Apple verklagt die NSO Group um staatlich geförderte Spionagesoftware zu unterbinden

Apple verklagt die NSO Group um staatlich geförderte Spionagesoftware zu unterbinden – Die NSO Group ist ein Unternehmen aus Israel das sich vor allem auf die Entwicklung von Spyware spezialisiert hat. Damit lassen sich Smartphone Nutzer überwachen und es gibt Berichte, dass diese Software auch eingesetzt wurde, um Journalisten und Menschenrechtsaktivisten zu überwachen. Vor allem die Schadsoftware Pegasus ist dabei immer wieder im Gespräch.

Apple geht nun gerichtlich gegen diese Vorgehensweise der NSO Group vor. Darüber hinaus will das Unternehmen eine dauerhafte Verfügung, die der NSO Group die Nutzung jeglicher Software, Services oder Geräte von Apple untersagt, erreichen.

„Staatlich geförderte Akteure wie die NSO Group geben Millionen von US-Dollar für ausgeklügelte Überwachungstechnologien aus, ohne dass eine wirksame Rechenschaftspflicht besteht. Das muss sich ändern“, sagt Craig Federighi, Senior Vice President of Software Engineering von Apple. „Apple-Geräte sind die sicherste Consumer-Hardware auf dem Markt – aber private Unternehmen, die staatlich geförderte Spionagesoftware entwickeln, sind noch gefährlicher geworden. Obwohl diese Bedrohungen der Cybersicherheit nur eine sehr geringe Anzahl unserer Kund:innen betreffen, nehmen wir jeden Angriff auf unsere Anwender:innen sehr ernst und arbeiten kontinuierlich daran, die Maßnahmen zum Datenschutz und der Privatsphäre in iOS zu verbessern, um alle unsere Nutzer:innen zu schützen.“

Apple schreibt selbst zur Vorgehensweise des Unternehmens:

Die NSO Group und ihre Kund:innen verwenden die immensen Ressourcen und das Potenzial von Nationalstaaten, um Cyberangriffe sehr gezielt durchzuführen, die ihnen Zugriff auf das Mikrofon, die Kamera und andere sensible Daten auf Apple- und Android-Geräten ermöglichen. Um FORCEDENTRY auf Apple-Geräte zu übertragen, haben die Angreifer Apple-IDs erstellt, um bösartige Daten an das Gerät des Opfers zu senden. So konnten die NSO Group oder ihre Kund:innen die Pegasus Spionagesoftware ohne das Wissen des Opfers übertragen und installieren. Obwohl Apple-Server bei der Übertragung von FORCEDENTRY missbraucht worden sind, sind diese bei den Angriffen nicht gehackt oder kompromittiert worden.

Die Klage von Apple ist ein interessanter Schritt, weil sie die Vorgehensweise von Unternehmen wie der NSO Group und auch staatlichen Stellen in den Fokus rückt und einen Blick darauf ermöglicht, mit welchen Methoden mittlerweile Smartphone angegriffen werden. Wie der Prozess selbst ausgeht ist dagegen noch weitgehend offen.

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