Android – das mobile Google Betriebssystem im Überblick

Android – das mobile Google Betriebssystem im Überblick – Android ist mittlerweile das meist genutzte mobile Betriebssystem auf dem Markt. Die Entwicklung wird dabei kontinuierlich weiter betrieben und daher gibt es mittlerweile mit Android 11 bereits die 11. Version des Systems (die vielen Zwischenversionen nicht mitgezählt). Android arbeitet dabei herstellerübergreifend. Man kann also sowohl beim Samsung*, LG oder auch Sony Geräte mit Android bekommen und die Bedienung unterscheidet sich dann nicht wesentlich voneinander. Das ist ein großer Vorteil von Android, denn man muss auch beim Wechsel eines Smartphones das Betriebssystem nicht mehr neu erlernen – zumindest wenn man dann auch wieder zu einem Android Smartphone* wechselt. Das Studium von neuen Anleitungen und Handbüchern wird damit deutlich reduziert.

Anleitungen:

Die Benennung neuer Android Versionen erfolgt dabei traditionell nach Süßspeisen. So hier Android 6.0 Marshmallow, Android 7 hat die Bezeichnung Nougat bekommen, Android 8 wurde nach dem Oreo Keks benannt und wahrscheinlich werden auch weitere Android Versionen nach Süßigkeiten benannt werden. Erkennungszeichen ist aber immer der kleine grüne Androide. Seit Android 11 hat sich Google aber von der Namensgebung getrennt. Die Android Versionen bekommen seit Android 10 also keine extra Namen mehr, sondern werden nur noch mit der Nummer benannt.

Als Ableger gibt es mittlerweile noch Android Go. Mit dieser Form des Betriebssystems hat Google Android etwas abgespeckt und garantiert die Lauffähigkeit auch auf Modellen, die über schwächere Hardware und beispielsweise weniger Speicher verfügen. Android Go wird daher gerne bei günstigeren Handys und Smartphones eingesetzt und es steht für ein unverändertes Android, bei dem der Handyhersteller keine Veränderungen vorgenommen hat.

2020 hat sich die Nutzung von Android weiter gesteigert, es gibt aber auch Schattenseiten. So hat Google auf Druck der US-Regierung Huawei* die Android Lizenz entzogen und der Konzern hat damit zukünftig keinen Zugriff auf weite Teile von Android sowie auf die Google Dienste mehr. An der Stelle wird deutlich wie problematisch das Monopol von Android bei den Nicht-Apple* Geräten sein kann und es bleibt abzuwarten, ob und wie andere Hersteller darauf reagieren werden. Huawei* und auch Hone können beispielsweise nicht mehr Google Mail und den Playstore nutzen und setzen daher auf eine eigene App Gallery. Es wird auch an einem eigenen Betriebssystem unter dem Namen Harmony OS gearbeitet.

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Die Neuerungen und Verbesserungen in Android 11

  • Konversationsbenachrichtigungen werden in einem speziellen Bereich oben im Schatten mit einem People-Forward-Design und konversationsspezifischen Aktionen angezeigt, z. B. Öffnen der Konversation als Blase, Erstellen einer Konversationsverknüpfung auf dem Startbildschirm oder Festlegen einer Erinnerung.
  • Blasen – Mit Blasen können Benutzer Konversationen im Blick behalten und auf sie zugreifen, während sie auf ihren Geräten Multitasking ausführen. Messaging- und Chat-Apps sollten bei Benachrichtigungen die Bubbles-API verwenden , um dies in Android 11 zu aktivieren.
  • Mit konsolidierten Tastaturvorschlägen können Autofill-Apps und Eingabemethoden-Editoren (IMEs) Benutzern kontextspezifische Entitäten und Zeichenfolgen direkt im Vorschlagsstreifen eines IME sicher anbieten, wo sie für Benutzer am bequemsten sind.
  • Mit der Gerätesteuerung können Benutzer schneller und einfacher als je zuvor auf ihre angeschlossenen Geräte zugreifen und diese steuern. Durch einfaches langes Drücken des Netzschalters können sie jetzt die Gerätesteuerung sofort und an einem Ort aufrufen. Apps können eine neue API verwenden, um in den Steuerelementen angezeigt zu werden..
  • Mithilfe der Mediensteuerung können Benutzer das Ausgabegerät schnell und bequem auf Audio- oder Videoinhalte umstellen, unabhängig davon, ob es sich um Kopfhörer, Lautsprecher oder sogar um ihren Fernseher handelt.
  • Einmalige Berechtigung – Jetzt können Benutzer einer App nur einmal Zugriff auf das Gerätemikrofon, die Kamera oder den Standort gewähren. Die App kann bei der nächsten Verwendung der App erneut Berechtigungen anfordern.
  • Hintergrundspeicherort – Der Hintergrundspeicherort erfordert jetzt zusätzliche Schritte vom Benutzer, die über die Erteilung einer Laufzeitberechtigung hinausgehen. Wenn Ihre App einen Hintergrundspeicherort benötigt, stellt das System sicher, dass Sie zuerst nach dem Vordergrundspeicherort fragen. Sie können dann Ihren Zugriff auf den Hintergrundspeicherort durch eine separate Berechtigungsanforderung erweitern , und das System führt den Benutzer zu Einstellungen, um die Berechtigungsgewährung abzuschließen.
  • Beachten Sie außerdem, dass wir im Februar angekündigt haben, dass Google Play-Entwickler eine Genehmigung für den Zugriff auf den Hintergrundspeicherort in ihrer App benötigen, um Missbrauch zu verhindern. Wir geben Entwicklern mehr Zeit, um Änderungen vorzunehmen, und werden die Richtlinie für vorhandene Apps erst 2021 durchsetzen.
  • Automatisches Zurücksetzen von Berechtigungen – Wenn Benutzer eine App über einen längeren Zeitraum nicht verwendet haben, setzt Android 11 alle mit der App verknüpften Laufzeitberechtigungen automatisch zurück und benachrichtigt den Benutzer. Die App kann die Berechtigungen bei der nächsten Verwendung der App erneut anfordern.
  • Speicherbereich – Wir haben unsere Arbeit fortgesetzt, um App- und Benutzerdaten im externen Speicher besser zu schützen, und weitere Verbesserungen vorgenommen, um Entwicklern die Migration zu erleichtern.
  • Google Play-Systemaktualisierungen – Die im letzten Jahr eingeführten Google Play-Systemaktualisierungen helfen uns, die Aktualisierung der Kernkomponenten des Betriebssystems auf Geräten im Android-Ökosystem zu beschleunigen. In Android 11 haben wir die Anzahl der aktualisierbaren Module mehr als verdoppelt, einschließlich 12 neuer Module, die dazu beitragen, den Datenschutz, die Sicherheit und die Konsistenz für Benutzer und Entwickler zu verbessern.
  • BiometricPrompt-API – Entwickler können jetzt die BiometricPrompt-API verwenden , um die biometrische Authentifizierungsstärke anzugeben, die ihre App zum Entsperren oder Zugreifen auf sensible Teile der App benötigt. Aus Gründen der Abwärtskompatibilität haben wir diese Funktionen gerade zur Jetpack Biometric-Bibliothek hinzugefügt . Wir werden im Verlauf der Arbeiten weitere Updates veröffentlichen.
  • Identity Credential API – Hiermit werden neue Anwendungsfälle wie mobile Führerscheine, nationale ID und digitale ID freigeschaltet. Wir arbeiten mit verschiedenen Regierungsbehörden und Industriepartnern zusammen, um sicherzustellen, dass Android 11 für Digital-First-Identity-Erlebnisse bereit ist.
  • Neue Bildschirmtypen – Gerätehersteller setzen ihre Innovationen fort, indem sie aufregende neue Gerätebildschirme wie Locher- und Wasserfallbildschirme auf den Markt bringen. Android 11 bietet Unterstützung für diese auf der Plattform mit APIs, mit denen Sie Ihre Apps optimieren können. Mit den vorhandenen APIs für Anzeigeausschnitte können Sie sowohl Loch- als auch Wasserfallbildschirme verwalten . Sie können ein neues Fensterlayoutattribut festlegen , um den gesamten Wasserfallbildschirm zu verwenden, und eine neue API für Wasserfalleinsätze hilft Ihnen bei der Verwaltung der Interaktion in der Nähe der Ränder.
  • Unterstützung bei der Anrufüberprüfung – Android 11 unterstützt Anrufüberprüfungs-Apps bei der Verwaltung von Robocalls. Apps können den STIR / SHAKEN-Status eines eingehenden Anrufs (Standards, die vor Spoofing der Anrufer-ID schützen) als Teil der Anrufdetails überprüfen und einen Grund für die Ablehnung eines Anrufs melden. Apps können auch einen vom System bereitgestellten Bildschirm* nach dem Anruf anpassen , damit Benutzer Aktionen ausführen können, z. B. einen Anruf als Spam markieren oder Kontakte hinzufügen.

Mehr dazu: Android 11 Handbuch und Anleitung

Android 10 – die am schnellsten wachsende Android Generation

Android 10 – mittlerweile 400 Millionen Geräte mit dem neuen Betriebssystem – Google hat mit Android ein Problem, denn nach wie vor sind viele alte Versionen auf dem Markt, die mittlerweile unsicher sind und damit eher ein Risiko darstellen. Daher versucht das Unternehmen, die Updates für die Smartphones zu beschleunigen und möglichst die alten Versionen schnell zu ersetzen. Bei Android 10 scheint das zum ersten Mal sehr gut geklappt zu haben, dass diese Version des Android Betriebsystems verbreitet sich so schnell wie vorher noch keine andere Version. Nach 5 Monaten gab es bereits 100 Millionen aktive Geräte mit Android 10, mittlerweile sind es über 400 Millionen Geräte.

Die Gründe dafür sind unter anderem Anpassungen an der Hardware, die es den Herstellern leichter machen, neue Versionen aufzuspielen und auch, dass bei den neusten Modellen mittlerweile auch im Bereich der günstigen Handyxs aktuell oft bereits auf Android 10 gesetzt wird. Das sorgt für eine deutlich schnellere Verbreitung.

Google selbst schreibt im Blog zu den Gründen:

  • Oreo’s introduction of Project Treble* created a system/vendor split for a much cleaner separation of OEM and SoC dependencies from the rest of the code base. This effort sped up the adoption of Android Pie by 2.5X. Every Android device that preloads the Google Play Store has been Treble* compliant since that point.
  • In Pie, we started publishing the Generic System Images (GSI) so that developers can use them for app-compat testing on real hardware. Treble* compliance means that every device is compatible with our GSIs, even if it does not ship with them. We also worked with our major partners to launch an OEM developer preview program. As a result, we saw a further 1.5X increase in the adoption of Android 10.
  • In Android 10, we started updating components of the OS directly via Google Play system updates (Project Mainline). Mainline provides security and privacy updates for the OS in a way that’s similar to apps – through Google Play. For example, in our most recent deployment, we directly updated 285 million devices with fixes for security vulnerabilities.

Unabhängig davon hängt es aber natürlich sehr vom Anbieter ab, wie schnell neue Android Versionen zum Update bereit gestellt werden. Daneben muss man aber auch die Sicherheitsupdates im Block behalten: Huawei Update Liste | Samsung Update Liste

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