Chip-Mangel sorgt für steigende Preise

Chip-Mangel sorgt für steigende Preise – Im Elektronik Bereich gibt es derzeit mehrere Trends, die dazu führen, dass Halbleter-Chips derzeit sehr knapp sind. Zum einen wurden in den letzten Jahren die Produktionen immer mehr auf smarte Produkte umgestellt und vor allem die Auto-Industrie verbaut immer mehr Chips in den Fahrzeugen. Zum anderen hat Corona die Lieferketten in Asien aber auch international deutlich geschwächt und durcheinander gebracht. Im Ergebnis fehlt es den Herstellern an Chips für die Produktion und teilweise mussten bereits Produktionen gedrosselt werden.

Diese Entwicklung macht sich bei den Verbrauchern nicht nur bei längeren Lieferzeiten für Produkte bemerkbar, sondern auch die Preise sind bereits angestiegen und werden wohl noch weiter ansteigen. PC Systeme sind beispielsweise im letzten Jahr im fast ein Drittel teurer geworden. Das liegt neben der gestiegenen Nachfrage in den Pandemie-Zeiten auch an den höheren Kosten für die Hardware.

Bei Idealo schreibt man zur Preisentwicklung im Original:

Viele der untersuchten Kategorien zeigen vor allem in den letzten Monaten einen deutlichen Preisanstieg. In der Kategorie PC-Systeme konnte idealo beispielsweise seit Ende 2020 einen Preissprung von rund 26 Prozent beobachten. Insgesamt sind die Preise für PC-Systeme von April 2020 bis April 2021 um rund 29 Prozent gestiegen. 

Auch AV-Receiver sind im Vergleich zu April 2020 teurer geworden. Hier liegt der Preisunterschied bei rund 16 Prozent. Jedoch waren auch in dieser Kategorie vor allem die letzten Monate ausschlaggebend: Seit November 2020 sind die Preise für diese Geräte um 26 Prozent gestiegen.  

Für Kühlschränke mussten Verbraucher*innen im April 2021 ebenfalls tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr. Hier sind die Preise im Jahresvergleich um etwa elf Prozent gestiegen, wobei der große Preissprung vor allem in den letzten sechs Monaten stattfand.  

Dieser Trend dürfte leider auch noch weiter gehen. Bisher gibt es in diesem Bereich keine Entspannung, allerdings haben die ersten Hersteller reagiert. Qualcomm setzt beim neuen Snapdragon Prozessor beispielsweise auch zwei Hersteller und lässt den Snapdragon 778G 5G von TSMC fertigen während es den vergleicharen 780G von Samsung geben wird. So will man bei Engpässen besser reagieren können, komplett unabhängig von der Liefersituation kann sich aber auch Qualcomm natürlich nicht machen.

Daneben weiten die Chip-Produzenten natürlich ihre Kapazitäten aus und versuchen, die Nachfrage befriedigen zu können. Der Aufbau neuer Werke dauert aber seine Zeit und so wird es wohl etwas länger dauern, bis neue Produktionskapazitäten wirklich entlastend auf den Markt wirken.

Im Smartphone Bereich könnte es bedeuten, dass die Geräte im zweiten Quartal 2021 und Anfang 2022 mit einem gewissen Aufschlag auf den Markt kommen und etwas teurer werden als die vergleichbaren Vorgänger-Modelle. Wie stark dieser Aufschlag sein wird und ob alle Smartphone-Hersteller betroffen sein werden, muss sich aber erst noch zeigen.

Die Preisentwicklung als Grafik

BIld: Ideao

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