Mega-Übernahme: Microsoft kauft Nuance für 19,7 Millionen Dollar

Mega-Übernahme: Microsoft kauft Nuance für 19,7 Millionen DollarMicrosoft war wieder auf Einkaufstour und hat ordentlich zugeschlagen. Für fast 20 Millionen Euro kauft das Unternehmen den Spezialisten für Künstliche Intelligenz und Sprachverarbeitung Nuance Communications. Das Unternehmen liefert Spracherkennungstechnologie und ist dabei sehr breit aufgestellt. Unter anderem hat man auch Apple unterstützt um Siri auf den Weg zu bringen und weiterzuentwickeln. Wie der aktuelle Stand der Zusammenarbeit ist, bleibt aber bisher offen.

Microsoft hat Nuance dabei vor allem aufgekauft, um im Bereich des Gesundheitswesen besseren Zugriff zu bekommen. Dort hat Nuance viele Lösungen bereits aktiv und Microsoft will beispielsweise noch weitere Cloudlösungen dazu liefern.

Microsoft schreibt selbst zu Nuance:

Nuance ist ein Pionier und ein führender Anbieter von Konversations-KI und Cloud-basierter klinischer Ambient-Intelligenz für Gesundheitsdienstleister. Zu den Produkten von Nuance gehören Dragon Ambient eXperience, Dragon Medical One und PowerScribe One für radiologische Berichte. Dies sind alle führenden SaaS-Angebote für die klinische Spracherkennung, die auf Microsoft Azure basieren. Die Lösungen von Nuance arbeiten nahtlos mit den wichtigsten Gesundheitssystemen zusammen, einschließlich langjähriger Beziehungen zu elektronischen Patientenakten (Electronic Health Records, EHRs), um die Belastung durch klinische Dokumentation zu verringern und den Anbietern die Möglichkeit zu geben, bessere Patientenerfahrungen zu liefern. Nuance-Lösungen werden derzeit von mehr als 55% der Ärzte und 75% der Radiologen in den USA und in 77% der US-Krankenhäuser verwendet. Der Umsatz von Nuance im Bereich Healthcare Cloud verzeichnete im Geschäftsjahr 2020 von Nuance (Ende September 2020) ein Wachstum von 37% gegenüber dem Vorjahr.

Für die mobile Strategie von Microsoft dürfte der Zukauf dagegen weniger von Bedeutung sein, es ist wohl nicht geplant, noch einen eigenen Sprachassistenten auf den Markt zu bringen oder beispielsweise Cortana zu erweitern. Bleibt zu hoffen, dass diesem Zukauf eine bessere Zukunft bestimmt ist als beispielsweise beim Kauf von Nokia, die man nach wenigen Jahren dann ganz abgeschaltet hatte. Insgesamt ist es aber der zweitgrößte Zukauf von Microsoft in der Unternehmensgeschichte, nur LinkedIn war noch teurer.

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