Urheberrechtsverstoß eingestuft und das Unternehmen deswegen verklagt. Ein Bundesrichter in Florida hat nun aber gegen Apple geurteilt und sieht in der Software von Corellium keinen Verstoß gegen das Uhrheberrecht. Die Software von Corellium würde sich noch im Rahmen der fairen Nutzung des Apple Betriebssystems bewegen, unter anderem auch deswegen, weil der Nutzerkreis auf wenige Sicherheitsforscher beschränkt ist und die Software des Unternehmens nicht für den normalen Anwender zur Verfügung steht.

Die Washington Post schreibt zu diesem Thema:

In einer Entscheidung, die weitreichende Auswirkungen auf die iPhone-Sicherheitsforschung und das Urheberrecht hat, wies ein Bundesrichter in Florida Apples Behauptungen zurück, dass Corellium mit seiner Software gegen das Urheberrecht verstoßen habe, in dem Sicherheitsforschern hilft, Fehler und Sicherheitslücken in Apples Produkten zu finden.

Corellium wurde 2017 von Ehemann und Ehefrau Amanda Gorton und Chris Wade mitbegründet und war ein Durchbruch in der Sicherheitsforschung, da es seinen Kunden die Möglichkeit gab, „virtuelle“ iPhones auf Desktop-Computern auszuführen. Die Software von Corellium macht es unnötig, physische iPhones zu verwenden, die spezielle Software enthalten, um iOS, Apples mobiles Betriebssystem zu überprüfen.

Ob diese Entscheidung allerdings bereits endgültig sein wird, bleibt abzuwarten, durchaus denkbar, dass Apple hier noch weitere Rechtsmittel einlegen wird. Der Konzern hat sich bisher noch nicht dazu geäußert.

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