realme GT NEO 2 im Test – mehr als erwartet

rrealme GT NEO 2 im Test – mehr als erwartet – realme hat das realme GT NEO 2 (RMS3370) im November offiziell in den Handel gebracht und wir hatten die Gelegenheit, die Modelle näher unter die Lupe zu nehmen. Preislich liegen die neuen Smartphones bei um die 450 Euro, im Sale bis Ende des Monats sind die neuen Geräte sogar ab 349 Euro zu haben. Dafür bekommt man relativ viel Technik, muss aber auch einige Kompromisse machen. Das Pro- und Kontra haben wir hier im Artikel zusammengefasst.

Das Konzept der realme GT Neo 2

Das realme GT NEO 2 ist als Midrange Smartphone im oberen Bereich der Mittelklasse konzipiert und bietet daher in einigen Bereichen Topmodell-Features, in anderen nicht. So gibt es beispielsweise nicht den Snapdragon 888 Prozessor (der im normalen realme GT zum Einsatz kommt), sondern den etwas darunter angesiedelten Snapdragon 870 5G. Dieser erlaubt auch den Zugriff auf die 5G Netzbereiche, kommt aber an die Performance der Topprozessoren nicht ganz heran. Im ersten Eindruck merkt man das aber nicht, die realme GT NEO 2 reagieren schnell und flüssig. Das gute Display mit 120Hz ist auf jeden Fall ein Pluspunkt der neuen Modelle.

Das Unternehmen schreibt selbst zur Technik:

Unter der besonderen Oberfläche liegt außerdem einer der besten Prozessoren seines Segments:  ein Qualcomm® Snapdragon™ 870 5G. Er verfügt nicht nur über die höchste CPU-Taktfrequenz, sondern auch über den höchsten AnTuTu-Score aller Prozessoren in seiner Preis-/Leistungsklasse. Bekannt ist der Snapdragon 870 5G vor allem für seine ausgereifte und gut ausbalancierte Leistung und liefert konstant ein beeindruckendes und flüssiges Nutzererlebnis im realme GT NEO 2.

Ein Update erhält auch eine weitere GT-eigene Technologie: Der GT Mode 2.0 steigert und optimiert die Gaming Power des realme GT NEO 2, in dem nicht nur die CPU-Leistung sondern auch die Touch-Sampling-Rate deutlich erhöht wird. Darüber hinaus ist das realme GT NEO 2 mit dem ersten 120Hz E4 AMOLED HDR10+ Display ausgestattet, das mit einer Touch-Sampling-Rate von 600 Hz und einer Spitzenhelligkeit von 1300 Nits den Branchenstandard neu definiert.

Das Design punkte wieder mit einer interessanten Oberfläche auf der Rückseite mit Farbverlauf. Unser Testexemplar war die blaue Version – der Farbton ist aber eher dezent gehalten. Interessant: Das Kameramodul ist verspiegelt. Das bietet interessante Effekte beim Anschauen und man sieht dies bei anderen Modellen eher selten. Generell liegt das realme GT NEO 2 hochwertig in der Hand und kann vom Design her durchaus mit den Flaggschiffen der anderen Marken mithalten. Die Vorderseite der neuen Modelle setzt auf ein Punch-Hole Design mit einer Öffnung für die Kamera in der linken oberen Ecke. Besonders Akzente setzt das Unternehmen mit dem Design der Front aber nicht.

Die Verpackung macht ebenfalls einen hochwertigen Eindruck, dazu hat realme ein Ladegerät und eine extra Schutzhülle beigelegt. Vor allem das Ladegerät muss man mittlerweile mit erwähnen, einige andere Anbieter verzichten inzwischend darauf.

Performance und Prozessor im realme GT NEO 2

Für die Power in den neuen Modellen sorgt der Snapdragon 870 SoC. Dieser ist nominell etwas schwächter als der Snapdragon 888 im normalen realme GT. Im Test hat uns aber die Performance positiv überrascht. Man merkt bei der Bedienung und der Nutzung keine wirkliche Unterschiede zwischen den Modellen und auch bei grafikslastingen Spielen und Anwendungen kommt der Snadragon 870 SoC nicht an seine Grenzen. In den Leistungstests bei Antutu und auch bei Geekbench bemerkt man die Unterschiede, im realen Einsatz dagegen nicht.

realme hat bei den Modellen auch eine Dampf-Kühlung mit verbaut. Das mag die guten Resultate erklären, denn die Abwärme bremts damit den Prozessor nur minimal aus.

realme GT NEO 2 – Leistungsdaten auf Top-Niveau

Die Software des GT NEO 2 im Test

Im Bereich Software arbeiten die Smartphones mit Android 11 und damit bekommt man die neuste Android Version direkt mitgeliefert. Dazu läuft realme UI 2 auf den Modellen und die Oberfläche wirkt insgesamt wieder aufgeräumt und klar. Leider installiert realme auch beim realme GT NEO 2 wieder einige Bloatware mit, so finden sich neben den normalen Adroid Apps auch einige weitere Apps vorinstalliert. realme hat es aber mit den zusätzlichen Apps definitiv nicht übertrieben.

Im Gerät selbst sind zwei Simkarten Slots verbaut und diese Unterstützen auch 5G. Leider gibt es aber keine eSIM an Bord. NFC ist aber natürlich mit dabei.

Die Kamera im realme GT NEO 2 Test

Die Hauptkamera auf der Rückseite der Modelle bietet ein Objektiv mit 64MP Auflösung und einer f/1.8 Blende. Daneben gibt es auch einen 8 Megapixeln (f/2.3-Blende) und eine Makro-Kamera mit 2MP und f/2.4-Blende. Letztere ist aber eher Beiwerk, wirklich sinnvolle Funktionen für die Kamera haben wir im Test nicht finden können. Damit bekommt man aber ein etwas besseres Kamerasetup als beim originalen Realme GT. Das realme GT Master Edition bietet im Test aber das bessere Setup.

Die Aufnahmen sind dabei solide, können aber mit den Bildern und Videos der Topmodelle nicht mithalten. Die kamera fasst 4 Pixel zusammen und daher sind maximale Aufnahmen mit 16MP möglich. Die Aufnahmen sind ziemlich farbig und haben eine hohe Dynamik – teilweise wirken sie schon etwas zu stark aufgehübscht und damit nicht mehr natürlich. Fehlt das Licht, bekommt der Sensor schnell Probleme. Die Bilder wirken dann schnell verrauscht, aber das GT NEO 2 bringt einen Nachmodus mit, der genau dafür optimiert ist. Insgesamt wäre aber eine Bildstabilisierung nicht schlecht gewesen, so muss man sich auf die Software verlassen und deren Fähigkeiten, eventuellen Wackler auszugleichen.

Die Frontkamera macht ebenfalls einen eher soliden Job. Die Aufnahmen sind bei gutem Licht auch hier okay, die hohe Dynamik der Hauptkamera fehlt hier aber, stattdessen wirken die Aufnahmen eher etwas flau. Auch hier ist Dunkelheit wieder ein Problem: wenn das Licht schlechter wird, nimmt auch die Qualität der Aufnahmen deutlich ab.

Die Kamera-App selbst reagiert schnell und hat viele Modi, mit denen man die Bilder unterschiedlich belichten lassen kann, auch ein Scanner ist mit an Bord.

Der Portraitmodus des GT Neo 2

Der Akku und die Aufladung des realme GT NEO 2 im Test

realme hat in den neuen Modellen einen großen Akku mit 5.000mAh verbaut der in unserem Test ohne Probleme und auch unter hoher Belastung über den Tag kam. Damit punktet das Gerät auch im internen Vergleich, denn so viel Akku bietet bisher kein anderes Smartphone der GT Serie.

Die Aufladung erfolgt per Kabel mit 65 Watt. Dazu ist der Akku wieder in zwei Zellen aufgeteilt um diese Leistung unterstützen zu können. realme gibt dabei 39 Minuten für eine komplette Aufladung an, im Test konnten wir diese Werte mit dem mitglieferten Netzteil tatsächlich erreichen.

Abzüge gibt es dagegen für das Weglassen der drahtlosen Aufladung. Man kann die Modelle nur per Kabel aufladen und das ist für ein Modell im Preisbereich von 450 Euro dann doch etwas wenig.

Unser Fazit im zum Test des realme GT NEO 2

Das realme GT NEO 2 kann im Test vor allem durch den Akku, das Display und die Kamera punkten. Man bekommt hier Premium-Qualität (bei der Kamera nicht ganz) zu einem moderaten Preis. Leider muss man aber auch Abstriche machen. Das betrifft vor allem das drahtlose Aufladen aber auch die fehlende IP Zertifizierung. In dem Preisbereich gibt es starke Kpnkurrenz und für 50 Euro weniger bekommt man bei anderen Modellen durchaus vergleichbar technische Werte. Wahrscheinlich sinken die Preise des GT Neo 2 aber recht schnell und dann ist das Smartphone eine echte Alternative.

Die Preise des realme GT NEO 2

realme GT NEO 2 (8GB + 128GB)NEO Grün, NEO Schwarz, NEO BlauEarly Bird: 369,99 € (16. bis 29.11.2021)Regulär (UVP): 449,99 €Unter anderem bei Amazon, realme, Expert, Otto, Conrad, Notebooksbilliger, Cyberport, Aldi Talk, Galaxus, Expert, MediaMarkt
realme GT NEO 2 (12GB + 256GB)NEO Grün, NEO Schwarz, NEO BlauEarly Bird: 449,99 € (16. bis 29.11.2021)Regulär (UVP): 549,99 €Unter anderem bei Amazon, realme, Expert, Otto, Conrad, Notebooksbilliger, Cyberport, Aldi Talk, Galaxus, Expert, MediaMarkt

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