DJI Event – wird eine Unterwasser-Drohne vorgestellt?

Der Drohnenspezialist DJI hat zu einem neuen Event eingeladen. Am 15. Mai möchte das Unternehmen neue Technik vorstellen. Das ist soweit nicht ungewöhnlich, dass natürlich launcht DJI regelmäßig neue Drohnentechnik und Nachfolger zu den aktuellen Modellen.

In diesem Fall ist die Einladung aber erwähnenswert, denn in der Einladung selbst sieht man keinen neuen Kopter. Stattdessen ist ein Unterwasser-Bild zu sehen und darin eine Taucherin. Dazu gibt es den Slogan „Entdecke Deine andere Seite“.

Es deutet also viel darauf hin, dass DJI zum neuen Event keine der bekannten Flug-Drohnen vorstellen wird, sondern auf die andere Seite geht – in dem Fall also unter Wasser. Das wäre dann die erste Unterwasser-Drohne des Unternehmen. Andere Anbieter haben bereits einige Drohnen für den Einsatz in Seen oder auch im Meer, aber DJI hatte sich bisher nur auf den Luftraum spezialisiert. Es spricht aber an sich relativ wenig dagegen, die bekannte DJI Technik und die Steuerung auch auf ein Modell zu übertragen, dass wasserdicht ist und unter Wasser navigieren kann. Daher scheint es doch recht wahrscheinlich, dass DJI am 15. Mai eine Unterwasser-Drohne vorstellen wird. Alternativ gehen auch viele Experten davon aus,d ass eine neue Action-Cam für Unterwasser vorgestellt werden könnten – auch das wäre eine plausble Erklärung.

Leider gibt es derzeit aber keine offiziellen Hinweise darauf, was genau DJI technisch plant. Auch die Landingpage zum Event verrät wenig:

  • https://www.dji.com/de/trailer

Daher ist bisher noch weitgehend unbekannt, was genau DJI Fans vom Event erwarten können, welche Technik und vor allem welche Kamera in den neuen Modellen verbaut ist und es fehlen auch Angaben, welchen Preis das Unternehmen für die Drohnen aufrufen wird. DJI setzt aber allgemein eher auf Modelle aus dem oberen Preisbereich und daher dürfte zu erwarten sein, dass auch eine neue Unterwasserdrohne oder in der Oberklasse (auch beim Preis) ansiedelt sein wird. Unabhängig davon ist das aber ein sehr interessanter Schritt von DJI und es bleibt zu hoffen, dass die Modelle nicht nur angekündigt werden, sondern auch relativ schnell zu haben sind, damit deutsche Nutzer die warme Jahreszeit in diesem Jahr noch nutzen können, um die neue Technik einzusetzen.

 

 

DJI Drohnen Testsieger bei der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat im aktuellen Heft (12/2017) das Drohnen-Thema für sich entdeckt und die aktuellen Modelle auf dem Markt unter die Lupe genommen. Vom Flugverhalten über die Kamera bis zum Datenschutz wurde dabei alles getestet. Insgesamt kamen dabei 10 Drohnen zum Einsatz, der Funktionen und Möglichkeiten geprüft wurden. Schlecht schnitten dabei vor allem die Modelle ohne Navigationssystem ab. Diese sind nur schwer stabil in der Luft zu halten und müssen ständig nachkorrigiert werden – schöne Fotos und Videoaufnahmen sind dabei nur für Profis machbar. Daher gab es für Modelle ohne satellitenunterstützte Navigation auch deutliche Abzüge. Die Tester schreiben dazu:

Sieben von zehn der Drohnen im Test sind mit einem Empfänger zur Satel­liten-Naviga­tion für GPS ausgestattet, eine empfängt zusätzlich auch das russische Pendant Glonass. Der Receiver unterstützt die Piloten bei der Steuerung. Schon beim ersten Flug im Test zeigte sich: Mit den Drohnen ohne Navi ist kein Staat zu machen. Sie erkennen nicht, wenn sie ins Driften kommen – selbst bei Wind­stille. Folge: Der Pilot muss ständig nach­steuern. Anders die Navi-Drohnen. Die besten stehen nach dem Start wie fest­genagelt in der Luft. Aber auch die anderen Modelle halten recht stabil die Position.

Die Bestnoten im Test gingen an Modelle von DJI. Auf Platz 1 bei der Stiftung Warentest kam die DJI Phantom 4 pro+ mit einem Gesamturteil SEHR GUT und einer Note von 1,3. Besonders begeistert waren die Tester von der Kamera (die besten Aufnahmen im Test) und dem Schutzsystem der Drohne. Die Phanton 4 ist nach fast allen Seiten mit Sensoren ausgerüstet, die Kollisionen in der Luft extrem reduzieren können. Kritikpunkte waren dagegen der Rotorschutz, den es nur gegen Aufpreis gibt und die Datenübertragung an DJI – man braucht immer einen Account beim Anbieter um fliegen zu können. Dazu kostet die Drohne auch 1940 Euro und war damit eine der teuersten Drohnen im Test.

Auf Platz 2 landet mit der DJI Mavic pro ebenfalls ein Modell von DJI, die Wertung lag hier bei 1,5 und damit immer noch bei SEHR GUT. Die Qualität der Aufnahmen reichte bei dieser Drohne zwar nicht an die Phantom 4 heran, konnte die Tester aber immer noch überzeugen und liegen deutlich über den Aufnahmen der Konkurrenz. Auch die Flugeigenschaften der Drohne wurde gelobt. Kritik gab es aber auch hier wieder gegen das Zubehör für das man einen Aufpreis muss und den Zwangs-Account bei DJI. Der Preis liegt mit 1100 Euro deutlich unter den Kosten für eine Phantom 4.

Auf den 3. Platz im aktuellen Test landet die GoPro Karma. Mit einer Note von 2.0 ist der Abstand zu den DJI Modellen aber doch schon deutlich. Auch hier wurde die Fotoqualität gelobt, allerdings hat die Drohne deutlich weniger Sensoren gegen eventuelle Kollisionen und Abstürze, daher waren die Tester nicht ganz so überzeugt. Dazu gab es bereits ab Entfernungen von 200 Metern Aussetzer bei der Verbindung zu Drohne. Das sollte für 1.400 Euro nicht vorkommen.

Parrot startet zwei Drohnen mit Wärmebildkamera und für die Landwirtschaft

Parrot hat in dieser Woche zwei neue Drohnen vorgestellt, die sich weniger an private Piloten richten, sondern für den Einsatz in der Industrie und Landwirtschaft gedacht sind. Beide Modelle basieren auf einem Parrot-Drohnen-Aufbau, der jeweils mit den entsprechenden Kameras und einigen weiteren Features ausgestattet ist.

Die  Parrot Bebop-Pro Thermal verfügt dabei über eine Wärmebildkamera und eignet sich daher für den Immobilien- und Baubereich aber beispielsweise auch für Rettungsdienste. Die Ausstattung der Drohne sieht dabei nach Angaben des Herstellers wie folgt aus:

  • einen kompakten Quadcopter mit stabilisierter Full-HD-Frontkamera, eine FLIR ONE® Pro Wärmebildkamera und 32GB Speicher
  • die App Parrot FreeFlight Thermal, welche die von den Kameras des Quadcopters gemachten Bilder überträgt und analysiert
  • die Langstreckenfernbedienung Parrot Skycontroller 2

Damit lassen sich Wärmebilder direkt anfertigen und auch auswerten, ohne das ein weiteres System notwendig wäre. Die App für die Drohne gibt es derzeit aber nur für Android und der Preis liegt mit 1.500 Euro durchaus hoch.

Das zweite neue Modell hat die Bezeichnung Parrot Bluegrass und wurde speziell für den Einsatz in der Landwirtschaft entwickelt. Die Drohen soll automatisiert große Flächen abfliegen und auswerten können. Das Unternehmen schreibt dazu:

Parrot Bluegrass ist ein für die Landwirtschaft entwickelter Mehrzweck-Quadcopter, der Landwirten hilft, den ROI zu verbessern, indem die zwei integrierten Kameras genutzt werden; die Videokamera und multispektrale Sensoren. Mit seiner frontalen Full-HD-Videokamera hilft diese Lösung Landwirten, die Infrastruktur und die Land- und Viehbestände des Betriebes visuell zu überwachen. Dank des Multispektralsensors für Präzisionslandwirtschaft, ParrotSequoia, und der benutzerfreundlichen Verarbeitungs-Cloud-Plattform AIRINOV FIRST+ können Landwirte schnell einen Überblick erhalten und Problembereiche in allen Nutzflächen erkennen. 

Dazu gibt es beispielsweise einen ausdauernden Akku, der Flüge über 30 Hektar mit nur einer Aufladung abdecken kann. Damit sollte man auch größere Bereiche ohne weitere Aufladung auswerten können. Bei der Kameratechnik ist die Ausstattung bei dieser Drohne deutlich umfangreicher. Es sind gleich mehreren Sensoren mit an Bord, die eine Auswertung der Bilder ermöglichen:

  • Einen Multispektralsensor mit GPS, der automatisch Bilder von Pflanzen in vier verschiedenen Spektralbändern speichert: grün (500nm Wellenlänge 40nm), rot (660nm Wellenlänge 40nm), Rot-Edge (735nm Wellenlänge 10nm) und Nah-Infrarot (790nm Wellenlänge 40nm)
  • Einen Sensor, der mit einer RGB-Kamera (16 MP) ausgestattet ist
  • 64 GB interner Speicher, um die Bilder zu sichern
  • Einen Helligkeitssensor (‘Sonnenschein’ Sensor), der Lichtbedingungen erfasst und die gesammelten Daten während der Computer-Verarbeitungsphase automatisch mit den multispektralen Sensordaten kalibriert.

Diese Drohne richtet sich allerdings wirklich an Spezialisten und auch der Preis von 5000 Euro macht deutlich, das dies kein Spielzeug für die private Nutzung ist.

Die Parrot Bluegrass im Video

https://www.youtube.com/watch?v=MyQyp_wwpoc

Neue günstige Drohne: Parrot Bebop 2 Power ab sofort erhältlich

Parrot hat ab sofort eine neue Drohne im Sortiment, die vor allem durch den Preis, aber auch durch die Features auf sich aufmerksam macht. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei nur 699 Euro und damit bei etwa der Hälfte des Preises, den man beispielsweise bei  DJI zahlen würde.

Parrot Bebop 2 Power ist ausgestattet mit einem benutzerdefinierten Weitwinkelobjektiv und einer modernsten Anti-Verzerrung-Technologie, die helle und klare Luftaufnahmen ermöglicht.  Die patentierte 3-Achsen-Digitale-Stabilisierungstechnologie bietet  stabilisierte Bilder, reduziert Vibrationen und Aliasing-Effekte. Mit dem CMOS 1/2,3″ 14MPX Sensor kann in Full HD 30fps gefilmt und können JPEG und Adobe DNG Rohformate aufgenommen werden, für das Retuschieren in einem Postproduktionsprozess.  Leider gibt es noch keinen direkten Vergleichsbilder, so dass man schwer sagen kann, wie gut oder schlecht die Aufnahmen im Vergleich zur Konkurrenz sind.

Dazu gibt es den Parrot Start: In die Hand nehmen und dann einfach in die Luft werfen reicht, um die Drohne zu starten. Es besteht auch die Möglichlichkeit, der Drohnen einen Luftbereich zuzuweisen, der dann nicht verlassen werden kann. Das ist sinnvoll, wenn man sich zum Beispiel in der Nähe von Flugverbotszonen befindet.

Die Neuerungen der Drohne sind:

  • Neue Flugzeit: 30 Minuten Flugzeit; bis zu 60 Minuten dank der beiden mitgelieferten Hochleistungsbatterien.
  • Neue fotografische Möglichkeiten: Zum Fotografieren oder Aufnehmen von Videos wie ein Profi.
  • Neue Steuerungsmodi: Sport oder Video.
  • Neue Startmodi: Entweder per Hand in die Luft werfen oder Starten vom Boden aus.
  • Neuer Komfort für immersive Flüge: Die FPV Parrot Cockpitglasses 2 Pilotenbrille ist kompakt, faltbar und leicht – und speziell für das Gefühl entworfen, wie im Cockpit zu sitzen.
  • Komplett neues Design: Das Design der neuen Parrot Bebop 2 Power wurde überarbeitet. Sie hat ein tiefes mattschwarzes Fertigzeugnis und einen unverwechselbaren Glanzüberzug für einen stylischeren Look.
  • Parrot Skycontroller 2: Der Controller gibt dem Piloten die komplette Kontrolle, für ein präzises Flugerlebnis und eine Reichweite von bis zu zwei Kilometern.

Video: Parrot Bebop 2 Power

DJI: neue DJI Mavic Pro Platinum und Phantom 4 Pro Obsidian Drohne vorgestellt

DJI hat erweitertet die Palette an Drohnen kontinuierlich und hat nun zwei neue Varianten vorgestellt. Sowohl die DJI Mavic Pro Platinum und Phantom 4 Pro Obsidian Drohne sind dabei keine neuen Modelle, sondern nur verbesserte Varianten der bereits vorhandenen Drohnen. So hat die Mavic Pro Platinum eine neue Oberfläche spendiert bekommen. Es gibt nun ein mattes graues Finish auf der Oberfläche. Dazu wurde aber auch an der Technik geschraubt. Die Flugzeit der Drohne wurde auf 30 Minuten erhöht und dazu wurde die Geräuschentwicklung der Motoren reduziert. DJI schreibt, dass man die Drohne etwa 60 Prozent leiser gemacht hätte, das entspricht einer Lärmreduktion von 4 Dezibel.

Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Verbesserte Flugzeit in Kombination mit einem geräuscharmen Flug, machen die Mavic Pro Platinum zu einer der raffiniertesten Drohnen von DJI.

Ansonsten gibt es wieder eine 12MP Kamera mit Videoaufnahmen mit bis zu 4K und einen 3-Achsengimbal, wie man ihn bereits von der normalen Mavic gewohnt ist. Der Preis liegt mit 1299 Euro aber auch eher hoch.

Die Phantom 4 Pro Obsidian ist ebenfalls eine Weiterentwicklung und basiert auf der normalen Phantom 4 Pro Drohne. Auch hier gibt es die neue Oberfläche. Im Original heißt es dazu:

The iconic Phantom 4 Pro drone which made professional aerial imaging easier for everyone is back with a new professional appearance; a sleek matte-gray Obsidian colour shell featuring a magnesium, electroplated and anti-fingerprint coated gimbal which requires a higher standard manufacturing technique.

In dem Fall gibt es keine technischen Neuerungen, lediglich das Aussehen der Drohne wurde angepasst. Daher bleibt auch dr Preis gleich, für die Pro-Version zahlt man aktuell 1699 Euro.

Die Phantom 4 Pro Obsidian

 

DJI – Zwangsupdate für Drohnen-Software

Wie es aussieht reagiert DJI auf die vielen Vorfällen mit Drohnen in Bereichen, in denen sie eigentlich nichts zu suchen hätten und führt restritikvere Kontrollen der Flüge durch die DJI App ein. Dabei setzt das Unternehmen auf verschiedenen Beschränkungen der Flugfunktionen, die sich am Nutzerprofil des Piloten und den geografischen Informationen orientieren. So sollen Flugverbots-Zonen zukünftig wohl restirikiver umgesetzt werden und nicht nur mit einer Benachrichtung im Display.

Sollte das Update nicht korrekt umgesetzt werden oder die Software die entsprechenden Daten nicht abrufen können, gibt es zukünftig sehr enge Parameter für den Flug mit dem DJI Drohnen:

  • Die maximal Flughöhe wird auf 30 Meter fest gesetzt.
  • Die maximale Entfernung zwischen der Drohne und dem Piloten wird auf 50 Meter fest gesetzt.

Das entspricht in etwa den Anfänger-Vorgaben bei den Drohen und schränkt die Flugfähigkeit der Modelle natürlich deutlich ein. Erst wenn die Aktivierung der App durchgeführt wurde und die korrekten Informationen zu den Flugbeschränkungen in der Region geladen wurden, kann die Drohne ohne Limits genutzt werden.

Im Original dazu heißt es:

If this activation process is not performed, the aircraft will not have access to the correct geospatial information and flight functions for that region, and its operations will be restricted if you update the upcoming firmware: Live camera streaming will be disabled, and flight will be limited to a 50-meter (164-foot) radius up to 30 meters (98 feet) high.

Es nützt in dem Fall auch nichts, wenn es kein Internet gibt um die korrekten Informationen abzurufen. Auch in diesen Fällen bleibt die App limitiert, bis das System verifizieren konnte, in welchen Bereich geflogen wird.

Nutzer einer DJI Drohne sollten für das nächste Update also in jedem Fall etwas mehr Zeit einplanen, denn es ist dann in jedem Fall auch eine Neuanmeldung mit dem Account notwendig und eventuell sollte man dann auch prüfen, welche neue Restriktionen geladen wurde. DJI schreibt zwar, dass die normalen Sicherheitslimits weiterhin in Kraft bleiben – das gilt aber wahrscheinlich nicht direkt für das Kartenmaterial.

Drohnen sollen zukünftig auch per VR Brille geflogen werden dürfen

Viele Drohnen bringen bereits die Möglichkeit mit, auch über eine VR-Brille gesteuert zu werden. Der Pilot nutzt dann die Kamera der Drohne um sich zu orientieren und steuert die Drohne in der Regel durch Bewegungen des Headsets. Allerdings ist diese Möglichkeit in Deutschland bisher nicht erlaubt. Die Drohnen dürfen nach den aktuellen gesetzlichen Regelungen nur in der Sichtweite des Steuerers geflogen werden. Das ist bei einer VR-Brille nicht der Fall da man zwar mit der Drohne sieht, aber eben nicht mehr die Drohne und deren Umfeld. Einige Systeme setzten daher auf Hybridlösung für zwei Personen: eine Person, die das Steuer der Drohne übernimmt und eine zweite Person, die per VR Brille die Kamera bedient.

Mit einem neuen Gesetzentwurf zum Drohnenflug möchte das Verkehrsministerium nun einige Änderungen beim Drohnenflug vornehmen, unter anderem soll auch der VR-Flug erlaubt werden – zumindest dann, wenn einige Bedingungen erfüllt sind. Der neue gesetzliche Rahmen wird in der „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ neu geregelt.

Auf der Webseite des Ministeriums heißt es dazu im Original:

Einsatz von Videobrillen: Flüge mithilfe einer Videobrille sind erlaubt, wenn sie bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 0,25 kg ist oder eine andere Person es ständig in Sichtweite beobachtet und in der Lage ist, den Steuerer auf Gefahren aufmerksam zu machen. Dies gilt als Betrieb innerhalb der Sichtweite des Steuerers.

Damit sind drei wichtige Bedingungen genannt, unter denen ein VR-Drohenflug durchgeführt werden kann:

  • die maximale Flughöhe beträgt 30 Meter
  • bei Drohnen bis zu 250 Gramm kann der Flug alleine durchgeführt werden
  • bei Drohnen über 250 Gramm muss eine weitere Person den Flug beaufsichtigen (aber nicht direkt steuern)

Mit dieser Regelung könnte der VR-Flug in Deutschland deutlichen Auftrieb bekommen. Allerdings ist bisher noch nicht klar, wann genau die neuen Regelungen in Kraft treten werden. Das Bundeskabinett hat der neuen Verordnung bereits zugestimmt. Nun fehlt noch die Zustimmung des Bundesrates, damit diese Verordnung in Kraft treten kann.

Neben der Freigabe von VR-Brillen zur Drohnensteuerung enthält die neue Verordnung noch eine ganze Reihe von weiteren Regelung zum Drohnenflug. Unter anderem werden die Bedingungen, unter denen eine Drohne eingesetzt werden kann präzisiert und teilweise auch deutlich verschärft. So soll die maximale Flughöhe von Drohnen einheitlich auf 100 Meter begrenzt werden. Dazu müssen Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm zukünftig gekennzeichnet werden. Es wird eine Plakette mit dem Namen und der Anschrift des Besitzers gefordert. Ziel soll es sein, im Schadensfall den Verursacher ausfindig machen zu können. Wie allerdings kontrolliert werden soll, dass die Daten auf der Drohne auch korrekt sind, bleibt offen. Darüber hinaus ist zukünftig auch der Betrieb über Wohngrundstücken verboten, so lange nicht die Erlaubnis des Überflogenen eingeholt wurde. Das gilt für alle Drohnen, die mit Kameras oder Mikrofonen ausgestattet sind.

Im Bundesrat besteht rein theoretisch die Möglichkeit, dass sich an den Regelungen noch einiges ändert. Es ist damit auch möglich, dass beispielsweise die VR Regelung wieder aus dem Gesetzt genommen wird. Von daher sollte man sich noch nicht zu sehr freuen, auch wenn es bisher kaum Anlass zur Vermutung gibt, dass dieser Passus geändert wird.

Deutschen Flugsicherung fordert Registrierungspflicht für Drohnen

Die Zahl der gewerblich und privat genutzten Drohnen in Deutschland hat im letzten Jahr stark zugenommen. Allerdings gibt es keine konkreten Zahlen, da eine Registrierung der Fluggeräte bisher noch nicht Pflicht ist, man schätzt aber etwa 400.000 Nutzer in ganz Deutschland. Die Zuwachsraten sind allerdings extrem hoch und daher dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Marke von 1 Millionen Drohnen geknackt ist.

Die aktuelle rechtliche Lage für den Einsatz dieser Fluggeräte ist bisher noch nicht an diese Entwicklung angepasst worden. Es gibt – gerade im privaten Bereich – nur sehr geringe Anforderungen und wenige Restriktionen. Dazu sind Vergehen selten nachverfolgbar, das Drohnen kein Kennzeichen haben. Selbst wenn eine Drohne abstürzt und Schaden verursacht, lässt sich der Verursacher selten ermitteln.

Die Deutschen Flugsicherung (DFS) sieht diesen Trend mit Sorge. Es gab noch keine gravierenden Zwischenfälle mit Drohnen und Passagierjets in Deutschland, die Zahl von Sichtungen nimmt aber zu. In der FAZ fordert DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle unter anderem eine Registrierungspflicht für Drohnen. Im Interview heißt es:

… und will dafür eine Chipkarte in Deutschland einführen. Ähnlich wie beim Abschluss von Mobilfunk-Verträgen könnte es also auch in diesem Bereich Sim-Karten geben, die vor dem Betrieb aktiviert werden müssen und deren Erwerb an die Identität des Nutzers gekoppelt ist. …

Das würde aber auch die Zusammenarbeit mit Herstellern erfordern. Unternehmen, die ihre Drohnen nicht entsprechend anpassen, dürften dann unter Umständen in Deutschland nicht mehr ihre Modelle verkaufen.

Bisher gibt es dazu noch keine gesetzlichen Regelungen oder Entwürfen, die Grundlagen für Flüge mit Drohnen werden aber derzeit ohnehin überarbeitet.