Bundesnetzagentur: Beschwerden zu unerlaubten Anrufen auf Höchstand

Bundesnetzagentur: Beschwerden zu unerlaubten Anrufen auf Höchstand – Die Bundesnetzagentur hat die Zahlen zu den Verbraucherbeschwerden im letzten Jahr veröffentlicht und vor allem die Zahl der Beschwerden wegen unerlaubten Werbeanrufen erreichten neue Höchststände. Die Behörde registrierte 79.702 schriftliche Beschwerden in diesen Fällen, das sind fast 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor obwohl es auch bereits 2020 einen Höchstand gab.

Die Bundesnetzagentur schreibt selbst dazu:

Bei ihren Ermittlungen stellte die Bundesnetzagentur ein deutlich gestiegenes Aufkommen an Werbeanrufen fest, bei denen die Anrufer den Empfängern entweder gar keine Rufnummer anzeigten oder missbräuchlich eine häufig im Tagesrhythmus wechselnde falsche Rufnummer aufsetzten. Hierdurch machten sie es den Verbraucherinnen und Verbrauchern besonders schwer, Werbeanrufe zu erkennen und ihren Eingang zu verhindern. Zudem erschwerten die Anrufer mit ihrem verschleiernden Verhalten die Ermittlungen der Bundesnetzagentur wegen unerlaubter Telefonwerbung. Künftig haben Täter in diesen Fällen jedoch mit deutlich höheren Bußgeldern zu rechnen. Zum 1. Dezember 2021 erhöhte der Gesetzgeber den Bußgeldrahmen für Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen von bislang 10.000 EUR auf künftig 300.000 EUR.

Die Beschwerden der Verbraucher wegen unerlaubter Werbung haben dabei durchaus auch Konsequenzen, denn die Bundesnetzagentur hat nach eigenen Angaben in solchen Fällen bereits 14 Großverfahren eingeleitet um diese Praktiken zu beenden. Insgesamt wurden deswegen im letzten Jahr Bußgelder in der Höhe von 1.435.000 Euro verhängt. Auch dies ist ein neuer Höchstand bei der Verfolgung solcher Praktiken.

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