Huawei: eigenen Prozessoren-Produktion soll in Wuhan starten

Huawei: eigenen Prozessoren-Produktion soll in Wuhan starten – Huawei soll bereits ab dem 2022 eigene Chips und Prozessoren herstellen und damit die Produktpalette in dem Bereich erweitern. Die entsprechende Kapazitäten werden derzeit in Wuhan aufgebaut und sollen bereits ab dem nächsten Jahr eigenen Huawei SoC liefern.

Bei Huaweicentral schreibt man dazu:

Digitimes berichtet, dass Huawei sein erstes Unternehmen zur Herstellung von Wafern in Wuhan, Provinz Hubei, aufbauen wird. Den Angaben zufolge soll das Unternehmen ab nächstem Jahr die Produktion schrittweise aufnehmen.

Aus der ersten Perspektive ist dies eine große Neuigkeit und die Vorbereitung von Huawei auf den Einstieg in die Chipindustrie ist ein großes Diskussionsthema. Auf der anderen Seite hat HiSilicon, die Chipdesign-Tochter von Huawei, die Fähigkeit, fortschrittliche Chipdesigns zu entwickeln. Quellen zeigen, dass diese Fabrik ursprünglich zur Herstellung optischer Kommunikationschips und -module verwendet wurde, um autark zu werden und eine gute Menge der erforderlichen Chipsätze vorzuhalten.

Der Schritt ist an sich nur logisch, denn Huawei ist gleich doppelt von den Chip-Problemen auf dem Weltmarkt betroffen. Auf der einen Seite unterliegt man weiter dem US Embargo und hat damit keinen Zugriff mehr auf viele Hersteller und Chipproduzenten. Auf der anderen Seite gibt es allgemein Chip Mangel auf dem Markt und darunter leider nicht nur Huawei, sondern auch die anderen Hersteller (und nicht nur im Smartphone Bereich). Daher kann eine eigene Produktion von SoC das Unternehmen an sich nur stärker machen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man SoC in der passenden Qualität liefern kann, die mit den anderen Marken auf dem Markt mithalten können. Vor allem bei den Topmodellen im Prozessor-Bereich dürfte das eine Herausforderung werden und es bleibt abzuwarten, was genau Huawei an SoC auf den Markt bringen wird.

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