Zugangs-Schutz per Lächeln, Retina-Scan oder Schweiß-Abdruck

Jährlich werden immer noch unglaublich viele Passwörter für Email-Accounts, Handys und Bank-Anwendungung gehackt. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen veraltet ist. Diese Möglichkeit ist nur wirklich sicher, wenn das ausgedachte Passwort eine lange Folge aus diversen Zeichen ist. Derzeit entwickeln Wissenschaftler so genannte Bio-Passwörter. Der eingeführte Fingerabdruck-Scanner ist bereits in vielen Smartphones vorhanden. Außergewöhnlicher erscheinen die neueren Modelle, welche im folgenden näher erläutert werden:

Smile to Pay

Bei Alibabas Bezahldienst Alipay kann mit dem Lächeln bezahlt werden. Hierfür muss der Nutzer ein Foto hochladen. Durch die Frontkamera des Smartphones kann ein Kauf autorisiert werden. Die Gesichtserkennung von „Smile to Pay“ vergleicht das Gesicht mit dem hochgeladenen Foto. In einer Gegengenüberstellung prüft das Programm die biometrischen Daten des Gesichts.  Vor einigen Jahren experimentierte Google bereits mit einer Gesichtserkennung. Google stellte dieses Projekt jedoch ein, da die Gesichtserkennung mittels eines Fotos umgangen werden konnte.

Der Atemabdruck

2013 fanden schweizer Wissenschaftler heraus, dass jeder Mensch ein individuellen Atem besitzt. In Verbindung mit dem Startup  Mint, welche auf der Crowdfunding-Seite Indiegogo gefunden werden kann, kann dies zu einer neuen äußerst interessanten Möglichkeit führen. Mint wird an das Smartphone angeschlossen und misst den Atem. Als Ergebnis teilt wird dem Nutzer mitgeteilt, ob der Geruch eher schlecht ist. Zudem wird die Hydration gemessen. Dadurch weiß der Nutzer, ob er Flüssigkeit zu sich nehmen soll. In Verbindung mit den Erkenntnissen der schweizer Wissenschaftler sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis ein solches Gerät auch für den Passwortschutz getestet wird.

Der Retina-Scanner

Was in früheren Filmen als zukunftsfern galt, ist heutzutage realitätsnahe. Wie beim Fingerabdruck, besitzt jeder Mensch eine einzigartige Netzhaut. Bereits ein chinesischer Hersteller hat den Retina-Scanner verbaut. Das Grand S3 von ZTE nutzt den Retina-Scanner zum Entsperren des Smartphones. Das Unternehmen plant diese Technologie zukünftig auch für Apps freizugeben.

Die Schweißidentifizierung

Bereits zwei Startups entwickeln Produkte zur Analyse des Schweißes. Electrozyme aus den Vereinigten Staaten und Kenzen aus der Schweiz planen Pads zum Aufkleben, welche die Vitalfunktionen mittels einer Schweißanalyse berechnen. In einer Verbindung mit den Smartwatches kann eine ständige Identifizierung zwischen Mensch und Smartphone hergestellt werden.

Die Implantation eines Chips

Der Niederländer Martijn Wismeijer ist der erste Mensch, welcher sich gleich zwei Chips implantieren ließ. In der linken Hand besitzt er einen NFC-Chip. Dieser umfasst seine persönlichen Kontaktdaten. In der rechten Hand ist der Schlüssel für seinen Bitcoin-Account gespeichert. Das ermöglicht ihm mit einen einfachen Handschlag zu zahlen. Ob sich solche Implantate durchsetzen werden ist fraglich. Zum einen ist es relativ schmerzhaft. Zum anderen weckt dies die Furcht vor einer ständigen Überwachung, was bereits heutzutage heftig diskutiert wird.

Die Einzigartigkeit der Bio-Passwörter birgt auch Nachteile. Die gängigen Passwörter aus Zahlen, Buchstaben und Symbolen können jederzeit geändert werden. Das Bio-Passwort ist hingegen unveränderlich.

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